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Suche nach Rendite stützt Euro-outs
11.07.19 09:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Europäische Anleihen außerhalb des gemeinsamen Währungsraums verbuchten im vergangenen Monat erneut auf breiter Basis Renditerückgänge, so die Experten von Union Investment.
Ursächlich hierfür sei die unbeeinträchtigte Suche nach Rendite gewesen, da Schuldverschreibungen aus den Kern-Euroländern teilweise neue Kurshöchststände erreicht hätten. Die Notenbanken hätten dabei keine unerhebliche Rolle gespielt. Auf der letzten Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve sei das Leitzinsband zwar unverändert geblieben, doch würden die Markteilnehmer angesichts der weiteren konjunkturellen Eintrübung zunehmend von Zinssenkungen ausgehen. Zudem gätten auch acht von 17 Mitgliedern des Offenmarktausschusses Zinssenkungen von insgesamt 50 Basispunkte für das laufende Jahr als angemessen gehalten.
Auch Mario Draghi habe auf der letzten EZB-Sitzung im portugiesischen Sintra verlauten lassen, dass die Währungshüter im Euroraum ebenfalls bereit seien zu handeln. Dazu würden sowohl mögliche Zinssenkungen als auch eine Neuauflage der Ankaufprogramme gehören. Folglich hätten nun viele Anleger sowohl im Euro- als auch im US-Raum fest mit Zinssenkungen gerechnet und ihre Risikobereitschaft gesteigert. Die als sicher geltenden Schuldverschreibungen aus der Schweiz und Norwegen hätten entsprechend nur moderate Renditerückgänge von rund sieben und elf Basispunkten verzeichnet.
Staatspapiere aus dem osteuropäischen Raum hätten hingegen eher im Fokus der Anleger gestanden. In Russland hätten die Anleihen im zehnjährigen Laufzeitenbereich mit circa minus 46 Basispunkten deutlich tiefer rentiert und seien somit am Markt gefragt gewesen. Neben dem grundsätzlich positiven Marktumfeld für renditeträchtige Anlagen habe hier zusätzlich ein festerer Ölpreis unterstützt. Papiere aus Kroatien (-48 Basispunkte) und Ungarn (-32 Basispunkte) seien am Markt ebenfalls favorisiert worden.
Zudem hätten Staatsanleihen aus der Türkei mit erneut kräftigen Renditerückgängen an die positive Entwicklung des Vormonats anknüpfen können. Der im Rahmen der wiederholten Bürgermeisterwahlen (Istanbul) errungene Wahlsieg des Oppositionskandidaten Ekrem Imamoglu habe die Rendite der zehnjährigen Titel zwischenzeitlich auf 16,1 Prozent gedrückt. Im Monatsvergleich sei die Rendite der Lokalwährungspapiere um 1,8 Prozent gesunken. (Ausgabe vom 09.07.2019) (11.07.2019/alc/a/a)
Ursächlich hierfür sei die unbeeinträchtigte Suche nach Rendite gewesen, da Schuldverschreibungen aus den Kern-Euroländern teilweise neue Kurshöchststände erreicht hätten. Die Notenbanken hätten dabei keine unerhebliche Rolle gespielt. Auf der letzten Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve sei das Leitzinsband zwar unverändert geblieben, doch würden die Markteilnehmer angesichts der weiteren konjunkturellen Eintrübung zunehmend von Zinssenkungen ausgehen. Zudem gätten auch acht von 17 Mitgliedern des Offenmarktausschusses Zinssenkungen von insgesamt 50 Basispunkte für das laufende Jahr als angemessen gehalten.
Staatspapiere aus dem osteuropäischen Raum hätten hingegen eher im Fokus der Anleger gestanden. In Russland hätten die Anleihen im zehnjährigen Laufzeitenbereich mit circa minus 46 Basispunkten deutlich tiefer rentiert und seien somit am Markt gefragt gewesen. Neben dem grundsätzlich positiven Marktumfeld für renditeträchtige Anlagen habe hier zusätzlich ein festerer Ölpreis unterstützt. Papiere aus Kroatien (-48 Basispunkte) und Ungarn (-32 Basispunkte) seien am Markt ebenfalls favorisiert worden.
Zudem hätten Staatsanleihen aus der Türkei mit erneut kräftigen Renditerückgängen an die positive Entwicklung des Vormonats anknüpfen können. Der im Rahmen der wiederholten Bürgermeisterwahlen (Istanbul) errungene Wahlsieg des Oppositionskandidaten Ekrem Imamoglu habe die Rendite der zehnjährigen Titel zwischenzeitlich auf 16,1 Prozent gedrückt. Im Monatsvergleich sei die Rendite der Lokalwährungspapiere um 1,8 Prozent gesunken. (Ausgabe vom 09.07.2019) (11.07.2019/alc/a/a)


