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S&T-Anleihe: Eine der bislang interessantesten Neuemissionen des Jahres
10.05.13 10:18
fixed-income.org
Wolfratshausen (www.anleihencheck.de) - Nach Ansicht von Christian Schiffmacher und Robert Cleve, Experten von "fixed-income.org" - Die Plattform für Emittenten und Investoren am Anleihemarkt - zählt die Anleihe (ISIN DE000A1HJLL6 / WKN A1HJLL) von S&T (ISIN AT0000A0E9W5 / WKN A0X9EJ) zu den bislang interessantesten Neuemissionen des Jahres.
Das börsennotierte IT-Systemhaus S&T AG, vormals Quanmax AG, emittiere eine Unternehmensanleihe im Volumen von bis zu 15 Mio. Euro. Bei einer Laufzeit von fünf Jahren biete man einen Kupon von 7,25%. Das überschaubare Angebot von 15 Mio. Euro dürfte auf eine rege Nachfrage stoßen, da insbesondere aufgrund der sehr guten Kennzahlen zur Kapitaldienstfähigkeit die Anleihe ein Erfolg werden dürfte.
Die S&T-Gruppe sei ein IT-Systemhaus mit Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) und Osteuropa. Das in die Geschäftssegmente Products, Services und Appliances eingeteilte Leistungsspektrum der S&T-Gruppe reiche von der Entwicklung, Implementierung und Vermarktung von Computer-Hardware-Lösungen (Products) über IT-Dienstleistungen (Services) bis hin zu selbst entwickelten Produkten (Appliances).
Im Segment Products stehe der Vertrieb von Hardwareprodukten Dritter sowie von Eigenmarken im Vordergrund, zusätzlich würden Leistungen wie Beratung und Implementierung angeboten. In diesem Segment habe die S&T-Gruppe im Geschäftsjahr 2012 einen Außenumsatz in Höhe von 87,6 Mio. Euro (ca. 25,8% des Außenumsatzes der S&T-Gruppe) erzielt. Das Bruttoergebnis des Segments habe im Geschäftsjahr 2012 bei rund 7,8 Mio. Euro gelegen.
Das Segment Services umfasse die Planung, die Umsetzung und das Outsourcing von IT-Lösungen und IT-Dienstleistungen mit den Schwerpunkten Virtualisierung, Storage und Datensicherheit. Der Außenumsatz der S&T-Gruppe in diesem Segment habe 2012 bei rund 214,5 Mio. Euro gelegen (63,2% des gesamten Außenumsatzes), wobei der größte Anteil des Außenumsatzes auf den Bereich "Umsetzung" entfallen sei. Das Bruttoergebnis für das Segment Services habe 2012 rund 83,5 Mio. Euro betragen.
Schwerpunkt des Geschäftssegments Appliances seien die selbst entwickelten Produkte (Eigentechnologieprodukte) der S&T-Gruppe. Hierbei handle es sich um maßgeschneiderte hard- und/oder softwarebasierende Spezialsysteme im Bereich Datensicherheit, die für Nischen in den Märkten Security, Infotainment, Automatisierung und Medizin entwickelt und an Kundenwünsche angepasst würden. Einen weiteren Schwerpunkt bilde der Bereich Cloud Computing, in dem die S&T-Gruppe Kunden, im Zusammenhang mit Cloud-Lösungen Dritter, Sicherheitslösungen zur Sicherung der Kundendaten in der Cloud zur Verfügung stelle. Auf dieses Segment sei 2012 ein Außenumsatz von 37,4 Mio. Euro entfallen (das entspreche 11,09% des Außenumsatzes der S&T-Gruppe). Das Bruttoergebnis im Segment Appliances habe 2012 bei rund 25,3 Mio. Euro gelegen.
Zum 31.12.2012 habe die S&T-Gruppe 1.520 Mitarbeiter beschäftigt. Davon seien ca. 1.000 Mitarbeiter im Servicebereich und ca. 200 Mitarbeiter in der Produktentwicklung tätig gewesen. Die restlichen Mitarbeiter seien in den Bereichen Einkauf, IT und Verwaltung tätig gewesen. Geografisch sei die S&T-Gruppe mit 26 direkten oder indirekten Tochtergesellschaften an Standorten in zwölf Ländern vertreten - in Österreich, Deutschland und der Schweiz (DACH) sowie in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn.
Wirtschaftlich gehe die Emittentin auf die 1990 gegründete S plus S Marketing, Engineering and Computerproduction GmbH zurück. Im Jahr 2000 sei die Gesellschaft auf die Gericom Mobile Computer GmbH verschmolzen worden. 2008 sei die Umfirmierung in Quanmax AG und im Zuge der Verschmelzung der S&T System Integration & Technology Distribution AG auf die Emittentin im Dezember 2012 die Umfirmierung in S&T AG erfolgt.
Die S&T AG habe im Geschäftsjahr 2012 einen Rekordumsatz von 339,5 Mio. Euro (2011: 153,2 Mio. Euro) erwirtschaftet. Maßgeblich dazu beigetragen hätten die hohen Umsätze im vierten Quartal 2012, in dem erstmals in einem Einzelquartal die Umsatzmarke von 100 Mio. Euro überschritten worden sei. Die Strategie der Wertschöpfungssteigerung durch den Ausbau des Geschäfts mit Eigentechnologieprodukten sei auch 2012 konsequent weiterverfolgt worden, wodurch die Bruttomarge 2012 auf 34,3% (Vorjahr 29,5%) habe gesteigert werden können. Dieser Trend sei vor allem auf den weiter wachsenden Anteil des hochmargigen Produktsegments "Appliances" zurückzuführen.
Der Konzernjahresüberschuss sei auf 9,4 Mio. Euro (Vj. 8,2 Mio. Euro) gestiegen, das EBITA habe bei 13,9 Mio. Euro (Vj. 11,0 Mio. Euro) gelegen. Äußerst positiv habe sich die Liquiditätssituation gegenüber dem Vorjahr verändert: Aufgrund des operativen Cashflows von 10,6 Mio. Euro (Vj. 0,5 Mio. Euro) habe die Nettoverschuldung auf 14,9 Mio. Euro (Vj. 23,6 Mio. Euro) gesenkt werden können. Die liquiden Mittel seien unverändert bei 29,9 Mio. Euro geblieben. Das Konzerneigenkapital liege bei 64,0 Mio. Euro (Vj. 54,6 Mio. Euro), davon würden 61,8 Mio. Euro auf die Anteilsinhaber der S&T AG entfallen.
Für das aktuelle Geschäftsjahr 2013 plane das Management Umsätze von 350 Mio. Euro sowie eine signifikante Steigerung des Konzernergebnisses auf 12 Mio. Euro. Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2013 und die per Dezember 2012 auf 267 Mio. Euro gestiegene Projekt-Pipeline würden diese Erwartungen bestätigen.
Die Gesellschaft beabsichtige, den Nettoemissionserlös zur Refinanzierung und Tilgung von bestehenden Bankverbindlichkeiten der S&T-Gruppe sowie zum Ausgleich noch bestehender Verbindlichkeiten aus bereits getätigten Investitionen zu verwenden, hierbei habe die Refinanzierung und Tilgung der Bankverbindlichkeiten Priorität. Durch die Refinanzierung vor allem der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten solle eine Optimierung der Kapitalstruktur der Emittentin erreicht werden.
Es sei insbesondere beabsichtigt, den Nettoemissionserlös für die letzte Rate in Höhe von rund 6 Mio. Euro der Verbindlichkeiten der ehemaligen S&T System Integration & Technology Distribution AG aus der Vereinbarung über die Restrukturierung der Finanzverbindlichkeiten mit einem Bankenkonsortium zu verwenden.
Als Stärken/Chancen sehe man sehr gute Kennzahlen zur Kapitaldienstfähigkeit, die hohe Transparenz durch Notierung der Aktie im Prime Standard, die internationale Aufstellung, das breite Produkt- und Dienstleistungsportfolio. Margenstarke "Appliances" würden zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Zu Schwächen/Risiken zähle die komplexe Firmenstruktur. Das niedrige Emissionsvolumen dürfte einen wenig liquiden Börsenhandel zur Folge haben.
Das Unternehmen sei profitabel, man erwarte weiter steigende Umsätze und Gewinne. Maßgeblich trage hierzu ein höherer Anteil von margenstarken "Appliances" bei. Die S&T-Anleihe erscheine wegen der weit überdurchschnittlichen Kennzahlen zur Kapitaldienstfähigkeit sehr attraktiv. Die Chancen auf steigende Anleihenkurse dürften sehr gut sein.
Insgesamt zählt die S&T-Anleihe zu den bislang interessantesten Neuemissionen des Jahres, so die Experten von "fixed-income.org". (10.05.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Das börsennotierte IT-Systemhaus S&T AG, vormals Quanmax AG, emittiere eine Unternehmensanleihe im Volumen von bis zu 15 Mio. Euro. Bei einer Laufzeit von fünf Jahren biete man einen Kupon von 7,25%. Das überschaubare Angebot von 15 Mio. Euro dürfte auf eine rege Nachfrage stoßen, da insbesondere aufgrund der sehr guten Kennzahlen zur Kapitaldienstfähigkeit die Anleihe ein Erfolg werden dürfte.
Die S&T-Gruppe sei ein IT-Systemhaus mit Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) und Osteuropa. Das in die Geschäftssegmente Products, Services und Appliances eingeteilte Leistungsspektrum der S&T-Gruppe reiche von der Entwicklung, Implementierung und Vermarktung von Computer-Hardware-Lösungen (Products) über IT-Dienstleistungen (Services) bis hin zu selbst entwickelten Produkten (Appliances).
Im Segment Products stehe der Vertrieb von Hardwareprodukten Dritter sowie von Eigenmarken im Vordergrund, zusätzlich würden Leistungen wie Beratung und Implementierung angeboten. In diesem Segment habe die S&T-Gruppe im Geschäftsjahr 2012 einen Außenumsatz in Höhe von 87,6 Mio. Euro (ca. 25,8% des Außenumsatzes der S&T-Gruppe) erzielt. Das Bruttoergebnis des Segments habe im Geschäftsjahr 2012 bei rund 7,8 Mio. Euro gelegen.
Das Segment Services umfasse die Planung, die Umsetzung und das Outsourcing von IT-Lösungen und IT-Dienstleistungen mit den Schwerpunkten Virtualisierung, Storage und Datensicherheit. Der Außenumsatz der S&T-Gruppe in diesem Segment habe 2012 bei rund 214,5 Mio. Euro gelegen (63,2% des gesamten Außenumsatzes), wobei der größte Anteil des Außenumsatzes auf den Bereich "Umsetzung" entfallen sei. Das Bruttoergebnis für das Segment Services habe 2012 rund 83,5 Mio. Euro betragen.
Schwerpunkt des Geschäftssegments Appliances seien die selbst entwickelten Produkte (Eigentechnologieprodukte) der S&T-Gruppe. Hierbei handle es sich um maßgeschneiderte hard- und/oder softwarebasierende Spezialsysteme im Bereich Datensicherheit, die für Nischen in den Märkten Security, Infotainment, Automatisierung und Medizin entwickelt und an Kundenwünsche angepasst würden. Einen weiteren Schwerpunkt bilde der Bereich Cloud Computing, in dem die S&T-Gruppe Kunden, im Zusammenhang mit Cloud-Lösungen Dritter, Sicherheitslösungen zur Sicherung der Kundendaten in der Cloud zur Verfügung stelle. Auf dieses Segment sei 2012 ein Außenumsatz von 37,4 Mio. Euro entfallen (das entspreche 11,09% des Außenumsatzes der S&T-Gruppe). Das Bruttoergebnis im Segment Appliances habe 2012 bei rund 25,3 Mio. Euro gelegen.
Zum 31.12.2012 habe die S&T-Gruppe 1.520 Mitarbeiter beschäftigt. Davon seien ca. 1.000 Mitarbeiter im Servicebereich und ca. 200 Mitarbeiter in der Produktentwicklung tätig gewesen. Die restlichen Mitarbeiter seien in den Bereichen Einkauf, IT und Verwaltung tätig gewesen. Geografisch sei die S&T-Gruppe mit 26 direkten oder indirekten Tochtergesellschaften an Standorten in zwölf Ländern vertreten - in Österreich, Deutschland und der Schweiz (DACH) sowie in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn.
Wirtschaftlich gehe die Emittentin auf die 1990 gegründete S plus S Marketing, Engineering and Computerproduction GmbH zurück. Im Jahr 2000 sei die Gesellschaft auf die Gericom Mobile Computer GmbH verschmolzen worden. 2008 sei die Umfirmierung in Quanmax AG und im Zuge der Verschmelzung der S&T System Integration & Technology Distribution AG auf die Emittentin im Dezember 2012 die Umfirmierung in S&T AG erfolgt.
Der Konzernjahresüberschuss sei auf 9,4 Mio. Euro (Vj. 8,2 Mio. Euro) gestiegen, das EBITA habe bei 13,9 Mio. Euro (Vj. 11,0 Mio. Euro) gelegen. Äußerst positiv habe sich die Liquiditätssituation gegenüber dem Vorjahr verändert: Aufgrund des operativen Cashflows von 10,6 Mio. Euro (Vj. 0,5 Mio. Euro) habe die Nettoverschuldung auf 14,9 Mio. Euro (Vj. 23,6 Mio. Euro) gesenkt werden können. Die liquiden Mittel seien unverändert bei 29,9 Mio. Euro geblieben. Das Konzerneigenkapital liege bei 64,0 Mio. Euro (Vj. 54,6 Mio. Euro), davon würden 61,8 Mio. Euro auf die Anteilsinhaber der S&T AG entfallen.
Für das aktuelle Geschäftsjahr 2013 plane das Management Umsätze von 350 Mio. Euro sowie eine signifikante Steigerung des Konzernergebnisses auf 12 Mio. Euro. Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2013 und die per Dezember 2012 auf 267 Mio. Euro gestiegene Projekt-Pipeline würden diese Erwartungen bestätigen.
Die Gesellschaft beabsichtige, den Nettoemissionserlös zur Refinanzierung und Tilgung von bestehenden Bankverbindlichkeiten der S&T-Gruppe sowie zum Ausgleich noch bestehender Verbindlichkeiten aus bereits getätigten Investitionen zu verwenden, hierbei habe die Refinanzierung und Tilgung der Bankverbindlichkeiten Priorität. Durch die Refinanzierung vor allem der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten solle eine Optimierung der Kapitalstruktur der Emittentin erreicht werden.
Es sei insbesondere beabsichtigt, den Nettoemissionserlös für die letzte Rate in Höhe von rund 6 Mio. Euro der Verbindlichkeiten der ehemaligen S&T System Integration & Technology Distribution AG aus der Vereinbarung über die Restrukturierung der Finanzverbindlichkeiten mit einem Bankenkonsortium zu verwenden.
Als Stärken/Chancen sehe man sehr gute Kennzahlen zur Kapitaldienstfähigkeit, die hohe Transparenz durch Notierung der Aktie im Prime Standard, die internationale Aufstellung, das breite Produkt- und Dienstleistungsportfolio. Margenstarke "Appliances" würden zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Zu Schwächen/Risiken zähle die komplexe Firmenstruktur. Das niedrige Emissionsvolumen dürfte einen wenig liquiden Börsenhandel zur Folge haben.
Das Unternehmen sei profitabel, man erwarte weiter steigende Umsätze und Gewinne. Maßgeblich trage hierzu ein höherer Anteil von margenstarken "Appliances" bei. Die S&T-Anleihe erscheine wegen der weit überdurchschnittlichen Kennzahlen zur Kapitaldienstfähigkeit sehr attraktiv. Die Chancen auf steigende Anleihenkurse dürften sehr gut sein.
Insgesamt zählt die S&T-Anleihe zu den bislang interessantesten Neuemissionen des Jahres, so die Experten von "fixed-income.org". (10.05.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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