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Nach der Sommerpause scheint die FED endlich bereit für Zinssenkungen
11.09.24 10:40
La Française
Frankfurt am Main (www.anleihencheck.de) - Die Konferenz in Jackson Hole liegt hinter uns, die Ferienzeit ist vorbei und der Zinssenkungszyklus der US-Notenbank dürfte nun beginnen, so Francois Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management bei La Française Systematic Asset Management.
Jerome Powell habe sehr deutlich gesagt, dass "die Richtung klar ist" und dass "die Zeit für eine Anpassung der Geldpolitik gekommen ist".
Eine solche Ankündigung ist angesichts des Sommers, den wir gerade hinter uns haben, durchaus sinnvoll, so die Experten von La Française Systematic Asset Management. Der Preisrückgang für ein Barrel Brent-Öl am 23. August von 84 auf 78 US-Dollar signalisiere eine Verbesserung der kurzfristigen Inflationsaussichten. Außerdem seien die in den letzten zwei Monaten veröffentlichten Inflationszahlen beruhigend gewesen, vor allem in den USA, auch wenn dies in der Eurozone nicht ganz der Fall sei.
Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten seien ziemlich enttäuschend gewesen und hätten im August sogar zu einer (kurzen) Panik in einem zugegebenermaßen sehr seichten Markt geführt. Es gebe also heute keinen Grund für die FED, den restriktiven Charakter ihrer Geldpolitik nicht zu reduzieren.
Würden diese allgemein enttäuschenden Zahlen aus dem Sommer auf eine bevorstehende Rezession hindeuten? Die Experten würden nicht glauben. In der Eurozone verlangsame sich das Wachstum nach einer leichten Verbesserung in der ersten Jahreshälfte, halte sich aber dank des Dienstleistungssektors über Wasser. Die Abkühlung sei auch in den USA real, aber es werde erwartet, dass die Wirtschaft in den kommenden Quartalen ein nominales Wachstum von etwa 4 bis 5% beibehalten werde - ein Tempo, von dem Europa nur träumen könne.
Aus China gebe es zur Zeit keine nennenswerten Neuigkeiten. Aufgrund des guten Zustands der Exportwirtschaft könne das Land in diesem Jahr auf ein Wachstum von annähernd 5% hoffen.
Die Finanzmärkte würden mit einem ziemlich aggressiven Zinssenkungszyklus, insbesondere in den USA, mit vier Zinssenkungen bis Ende 2024 und acht in den folgenden zwölf Monaten rechnen. Die Experten würden diese Erwartungen angesichts des Zustands der US-Wirtschaft für zu übertrieben halten. Schließlich bestünden nach wie vor Unsicherheiten über die mittelfristige Inflationsentwicklung, ganz zu schweigen von den möglichen Folgen der US-Wahlen. Dies gelte natürlich weniger für die Eurozone, wo das wirtschaftliche Umfeld schwieriger sei. (11.09.2024/alc/a/a)
Jerome Powell habe sehr deutlich gesagt, dass "die Richtung klar ist" und dass "die Zeit für eine Anpassung der Geldpolitik gekommen ist".
Eine solche Ankündigung ist angesichts des Sommers, den wir gerade hinter uns haben, durchaus sinnvoll, so die Experten von La Française Systematic Asset Management. Der Preisrückgang für ein Barrel Brent-Öl am 23. August von 84 auf 78 US-Dollar signalisiere eine Verbesserung der kurzfristigen Inflationsaussichten. Außerdem seien die in den letzten zwei Monaten veröffentlichten Inflationszahlen beruhigend gewesen, vor allem in den USA, auch wenn dies in der Eurozone nicht ganz der Fall sei.
Würden diese allgemein enttäuschenden Zahlen aus dem Sommer auf eine bevorstehende Rezession hindeuten? Die Experten würden nicht glauben. In der Eurozone verlangsame sich das Wachstum nach einer leichten Verbesserung in der ersten Jahreshälfte, halte sich aber dank des Dienstleistungssektors über Wasser. Die Abkühlung sei auch in den USA real, aber es werde erwartet, dass die Wirtschaft in den kommenden Quartalen ein nominales Wachstum von etwa 4 bis 5% beibehalten werde - ein Tempo, von dem Europa nur träumen könne.
Aus China gebe es zur Zeit keine nennenswerten Neuigkeiten. Aufgrund des guten Zustands der Exportwirtschaft könne das Land in diesem Jahr auf ein Wachstum von annähernd 5% hoffen.
Die Finanzmärkte würden mit einem ziemlich aggressiven Zinssenkungszyklus, insbesondere in den USA, mit vier Zinssenkungen bis Ende 2024 und acht in den folgenden zwölf Monaten rechnen. Die Experten würden diese Erwartungen angesichts des Zustands der US-Wirtschaft für zu übertrieben halten. Schließlich bestünden nach wie vor Unsicherheiten über die mittelfristige Inflationsentwicklung, ganz zu schweigen von den möglichen Folgen der US-Wahlen. Dies gelte natürlich weniger für die Eurozone, wo das wirtschaftliche Umfeld schwieriger sei. (11.09.2024/alc/a/a)


