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Schwellenländer mit stärkeren Fundamentaldaten bieten attraktive Anlagechancen - USD-Schwellenländeranleihen beobachten
28.08.18 10:45
Legal & General IM
London (www.anleihencheck.de) - Seit Anfang Februar werden Anlagen in Schwellenländern auf breiter Basis veräußert, so die Experten von Legal & General Investment Management.
Stelle sich die Frage, was die Gründe dafür seien. Seien es zum Beispiel schlechtere Fundamentaldaten, schwächere Wachstumsaussichten oder handle es sich vielmehr um eine willkürliche Neubewertung von Emerging Markets-Investitionen aufgrund höherer US-Zinsen und der Erwartung einer strafferen Geldpolitik?
"Die Schwäche der Schwellenländer ist vor allem auf Abflüsse aus Emerging-Markets-Index-Fonds und Preisanpassungen in Erwartung höherer Zinsen in den USA und im europäischen Währungsraum zurückzuführen. Aber in einigen wenigen Schwellenländern haben schwache Fundamentaldaten zusammen mit politischer Unsicherheit zu einem raschen Rückgang der Devisen- und Rentenmärkte beigetragen", sage Magdalena Polan, Senior Economist bei Legal & General Investment Management (LGIM).
Um die Situation in den Schwellenländern angemessen zu beurteilen, lohne sich nach Ansicht der Expertin ein Blick über die breiten Schwellenländerindices hinaus, da diese die Entwicklung der größten Volkswirtschaften besonders stark abbilden würden. "Die stärksten Rückgänge beschränken sich auf wenige Länder wie Argentinien, Türkei, Brasilien, Südafrika und Russland, die mit großen Leistungsbilanzdefiziten, schwachen öffentlichen Haushalten oder höheren Ölpreisen zu kämpfen haben", erkläre Polan. Hinzu kämen eine ohnehin bereits erhöhte Inflation oder Handelsdefizite. Eine weitere Herausforderung für diese Volkswirtschaften stelle die politische Unsicherheit aufgrund von Wahlen oder der Gefahr weiterer Sanktionen dar. Davon sei insbesondere Russland betroffen.
Im Umkehrschluss bedeute das allerdings nicht, dass sich andere Schwellenländer außergewöhnlich stark entwickeln würden. Dennoch sei der Expertin zufolge die Abhängigkeit von externen Finanzierungen insgesamt nicht gestiegen. "Lässt man China außer Acht, ist die durchschnittliche Leistungsbilanz der Schwellenländer weitgehend unverändert geblieben. Gleichzeitig konnte die durchschnittliche Inflation gesenkt werden und erreichte 2017 historische Tiefststände. Auch das Wachstum erweist sich als solide, obwohl der Handelskrieg die Aussichten der Exporteure beeinträchtigt", so Polan.
Trotz dieser allgemein soliden Fundamentaldaten würden Schwellenländer-Wertpapiere laut Polan weiterhin empfindlich auf Veränderungen in den etablierten Märkten reagieren. Einen besonders starken Einfluss hätten das Niveau und der Verlauf der US-Zinskurve, die Stärke des US-Dollar und die Volatilität an den Aktienmärkten. "Die Abhängigkeit der Emerging Markets von den Industriestaaten lässt sich darauf zurückführen, dass die Finanzmärkte der Schwellenländer kleiner sind und ausländische Investoren und Anleger in Indexfonds einen relativ hohen Anteil ausmachen. Somit haben sie einen vergleichsweise hohen Einfluss auf die Preisebildung", erkläre die Expertin.
Gleichzeitig würden diese Bedingungen aber auch beträchtliche Chancen eröffnen. "Sobald sich die Stimmung der Anleger stabilisiert hat, dürften insbesondere die Schwellenländer mit stärkeren Fundamentaldaten und höheren Renditeaussichten reichlich Gelegenheit für profitable Investitionen bieten", sage Polan. Anleger sollten dabei vor allem die Entwicklung von auf Dollar lautenden Schwellenländeranleihen beobachten. (28.08.2018/alc/a/a)
Stelle sich die Frage, was die Gründe dafür seien. Seien es zum Beispiel schlechtere Fundamentaldaten, schwächere Wachstumsaussichten oder handle es sich vielmehr um eine willkürliche Neubewertung von Emerging Markets-Investitionen aufgrund höherer US-Zinsen und der Erwartung einer strafferen Geldpolitik?
"Die Schwäche der Schwellenländer ist vor allem auf Abflüsse aus Emerging-Markets-Index-Fonds und Preisanpassungen in Erwartung höherer Zinsen in den USA und im europäischen Währungsraum zurückzuführen. Aber in einigen wenigen Schwellenländern haben schwache Fundamentaldaten zusammen mit politischer Unsicherheit zu einem raschen Rückgang der Devisen- und Rentenmärkte beigetragen", sage Magdalena Polan, Senior Economist bei Legal & General Investment Management (LGIM).
Im Umkehrschluss bedeute das allerdings nicht, dass sich andere Schwellenländer außergewöhnlich stark entwickeln würden. Dennoch sei der Expertin zufolge die Abhängigkeit von externen Finanzierungen insgesamt nicht gestiegen. "Lässt man China außer Acht, ist die durchschnittliche Leistungsbilanz der Schwellenländer weitgehend unverändert geblieben. Gleichzeitig konnte die durchschnittliche Inflation gesenkt werden und erreichte 2017 historische Tiefststände. Auch das Wachstum erweist sich als solide, obwohl der Handelskrieg die Aussichten der Exporteure beeinträchtigt", so Polan.
Trotz dieser allgemein soliden Fundamentaldaten würden Schwellenländer-Wertpapiere laut Polan weiterhin empfindlich auf Veränderungen in den etablierten Märkten reagieren. Einen besonders starken Einfluss hätten das Niveau und der Verlauf der US-Zinskurve, die Stärke des US-Dollar und die Volatilität an den Aktienmärkten. "Die Abhängigkeit der Emerging Markets von den Industriestaaten lässt sich darauf zurückführen, dass die Finanzmärkte der Schwellenländer kleiner sind und ausländische Investoren und Anleger in Indexfonds einen relativ hohen Anteil ausmachen. Somit haben sie einen vergleichsweise hohen Einfluss auf die Preisebildung", erkläre die Expertin.
Gleichzeitig würden diese Bedingungen aber auch beträchtliche Chancen eröffnen. "Sobald sich die Stimmung der Anleger stabilisiert hat, dürften insbesondere die Schwellenländer mit stärkeren Fundamentaldaten und höheren Renditeaussichten reichlich Gelegenheit für profitable Investitionen bieten", sage Polan. Anleger sollten dabei vor allem die Entwicklung von auf Dollar lautenden Schwellenländeranleihen beobachten. (28.08.2018/alc/a/a)


