Erweiterte Funktionen
Tschechien: Zinspause im Dezember
03.12.24 11:18
Oberbank
Linz (www.anleihencheck.de) - Die vorläufigen BIP-Daten in Tschechien für das dritte Quartal 2024 lagen mit +1,3% (im Jahresvergleich) im Rahmen der Erwartungen, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.
Durch die enge wirtschaftliche Verflechtung mit Deutschland sei zu befürchten, dass die finalen BIP-Daten nach unten angepasst würden. Der Ruf der Industrie nach niedrigeren Zinsen sei laut. Der tschechischen Notenbank (CNB) seien jedoch die Hände gebunden, da die Inflation zu hartnäckig sei. Die letzte Zinsentscheidung der CNB sei Anfang November gewesen, als der Leitzins auf 4,00% angepasst worden sei. Die nächste Zinsentscheidung werde am 19.12.2024 getroffen. Man rechne mit einer Zinspause der CNB. Das Hauptargument sei der Inflationsdruck. Die jüngsten Inflationsdaten hätten von 2,6% auf 2,8% zugelegt.
Selbst die CNB habe ihre Inflationsprognose angehoben. Für 2025 werde nun eine Jahresteuerung von 2,6% (zuvor 2,0%) erwartet. Die gegenwärtig schwache Krone verteuere die Energieimporte und führe zu Inflationsrisiken. Die Strategie der CNB könnte sein, den Leitzins bei 4,00% zu belassen und dadurch die Attraktivität der Krone zu erhöhen. Eine stärkere Krone in Richtung EUR/CZK von 25,00, im Extremfall 24,80, sei möglich. Energieimporte würden dadurch billiger und der Inflationsdruck könnte nachlassen. Diese Strategie spiele jedoch klar auf Zeit, da die Auswirkung von Devisenkursen auf die Inflation zu träge sei. (03.12.2024/alc/a/a)
Durch die enge wirtschaftliche Verflechtung mit Deutschland sei zu befürchten, dass die finalen BIP-Daten nach unten angepasst würden. Der Ruf der Industrie nach niedrigeren Zinsen sei laut. Der tschechischen Notenbank (CNB) seien jedoch die Hände gebunden, da die Inflation zu hartnäckig sei. Die letzte Zinsentscheidung der CNB sei Anfang November gewesen, als der Leitzins auf 4,00% angepasst worden sei. Die nächste Zinsentscheidung werde am 19.12.2024 getroffen. Man rechne mit einer Zinspause der CNB. Das Hauptargument sei der Inflationsdruck. Die jüngsten Inflationsdaten hätten von 2,6% auf 2,8% zugelegt.
Selbst die CNB habe ihre Inflationsprognose angehoben. Für 2025 werde nun eine Jahresteuerung von 2,6% (zuvor 2,0%) erwartet. Die gegenwärtig schwache Krone verteuere die Energieimporte und führe zu Inflationsrisiken. Die Strategie der CNB könnte sein, den Leitzins bei 4,00% zu belassen und dadurch die Attraktivität der Krone zu erhöhen. Eine stärkere Krone in Richtung EUR/CZK von 25,00, im Extremfall 24,80, sei möglich. Energieimporte würden dadurch billiger und der Inflationsdruck könnte nachlassen. Diese Strategie spiele jedoch klar auf Zeit, da die Auswirkung von Devisenkursen auf die Inflation zu träge sei. (03.12.2024/alc/a/a)


