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Sind die Credit Spreads von Unternehmensanleihen zu eng?
02.09.25 11:00
Janus Henderson Investors
London (www.anleihencheck.de) - Hinter der Verengung der Investment-Grade-Credit-Spreads stehen starke technische Faktoren (Angebots-/Nachfragedynamik), unerwartet guter Wirtschaftsdaten und Zollentlastungen, so Janus Henderson Investors.
Die Zuflüsse in europäische Investment-Grade-Anleihen hätten in diesem Quartal ein Rekordniveau[1] erreicht, was auf die attraktiven Renditen zurückzuführen sei. Entscheidend sei die Anfangsrendite, denn sie bestimme weitgehend den Gesamtertrag bei Fixed Income.
Das Angebot an europäischen Investment-Grade-Anleihen dürfte in der zweiten Jahreshälfte zurückgehen, sodass die technischen Faktoren die Spreads weiterhin stützen würden. Ähnlich verhalte es sich in den USA, wo für 2025 ein negatives Nettoangebot erwartet werde.[2] Ein weiterer Rückenwind für die Anlageklasse seien die verbesserten Unternehmensfundamentaldaten im Jahr 2026 - dank höherer Defizitausgaben aufgrund des "One Big Beautiful Bill" (OBBB)[3], ein günstiges Steuerumfeld und die Lockerung der Geldpolitik in den USA. Europa profitiere von den Konjunkturprogrammen unter der Federführung Deutschlands.
Die Fundamentaldaten der Unternehmen würden unter die Lupe genommen, zumal die Unternehmen ihre Ausgaben für künstliche Intelligenz (KI) erhöhen würden.
Brad Smith, Fixed Income Portfolio Manager bei Janus Henderson, sage: "Während frühere Technologie-Investitionszyklen einem Auf und Ab gipfelten, sind KI-bedingte Investitionszyklen beispiellos und könnten zu Produktivitätssteigerungen und einem Multiplikatoreffekt für die Gesamtwirtschaft führen."
Trotz der Einführung von 15%-Zöllen für Europa hätten sich die Märkte als widerstandsfähig erwiesen. Das Worst-Case-Szenario sei durch Handelsabkommen und den Optimismus der Anleger ausgepreist worden. "Wir gehen jedoch davon aus, dass Zölle und enge Spreads zweifellos zu einer Streuung innerhalb des Unternehmensanleihen-Sektors führen werden, da Anleger die Auswirkungen auf Lieferketten und die Sektordynamik zunehmend einpreisen. Unser Anlagefokus verlagert sich auf höhere Qualität, gleichzeitig werden Chancen bei Einzeltiteln genutzt, um den Carry zu maximieren - ein entscheidender Faktor für die Gesamterträge bei Fixed Income", so Smith abschließend. (02.09.2025/alc/a/a)
Die Zuflüsse in europäische Investment-Grade-Anleihen hätten in diesem Quartal ein Rekordniveau[1] erreicht, was auf die attraktiven Renditen zurückzuführen sei. Entscheidend sei die Anfangsrendite, denn sie bestimme weitgehend den Gesamtertrag bei Fixed Income.
Die Fundamentaldaten der Unternehmen würden unter die Lupe genommen, zumal die Unternehmen ihre Ausgaben für künstliche Intelligenz (KI) erhöhen würden.
Brad Smith, Fixed Income Portfolio Manager bei Janus Henderson, sage: "Während frühere Technologie-Investitionszyklen einem Auf und Ab gipfelten, sind KI-bedingte Investitionszyklen beispiellos und könnten zu Produktivitätssteigerungen und einem Multiplikatoreffekt für die Gesamtwirtschaft führen."
Trotz der Einführung von 15%-Zöllen für Europa hätten sich die Märkte als widerstandsfähig erwiesen. Das Worst-Case-Szenario sei durch Handelsabkommen und den Optimismus der Anleger ausgepreist worden. "Wir gehen jedoch davon aus, dass Zölle und enge Spreads zweifellos zu einer Streuung innerhalb des Unternehmensanleihen-Sektors führen werden, da Anleger die Auswirkungen auf Lieferketten und die Sektordynamik zunehmend einpreisen. Unser Anlagefokus verlagert sich auf höhere Qualität, gleichzeitig werden Chancen bei Einzeltiteln genutzt, um den Carry zu maximieren - ein entscheidender Faktor für die Gesamterträge bei Fixed Income", so Smith abschließend. (02.09.2025/alc/a/a)


