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Stillstand am europäischen Fixed Income Primärmarkt
22.07.24 08:54
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Chinesische Investoren haben im Mai ein Rekordvolumen an US-Aktien und -Anleihen verkauft, dies zeigen die Daten des US-Finanzministeriums, so die Analysten der Nor LB.
Wertpapiere im Wert von USD 42,6 Mrd. seien abgestoßen worden. Zum Vergleich: Im Zeitraum Januar bis Mai seien Papiere in Höhe von USD 79,7 Mrd. veräußert worden. Im Markt werde spekuliert, ob politischer Druck dahinter stecke Dollar-Positionen abzubauen.
Am europäischen Fixed Income Primärmarkt sei es am Freitag zu einem Stillstand gekommen. Keine neuen Mandate. Das sei das 14. Mal in diesem Jahr. Der beispielslose weltweite IT-Ausfall habe damit für einen ruhigen Ausklang einer sehr schwachen Emissionswoche gesorgt. Das Sommerloch sei da. In Summe seien in KW 29 lediglich EUR 17,97 Mrd. geprintet worden (Juli bisher: EUR 71,29 Mrd., YTD: EUR 1.196,14 Mrd. +11,2% ggü. 2023).
Laut einer Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) würden die Unternehmen im Euroraum mit einem nachlassenden Lohndruck rechnen. Für 2024 würden die befragten Firmen eine Abschwächung auf "nur noch" 4,3% (ggü. 5,4% 2023) antizipieren. Im Jahr 2025 würden die Firmen sogar ein weiteres Abflauen des Lohnwachstums auf dann lediglich 3,5% erwarten.
Der vier Mal im Jahr von der EZB aufgelegte Survey of Professional Forecasters (SPF) zeige positive Signale für die Wachstumsprognose im Euroraum 2024. Die befragten Ökonomen hätten das Wirtschaftswachstum für die 20-Länder-Gemeinschaft von 0,5% auf 0,7% erhöht. Eine leichte Anpassung nach unten habe es beim Ausblick gegeben. Hier sehe man im Jahr 2025 nur noch einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung von 1,3% (ggü. 1,4% in der April-Prognose). Bei den Inflationserwartungen habe es keine Anpassung gegeben. Die Prognose der Teuerungsrate von 2,4% bleibe unverändert, erst im Jahr 2025 sei das Ziel von 2,0% in Sicht.
Bestätigung komme hierzu vom Statistischem Bundesamt. Die deutschen Erzeugerpreise würden auf Jahressicht weiter fallen, wenngleich weniger stark. Durchschnittlich würden die Hersteller gewerblicher Produkte derzeit 1,6% weniger als ein Jahr zuvor verlangen. Das sei der zwölfte Rückgang in Folge, aber auch der niedrigste in dieser Sequenz. Auslöser des Rückgangs sei wieder einmal die günstigere Energie (minus 5,9%). Ohne den Effekt der fallenden Energiepreise wären die Erzeugerpreise um 0,3% gestiegen.
Auf beiden Seiten des Atlantiks würden in der neuen Woche aktuelle Zahlen zu verschiedenen Stimmungsindikatoren gemeldet; das ifo Geschäftsklima dürfte dabei wohl ein echtes Highlight darstellen. Zudem würden erste Zahlen zur BIP-Entwicklung im dritten Quartal für die USA veröffentlicht. Diese noch sehr revisionsanfällige Meldung möge eine ganz leichte Beschleunigung des Zulegens der ökonomischen Aktivität in den Vereinigten Staaten anzeigen. Zum Abschluss der Woche würden in den USA noch aktuelle Daten zur Entwicklung PCE-Preisdeflatoren gemeldet. Diese Zahlen dürften immerhin keine neuen Probleme für das FOMC signalisieren. (22.07.2024/alc/a/a)
Wertpapiere im Wert von USD 42,6 Mrd. seien abgestoßen worden. Zum Vergleich: Im Zeitraum Januar bis Mai seien Papiere in Höhe von USD 79,7 Mrd. veräußert worden. Im Markt werde spekuliert, ob politischer Druck dahinter stecke Dollar-Positionen abzubauen.
Am europäischen Fixed Income Primärmarkt sei es am Freitag zu einem Stillstand gekommen. Keine neuen Mandate. Das sei das 14. Mal in diesem Jahr. Der beispielslose weltweite IT-Ausfall habe damit für einen ruhigen Ausklang einer sehr schwachen Emissionswoche gesorgt. Das Sommerloch sei da. In Summe seien in KW 29 lediglich EUR 17,97 Mrd. geprintet worden (Juli bisher: EUR 71,29 Mrd., YTD: EUR 1.196,14 Mrd. +11,2% ggü. 2023).
Der vier Mal im Jahr von der EZB aufgelegte Survey of Professional Forecasters (SPF) zeige positive Signale für die Wachstumsprognose im Euroraum 2024. Die befragten Ökonomen hätten das Wirtschaftswachstum für die 20-Länder-Gemeinschaft von 0,5% auf 0,7% erhöht. Eine leichte Anpassung nach unten habe es beim Ausblick gegeben. Hier sehe man im Jahr 2025 nur noch einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung von 1,3% (ggü. 1,4% in der April-Prognose). Bei den Inflationserwartungen habe es keine Anpassung gegeben. Die Prognose der Teuerungsrate von 2,4% bleibe unverändert, erst im Jahr 2025 sei das Ziel von 2,0% in Sicht.
Bestätigung komme hierzu vom Statistischem Bundesamt. Die deutschen Erzeugerpreise würden auf Jahressicht weiter fallen, wenngleich weniger stark. Durchschnittlich würden die Hersteller gewerblicher Produkte derzeit 1,6% weniger als ein Jahr zuvor verlangen. Das sei der zwölfte Rückgang in Folge, aber auch der niedrigste in dieser Sequenz. Auslöser des Rückgangs sei wieder einmal die günstigere Energie (minus 5,9%). Ohne den Effekt der fallenden Energiepreise wären die Erzeugerpreise um 0,3% gestiegen.
Auf beiden Seiten des Atlantiks würden in der neuen Woche aktuelle Zahlen zu verschiedenen Stimmungsindikatoren gemeldet; das ifo Geschäftsklima dürfte dabei wohl ein echtes Highlight darstellen. Zudem würden erste Zahlen zur BIP-Entwicklung im dritten Quartal für die USA veröffentlicht. Diese noch sehr revisionsanfällige Meldung möge eine ganz leichte Beschleunigung des Zulegens der ökonomischen Aktivität in den Vereinigten Staaten anzeigen. Zum Abschluss der Woche würden in den USA noch aktuelle Daten zur Entwicklung PCE-Preisdeflatoren gemeldet. Diese Zahlen dürften immerhin keine neuen Probleme für das FOMC signalisieren. (22.07.2024/alc/a/a)


