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Stetiger Rückgang der Renditen stürzt Investoren in Anlagenöte


27.08.12 11:57
Bankhaus Ellwanger & Geiger

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Die EU-Schuldenkrise hat sich im zweiten Quartal des Jahres 2012 weiter verschärft. Dabei fielen die Renditen deutscher 10-jähriger Staatsanleihen fast täglich auf historische Tiefstände. Investoren stürzt der stetige Rückgang der Renditen in Anlagenöte. In diesem Zusammenhang gewinnen ergänzende Investmentmöglichkeiten im Rentenportfolio an zusätzlicher Bedeutung, so die Kapitalmarktexperten von Ellwanger & Geiger Privatbankiers.

Historische Tiefstände am Anleihenmarkt und Minusrenditen seien Ausdruck der krisenverzerrten Marktzustände. Auch langfristig werde das Zinsniveau vorläufig auf diesem niedrigen Niveau verharren. Dafür würden erwartete Leitzinssenkungen der EZB und moderate Inflationsraten sorgen. "Gewohnt sichere Anlagen, wie zum Beispiel deutsche Pfandbriefe oder Unternehmensanleihen mit sehr guter Bonität rentieren nur noch zwischen 0,7 und 2,5 Prozent, je nach Laufzeit und Bonität", erkläre Michael Beck, Leiter Portfolio Management bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers.

Um höhere Renditen zu erzielen, würden sich als ergänzende Investmentmöglichkeiten im Rentenportfolio deswegen beispielsweise Währungsengagements, idealerweise in Währungen mit einem Zinsvorsprung zum Euro-Raum eignen. Auch über gelockerte Bonitätsanforderungen, wie im Unternehmensund High-Yield-Segment, würden sich höhere Renditen erzielen lassen. Zudem könnten Spezialanleihen, wie Wandelanleihen, diesen Zweck erfüllen. Beck: "All diese Möglichkeiten haben aber gemeinsam: hier müssen höhere Risiken in Kauf genommen werden, die deutlich höher sind als bei sicheren Bundesanleihen oder deutschen Pfandbriefen."

Beimischungen in diese Anleihegattungen zu integrieren sei unerlässlich - um den Risiken zu begegnen und sie abzumildern, würden sich Fondlösungen eignen. "Die genaue Analyse der verfolgten Strategie und der im Fonds eingegangenen Risiken sowie des Preis-Leistungs-Verhältnisses, ist eine unabdingbare Voraussetzung im strategischen Aufbau eines Rentenportfolios", sage der Kapitalmarktexperte. "Die aktuelle Zinslage erzwingt diese Ergänzungsmöglichkeit. Nur so kann ein auskömmliches Renditenniveau erreicht werden." (27.08.2012/alc/a/a)