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Schwellenländeranleihen: Viel hängt von den USA ab
01.08.25 10:30
L&G
London (www.anleihencheck.de) - "Anleihen aus Schwellenländern haben sich in der turbulenten ersten Jahreshälfte ziemlich gut gehalten", sagt Uday Patnaik, Head of Emerging Markets Debt, Asset Management, L&G.
Es gebe jedoch weiterhin Risiken, verursacht insbesondere durch die Unberechenbarkeit der USA:
"Trotz der extremen Volatilität an den Anleihemärkten in diesem Jahr haben Schwellenländeranleihen bisher positive Erträge erzielt. Ende Juli lagen diese seit Jahresbeginn bei 6,5% für Schwellenländer-Staatsanleihen in Hartwährung und bei 4,7% für Unternehmensanleihen in Hartwährung (Quelle: Bloomberg, Stand 25. Juli 2025). Dass Investoren angesichts des unsicheren Ausblicks in den USA ihre Anlagen in US-Dollar zumindest teilweise abbauen und in anderen Regionen reinvestieren, hat sich auch für die Schwellenländer günstig ausgewirkt.
Staatsanleihen mit geringer Bonität, insbesondere von notleidenden Emittenten, haben sich weiterhin überdurchschnittlich entwickelt. Im Unternehmenssektor haben Investment-Grade- und BB-Emittenten besser abgeschnitten als B- und schlechter bewertete Emittenten. Schwellenländeranleihen in lokaler Währung waren mit Gesamterträgen von 18,8% führend und profitierten von der Schwäche des US-Dollars (Quelle: Bloomberg, Stand 25. Juli 2025).
Auswirkung der US-Politik
Nach dem sogenannten "Liberation Day" und dem folgenden Börseneinbruch haben sich die Spreads der Schwellenländer erholt, da die Trump-Regierung zumindest vorübergehend von ihren Zollplänen abzurücken schien. Dies hat dazu geführt, dass die Märkte vorerst geringere Rezessionsrisiken in den USA und weltweit eingepreist haben. Wenn man aber davon ausgeht, dass es in den USA oder weltweit letztlich zu einer Rezession kommen wird, dann sind die Risikoaufschläge von Schwellenländern verhältnismäßig niedrig. Insgesamt sind die Indexrenditen für Staatsanleihen von 7,5% und für Unternehmensanleihen von 6,7% unseres Erachtens nach wie vor sehr attraktiv (Quelle: Bloomberg, Stand 25. Juli 2025)
Während das andauernde handelspolitische Drama die Inflationssorgen in den USA überdeckt, ist der Preisdruck nach wie vor hoch. Das zwingt die US-Notenbank vorerst zur Zurückhaltung. Die potenziellen Auswirkungen der Zölle auf die Haushaltslage der USA haben Druck auf die Zinsen für langlaufende US-Staatsanleihen ausgeübt und eine Versteilerung der Zinskurve verursacht. Dies könnte in nächster zu höherer Volatilität am Zinsmarkt führen." (01.08.2025/alc/a/a)
Es gebe jedoch weiterhin Risiken, verursacht insbesondere durch die Unberechenbarkeit der USA:
"Trotz der extremen Volatilität an den Anleihemärkten in diesem Jahr haben Schwellenländeranleihen bisher positive Erträge erzielt. Ende Juli lagen diese seit Jahresbeginn bei 6,5% für Schwellenländer-Staatsanleihen in Hartwährung und bei 4,7% für Unternehmensanleihen in Hartwährung (Quelle: Bloomberg, Stand 25. Juli 2025). Dass Investoren angesichts des unsicheren Ausblicks in den USA ihre Anlagen in US-Dollar zumindest teilweise abbauen und in anderen Regionen reinvestieren, hat sich auch für die Schwellenländer günstig ausgewirkt.
Auswirkung der US-Politik
Nach dem sogenannten "Liberation Day" und dem folgenden Börseneinbruch haben sich die Spreads der Schwellenländer erholt, da die Trump-Regierung zumindest vorübergehend von ihren Zollplänen abzurücken schien. Dies hat dazu geführt, dass die Märkte vorerst geringere Rezessionsrisiken in den USA und weltweit eingepreist haben. Wenn man aber davon ausgeht, dass es in den USA oder weltweit letztlich zu einer Rezession kommen wird, dann sind die Risikoaufschläge von Schwellenländern verhältnismäßig niedrig. Insgesamt sind die Indexrenditen für Staatsanleihen von 7,5% und für Unternehmensanleihen von 6,7% unseres Erachtens nach wie vor sehr attraktiv (Quelle: Bloomberg, Stand 25. Juli 2025)
Während das andauernde handelspolitische Drama die Inflationssorgen in den USA überdeckt, ist der Preisdruck nach wie vor hoch. Das zwingt die US-Notenbank vorerst zur Zurückhaltung. Die potenziellen Auswirkungen der Zölle auf die Haushaltslage der USA haben Druck auf die Zinsen für langlaufende US-Staatsanleihen ausgeübt und eine Versteilerung der Zinskurve verursacht. Dies könnte in nächster zu höherer Volatilität am Zinsmarkt führen." (01.08.2025/alc/a/a)


