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USA: D-Day für die Notenbank
17.09.24 12:32
La Française
Frankfurt am Main (www.anleihencheck.de) - Wie der FED-Vorsitzende, Jerome Powell, und seine Kollegen seit der Konferenz in Jackson Hole bekräftigten, wird der Offenmarktausschuss der US-Notenbank (Federal Open Market Committee, FOMC) auf seiner bevorstehenden Sitzung den Leitzins senken und damit die erste Senkung seit 2020 vornehmen, so François Rimeu, Senior Strategist bei Crédit Mutuel Asset Management, Tochtergesellschaft der Groupe La Française.
Obwohl die Entscheidung zwischen einer Senkung um 25 oder 50 Basispunkte (Bp) noch in der Schwebe sei, werde davon ausgegangen, dass die FED-Vertreter aufgrund der aktuellen Daten eine erste Zinssenkung um 50 Bp im September befürworten würden; eine oder zwei weitere Senkungen bis zum Jahresende seien aufgrund der zunehmenden Risiken auf dem US-Arbeitsmarkt wahrscheinlich. Die jüngsten Veröffentlichungen in der "Financial Times" und im "Wall Street Journal" würden ebenfalls darauf hindeuten, dass die FED die Zinsen voraussichtlich um 50 Bp senken werde.
Erwartungen:
• Die FED senke den Leitzins um 0,50%, wodurch das Zielband auf 4,75% bis 5% angepasst werde. Dies zeige die wachsende Zuversicht des FOMC, dass sich die Inflation wieder auf das 2%-Ziel zubewege, obwohl die VPI-Kerndaten vom August leicht über den Erwartungen gelegen hätten. Es werde davon ausgegangen, dass die Entscheidung nicht einstimmig ausfallen werde.
• Der FED-Vorsitzende Jerome Powell werde wahrscheinlich signalisieren, dass das Tempo und der Umfang künftiger Zinssenkungen von den gesamtwirtschaftlichen Daten und dem ausgewogenen Verhältnis der Risiken abhängen würden.
• Powell werde voraussichtlich bekräftigen, dass die Arbeitsmarktrisiken steigen würden. Er werde jedoch betonen, dass der US-Arbeitsmarkt trotz einer gewissen Abschwächung nach wie vor stark sei, mit niedrigen Entlassungszahlen und einer im historischen Vergleich immer noch günstigen Arbeitslosenquote.
• Was die Zusammenfassung der Wirtschaftsprojektionen (SEP) betreffe, so werde erwartet, dass es keine wesentlichen Änderungen der Wachstums- und Inflationsprognosen geben werde. Es werde jedoch damit gerechnet, dass die Arbeitslosenprognosen für 2024 und 2025 höher ausfallen könnten. Dennoch dürfte der FOMC in Bezug auf die künftige Ausrichtung der Geldpolitik geteilter Meinung sein. Die Projektionen könnten auf eine Zinssenkung um 100 Bp im Jahr 2024 hindeuten.
Insgesamt werde sich die US-Notenbank anderen Zentralbanken, z.B. in Europa, bei der Senkung der Zinssätze anschließen und im September mit einer Senkung um 50 Bp beginnen. Es sei unwahrscheinlich, dass der Vorsitzende Powell klare Aussagen über künftige Sitzungen machen werde; der FOMC werde von Sitzung zu Sitzung entscheiden. Aufgrund der Risiken für den Arbeitsmarkt rechnen wir im September mit einem eher dovishen Ton. (17.09.2024/alc/a/a)
Obwohl die Entscheidung zwischen einer Senkung um 25 oder 50 Basispunkte (Bp) noch in der Schwebe sei, werde davon ausgegangen, dass die FED-Vertreter aufgrund der aktuellen Daten eine erste Zinssenkung um 50 Bp im September befürworten würden; eine oder zwei weitere Senkungen bis zum Jahresende seien aufgrund der zunehmenden Risiken auf dem US-Arbeitsmarkt wahrscheinlich. Die jüngsten Veröffentlichungen in der "Financial Times" und im "Wall Street Journal" würden ebenfalls darauf hindeuten, dass die FED die Zinsen voraussichtlich um 50 Bp senken werde.
Erwartungen:
• Der FED-Vorsitzende Jerome Powell werde wahrscheinlich signalisieren, dass das Tempo und der Umfang künftiger Zinssenkungen von den gesamtwirtschaftlichen Daten und dem ausgewogenen Verhältnis der Risiken abhängen würden.
• Powell werde voraussichtlich bekräftigen, dass die Arbeitsmarktrisiken steigen würden. Er werde jedoch betonen, dass der US-Arbeitsmarkt trotz einer gewissen Abschwächung nach wie vor stark sei, mit niedrigen Entlassungszahlen und einer im historischen Vergleich immer noch günstigen Arbeitslosenquote.
• Was die Zusammenfassung der Wirtschaftsprojektionen (SEP) betreffe, so werde erwartet, dass es keine wesentlichen Änderungen der Wachstums- und Inflationsprognosen geben werde. Es werde jedoch damit gerechnet, dass die Arbeitslosenprognosen für 2024 und 2025 höher ausfallen könnten. Dennoch dürfte der FOMC in Bezug auf die künftige Ausrichtung der Geldpolitik geteilter Meinung sein. Die Projektionen könnten auf eine Zinssenkung um 100 Bp im Jahr 2024 hindeuten.
Insgesamt werde sich die US-Notenbank anderen Zentralbanken, z.B. in Europa, bei der Senkung der Zinssätze anschließen und im September mit einer Senkung um 50 Bp beginnen. Es sei unwahrscheinlich, dass der Vorsitzende Powell klare Aussagen über künftige Sitzungen machen werde; der FOMC werde von Sitzung zu Sitzung entscheiden. Aufgrund der Risiken für den Arbeitsmarkt rechnen wir im September mit einem eher dovishen Ton. (17.09.2024/alc/a/a)


