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Secured High Yield-Bonds bieten Sicherheit im unsicheren Umfeld
14.03.24 11:07
Swisscanto
Zürich (www.anleihencheck.de) - Das erste Quartal 2024 befindet sich auf der Zielgeraden und High Yield-Anleihen setzten den positiven Trend des Schlussquartals 2023 fort. Zwar nicht so fulminant, aber mindestens zufriedenstellend, so Stefan Chappot, Senior Portfolio Manager High Yield bei Swisscanto.
Dabei hätten sowohl besicherte Hochzinsanleihen als auch ihre 'normalen' Pendants zwischen einem und zwei Prozent Ertrag, je nach Strategie, verbuchen können. Für das Gesamtjahr sei dies zuerst einmal ein gutes Zeichen. Dennoch sei bei einigen Marktteilnehmern weiterhin ein gewisser Grad an Unsicherheit zu spüren hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklungen mit einer schon länger erwarteten Rezession in den USA, die sich bis dato nicht eingestellt habe.
Unabhängig davon, ob das mittlerweile von einer Mehrheit erwartete 'Soft Landing' erfolge oder es doch noch zum 'Hard Landing' und damit einer Rezession in den USA komme, würden die Experten überwiegend stabile Fundamentaldaten bei den Unternehmen sehen. Zudem würden hochverzinsliche Anleihen kein starkes Wirtschaftswachstum benötigen, um sich gut zu entwickeln. Die Experten würden dieses Jahr auch nur mit einem geringen Anstieg der Ausfallraten rechnen und daher von dieser Seite keine negativen Einflüsse auf den High Yield-Markt sehen.
Die Bewertungen der Hochzinsanleihen seien weiterhin interessant und die Rendite des globalen High Yield-Markts liege aktuell bei 7,6 Prozent. Das sei ein guter Wert im langfristigen Vergleich. In der historischen Betrachtung zeige sich, dass bei einem Wert zwischen sieben und acht Prozent ein Ertrag zwischen sechs und neun Prozent über drei Jahre erzielt worden sei. Das sei ein positives Signal für Investierende am High Yield-Markt. Die Performance in 2024 werde in erster Linie vom laufenden Kupon-Einkommen generiert. Das seien beim aktuellen Niveau rund ein halbes Prozent im Monat.
Derzeit würden die Experten Papiere der Kategorie Single-B aufgrund ihres attraktivem Renditepotenzials bevorzugen. Besonders lohnend erscheinen einzelne Anleihen mit kurzen Laufzeiten, bei denen wir davon ausgehen, dass der Markt die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Refinanzierung unterschätzt, so die Experten von Swisscanto. Bei den Sektoren würden die Experten die Reise- und die Freizeit-Branche als weiterhin chancenreich erachten, allerdings sollte hier selektiv vorgegangen werden. Das gelte ebenfalls für den Bereich der Automobilzulieferer. Auf gut geführten Unternehmen mit intakten Geschäftsmodellen und soliden Bilanzen liege das Hauptaugenmerk der Experten. Vorsichtig seien die Experten dagegen im Umfeld des gedämpften Wirtschaftswachstums und hoher Zinsen bei Anleihen mit Rating Triple-C und tiefer.
Ein Mehr an Sicherheit im unsicheren Umfeld würden Secured High Yield-Bonds bieten. Diese Titel stünden oben in der Kapitalstruktur eines Unternehmens und seien mit entsprechenden Sachwerten besichert. Beispielsweise mit einem Fabrikgelände oder Maschinen. Diese Assetklasse sei 2008 ins Leben gerufen worden in Folge der Finanzkrise und habe sich etabliert. Besicherte Hochzinsanleihen würden heute rund ein Drittel des Gesamtmarkts ausmachen und hätten über die vergangenen drei Jahre besser als High Yield-Anleihen ohne Besicherung performt. Sie seien damit eine interessante Anlageklasse, die hohe Kupons mit einer gewissen Risikoreduzierung aufweise.
Im Segment der Hochzinsanleihen sei es auch möglich, unter nachhaltigen Gesichtspunkten zu investieren. Es würden sich zahlreiche Unternehmen und Papiere finden, die mit ihren Dienstleistungen und Produkten für nachhaltige Entwicklungen stünden. Nach einer starken Zeit für nachhaltige Themen in den Jahren 2020/21 sei die etwas schwierigere Periode in 2022/23 gefolgt, als andere Belange wie zum Beispiel der Ukraine-/Russland-Konflikt oder die exorbitant steigende Inflation die 'grünen' Themen in den Hintergrund gedrängt hätten. Für dieses Jahr und generell für die Zukunft sollte aber die nachhaltige Wirtschaftstransition dafür sorgen, dass Nachhaltigkeit wieder verstärkt in den Fokus rücke. (14.03.2024/alc/a/a)
Dabei hätten sowohl besicherte Hochzinsanleihen als auch ihre 'normalen' Pendants zwischen einem und zwei Prozent Ertrag, je nach Strategie, verbuchen können. Für das Gesamtjahr sei dies zuerst einmal ein gutes Zeichen. Dennoch sei bei einigen Marktteilnehmern weiterhin ein gewisser Grad an Unsicherheit zu spüren hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklungen mit einer schon länger erwarteten Rezession in den USA, die sich bis dato nicht eingestellt habe.
Unabhängig davon, ob das mittlerweile von einer Mehrheit erwartete 'Soft Landing' erfolge oder es doch noch zum 'Hard Landing' und damit einer Rezession in den USA komme, würden die Experten überwiegend stabile Fundamentaldaten bei den Unternehmen sehen. Zudem würden hochverzinsliche Anleihen kein starkes Wirtschaftswachstum benötigen, um sich gut zu entwickeln. Die Experten würden dieses Jahr auch nur mit einem geringen Anstieg der Ausfallraten rechnen und daher von dieser Seite keine negativen Einflüsse auf den High Yield-Markt sehen.
Derzeit würden die Experten Papiere der Kategorie Single-B aufgrund ihres attraktivem Renditepotenzials bevorzugen. Besonders lohnend erscheinen einzelne Anleihen mit kurzen Laufzeiten, bei denen wir davon ausgehen, dass der Markt die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Refinanzierung unterschätzt, so die Experten von Swisscanto. Bei den Sektoren würden die Experten die Reise- und die Freizeit-Branche als weiterhin chancenreich erachten, allerdings sollte hier selektiv vorgegangen werden. Das gelte ebenfalls für den Bereich der Automobilzulieferer. Auf gut geführten Unternehmen mit intakten Geschäftsmodellen und soliden Bilanzen liege das Hauptaugenmerk der Experten. Vorsichtig seien die Experten dagegen im Umfeld des gedämpften Wirtschaftswachstums und hoher Zinsen bei Anleihen mit Rating Triple-C und tiefer.
Ein Mehr an Sicherheit im unsicheren Umfeld würden Secured High Yield-Bonds bieten. Diese Titel stünden oben in der Kapitalstruktur eines Unternehmens und seien mit entsprechenden Sachwerten besichert. Beispielsweise mit einem Fabrikgelände oder Maschinen. Diese Assetklasse sei 2008 ins Leben gerufen worden in Folge der Finanzkrise und habe sich etabliert. Besicherte Hochzinsanleihen würden heute rund ein Drittel des Gesamtmarkts ausmachen und hätten über die vergangenen drei Jahre besser als High Yield-Anleihen ohne Besicherung performt. Sie seien damit eine interessante Anlageklasse, die hohe Kupons mit einer gewissen Risikoreduzierung aufweise.
Im Segment der Hochzinsanleihen sei es auch möglich, unter nachhaltigen Gesichtspunkten zu investieren. Es würden sich zahlreiche Unternehmen und Papiere finden, die mit ihren Dienstleistungen und Produkten für nachhaltige Entwicklungen stünden. Nach einer starken Zeit für nachhaltige Themen in den Jahren 2020/21 sei die etwas schwierigere Periode in 2022/23 gefolgt, als andere Belange wie zum Beispiel der Ukraine-/Russland-Konflikt oder die exorbitant steigende Inflation die 'grünen' Themen in den Hintergrund gedrängt hätten. Für dieses Jahr und generell für die Zukunft sollte aber die nachhaltige Wirtschaftstransition dafür sorgen, dass Nachhaltigkeit wieder verstärkt in den Fokus rücke. (14.03.2024/alc/a/a)


