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Schwellenländeranlagen für 2014


17.01.14 15:17
Franklin Templeton

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Wir entdecken eine Menge potenzieller Anlagechancen auf Schwellenmärkten, vor allem zu Bewertungen wie am Jahresende, so Matthias Hoppe, Portfolio Manager bei Franklin Templeton Solutions.

Dennoch sei kritische Auswahl angezeigt. Insgesamt hätten Schwellenländeraktien zum 31. Dezember 2013 den Analysen der Experten zufolge mit erheblichem Abschlag auf Papiere aus Industriestaaten notiert. Das Wertpotenzial von Schwellenmärkten wirke zwar bei einer Gesamtschau der Vermögensklasse im Vergleich zu Industrieländern nahezu überwältigend, doch bei näherer Betrachtung einzelner Länder und Sektoren nach Erachten der Experten nicht mehr ganz so überzeugend.

Die niedrigen Bewertungen würden sich durch den Finanzsektor erklären, der Ende Dezember mit 27% im MSCI Emerging Markets Index am stärksten gewichtet gewesen sei. Das würden die Experten in erster Linie für eine Folge der sehr skeptischen Haltung der Anleger bezüglich der Höhe potenzieller Kreditausfälle auf Schwellenmärkten halten. Die Kapitalrentabilität sei für Schwellenmärkte seit 2010 rückläufig und habe zuletzt auf dem Niveau von Industrieländern gelegen, nachdem sie in der Vergangenheit ungleich höher gewesen sei.

Nach Ansicht der Experten könnte das Durchschnittswachstum von Schwellenländern 2014 nach und nach weiter anziehen. Angesichts ihrer ausgeprägten Abhängigkeit von der Exportnachfrage hätten mit dem Konsum in den USA und China assoziierte Märkte nach Erachten der Experten für die kommenden Jahre bessere Wachstumsaussichten.

Die Experten würden davon ausgehen, dass beim Engagement in unpopulären Schwellenländern, etwa solchen mit Leistungsbilanzdefiziten und höherer Inflation, unter Umständen Anleihen eine bessere Option darstellen würden als Aktien, da die Gewinnrenditen von Schwellenländeraktien zum 31. Dezember 2013 generell geringer gewesen seien als die Renditen auf Lokalwährungen lautender Anleihen.

Aktien aus hochwertigeren Schwellenmärkten würden dagegen oft höhere Risikoaufschläge aufweisen als auf Lokalwährungen lautende Anleihen, was sie für die Experten attraktiver mache. Diese Faktoren würden nach Überzeugung der Experten für aktives Management von Aktien- und Rentenanlagen in Schwellenländern sprechen. (Ausgabe vom 14.01.2014) (17.01.2014/alc/a/a)