Erweiterte Funktionen
Starinvestor Gundlach warnt vor US-Unternehmensanleihen
28.11.19 12:42
FONDS professionell
Wien (www.anleihencheck.de) - Jeffrey Gundlach, Vorstandschef und Gründer der Fondsgesellschaft Doubleline Capital, warnt vor Unternehmensanleihen aus den USA, so die Experten von "FONDS professionell".
Die Papiere würden ein höheres Rating genießen, als sie verdienen würden, habe Gundlach im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "Finanz und Wirtschaft" gesagt. Einer Studie von Morgan Stanley zufolge sei bei mehr als 30 Prozent der Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating die eigentliche Qualität gemessen an der Verschuldung Ramsch, also im spekulativen Bereich.
Die Situation erinnere den Starinvestor an die verbrieften Immobilienkredite, die die globale Finanzkrise 2008 ausgelöst hätten. Auch diese Papiere seien einst viel zu hoch und von Ratingagenturen zu gut bewertet gewesen. Investoren, die US-Unternehmensanleihen im Portfolio hätten, müssten sich auf harte Zeiten einstellen. "In der nächsten Rezession werden die Kurse vermutlich deutlich korrigieren", sage Gundlach.
Für Aktien sehe es dem Experten zufolge kaum besser aus. Auch in diesem Segment dürfte der US-Markt am meisten verlieren. Das würden die drei letzten großen Abschwünge zeigen. "Jedes Mal gab es ein Segment des globalen Aktienmarkts, das sich deutlich besser entwickelt hatte, und die damit verbundene Wirtschaft wurde als unbesiegbar wahrgenommen", sage Gundlach.
Anfang der Neunzigerjahre sei das Japan gewesen, 1999 Europa. Beide Märkte hätten sich nach der Rezession nie wieder richtig erholt. Diesmal würden Aktien aus den USA alle anderen Regionen übertreffen. "Wenn die US-Börse korrigiert, dann wird sie deutlich korrigieren." (28.11.2019/alc/a/a)
Die Papiere würden ein höheres Rating genießen, als sie verdienen würden, habe Gundlach im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "Finanz und Wirtschaft" gesagt. Einer Studie von Morgan Stanley zufolge sei bei mehr als 30 Prozent der Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating die eigentliche Qualität gemessen an der Verschuldung Ramsch, also im spekulativen Bereich.
Für Aktien sehe es dem Experten zufolge kaum besser aus. Auch in diesem Segment dürfte der US-Markt am meisten verlieren. Das würden die drei letzten großen Abschwünge zeigen. "Jedes Mal gab es ein Segment des globalen Aktienmarkts, das sich deutlich besser entwickelt hatte, und die damit verbundene Wirtschaft wurde als unbesiegbar wahrgenommen", sage Gundlach.
Anfang der Neunzigerjahre sei das Japan gewesen, 1999 Europa. Beide Märkte hätten sich nach der Rezession nie wieder richtig erholt. Diesmal würden Aktien aus den USA alle anderen Regionen übertreffen. "Wenn die US-Börse korrigiert, dann wird sie deutlich korrigieren." (28.11.2019/alc/a/a)


