STADA-Unternehmensanleihe: Solide Renditechance von rund 3,8%


15.12.11 09:30
Anleihencheck Research

Westerburg (anleihencheck.de) - Der Analyst Sven Krupp von Anleihencheck Research hält die Unternehmensanleihe des Generikaherstellers STADA für ein solides Investment.

Die Unternehmensanleihe der STADA Arzneimittel AG sei mit einem Kupon von 4,00% p.a. ausgestattet, was bei einem aktuellen Kurs von 100,67% einer jährlichen Anleiherendite von 3,78% entspreche.

Die STADA Arzneimittel AG konzentriere sich im Gesundheits- und Pharmamarkt auf die Entwicklung und Vermarktung von Produkten mit Wirkstoffen - in der Regel pharmazeutischen Wirkstoffen -, die frei von gewerblichen Schutzrechten, insbesondere Patenten, seien. Unter Kosten- und Risikoaspekten betreibe STADA bewusst keine Forschung nach neuen pharmazeutischen Wirkstoffen.

Am 10. November 2011 habe die Gesellschaft Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres 2011 präsentiert. Diese seien erneut durch Abschreibungen auf das Serbien-Geschäft belastet worden. Beim Umsatz sei es zu einem Anstieg um 6% auf 1,25 Mrd. Euro gekommen, das operative Ergebnis habe sich jedoch um 44% auf 59,2 Mio. Euro verringert und der Konzerngewinn sei von +38,8 Mio. Euro auf -6,5 Mio. Euro zurückgegangen. Das bereinigte operative Ergebnis sei dagegen um 10% auf 182,1 Mio. Euro gestiegen und der bereinigte Konzerngewinn habe sich auf +99,9 Mio. Euro verbessert. Bei den um einmalige Sondereffekte bereinigten Ertragskennzahlen gehe der STADA-Vorstand sowohl für 2011 als auch für 2012 weiterhin von einem Wachstum aus. Des Weiteren halte die Unternehmensführung unverändert an seiner für 2014 in Aussicht gestellten Langfristprognose fest, nach der bei einem Konzernumsatz von ca. 2,15 Mrd. Euro auf bereinigtem Niveau ein EBITDA von ca. 430 Mio. Euro und ein Konzerngewinn von ca. 215 Mio. Euro - auf der Basis eines weitgehend organischen Geschäfts - erreicht werden sollten.

Bereits im letzten Jahr habe STADA Abschreibungen auf das Serbien-Geschäft vornehmen müssen. Im November habe dann aber die serbische Regierung eine Patronatserklärung abgegeben. Darin verpflichte sich das Land, finanzielle Verpflichtungen und/oder offenen Forderungen der Medikamentenhersteller aus dem Verkauf und den Lieferungen von Medikamenten an staatliche Einrichtungen nach geltendem Recht der Republik Serbien im Jahr 2011 sowie aus dem Verkauf und den Lieferungen für den Zeitraum 2012/2013 zu gewährleisten. Dies ist nach Meinung der Analysten von Anleihencheck Research eindeutig positiv für STADA. Somit sollten keine weiteren Hiobsbotschaften aus Serbien folgen.

Bei STADA sei es, wenn man den Fall Serbien einmal ausklammere, zuletzt sehr gut gelaufen. Operativ kehre man zu zweistelligen Wachstumsraten zurück, dann sei man erfolgreich bei einer AOK-Ausschreibung für den deutschen Generika-Markt gewesen und über neu aufgenommene Schuldscheindarlehen sei für günstige Konditionen die langfristige Refinanzierung gesichert worden.

Per 30.09.2011 habe sich die Eigenkapitalquote der STADA AG auf 34,1% belaufen. Damit stehe der Konzern auf gesunden Beinen. Zumal die weiteren Aussichten für die Gesellschaft gut seien. So weiche allmählich der Druck aus dem deutschen Generikageschäft und in Wachstumsländern sehe man durchaus Gewinnsteigerungspotenzial. Da das Unternehmen außerdem fundamental günstig erscheine, bestehe zusätzliche noch eine latente Übernahmefantasie.

Anleger, denen das Aktienrisiko gegenwärtig aber zu hoch ist, bietet sich nach Meinung Analysten von Anleihencheck Research die oben genannten Anleihe der STADA AG an. Sie sei mit einer jährlichen Rendite von 3,78% eine interessante Alternative zu Staatsanleihen, Festgeld und derzeit Aktien. (15.12.2011/alc/a/a)