Stada-Anleihe bleibt ein Investment für Anleihe-Käufer


11.10.11 12:15
Wirtschaftswoche

Düsseldorf (anleihencheck.de) - Die Experten der "Wirtschaftswoche" haben in ihrer aktuellen Ausgabe unter anderem eine von STADA emittierte Unternehmensanleihe unter die Lupe genommen.

Für STADA sei der Pharmamarkt in Serbien ein Desaster. Das Unternehmen müsse Forderungen von fast 100 Mio. Euro gegenüber Pharmagroßhändlern abschreiben. In 2010 habe das Unternehmen hier schon einmal eine Abschreibung vornehmen müssen. Jedoch wolle man sich nicht aus dem Land verabschieden. In Zukunft wolle STADA direkte Verträge mit Krankenhäusern und Großhändlern abschließen oder nur gegen Vorkasse liefern.

Das Unternehmen sollte in diesem Jahr trotz der Probleme in Serbien mehr verdienen als im Vorjahr, denn das Geschäft in Russland brumme. Den Umsatz habe man hier im ersten Halbjahr um ein Viertel auf 120 Mio. Euro steigern können.

Da sich in Westeuropa mit Generika immer weniger verdienen lasse, baue der Konzern das Osteuropa-Geschäft aus. Für 360 Mio. Euro habe STADA im Juli vom Wettbewerber Grünenthal ein Produktportfolio für den osteuropäischen Markt erworben.

Trotz der unerwarteten Abschreibungen zeigt sich STADA als solider Schuldner, so die Experten der "Wirtschaftswoche". Das EBITDA habe man um 8% auf 160 Mio. Euro gesteigert. Die Schulden seien um 3,7% reduziert worden und die Eigenkapitalquote habe man von 35 auf 37% verbessert. Dass sich aufgrund der Zukäufe die finanzielle Lage des Konzerns vorübergehend verschlechtern werde, sei zu verkraften, da die höheren Margen der neuen Produkte mehr Geld einbringen würden.

Nach Meinung der Experten der "Wirtschaftswoche" bleibt STADA ein Investment für Anleihe-Käufer, die bei einer Laufzeit bis April 2015 durch die oben genannte Unternehmensanleihe gute 3,6% bekommen. (Ausgabe 41) (11.10.2011/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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