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Russland: Zinsanhebung fällt stärker aus als erwartet
27.05.21 10:15
Raiffeisen Capital Management
Wien (www.anleihencheck.de) - Die russische Wirtschaftsleistung ist im März erstmals seit der Pandemie wieder leicht gewachsen (+0,5%) und auch die Industrieproduktion legte mit 1,1% stärker zu als von den meisten Analysten erwartet, so die Analysten von Raiffeisen Capital Management im aktuellen "emreport".
Für das gesamte erste Quartal 2021 habe die Wirtschaftsleistung nur noch rund 1,4% unter dem Wert des ersten Quartals 2020 gelegen. Damit habe man fast schon wieder das Vor-Pandemie-Niveau erreicht. Für das Gesamtjahr 2021 rechne das Finanzministerium mit einem Wirtschaftswachstum von 3,3%. Russlands Notenbank habe unterdessen den Leitzins abermals angehoben, auf nunmehr 5% von zuvor 4,5%, ein größerer Zinsschritt als vom Markt erwartet. Armutsbekämpfung, höhere Sozialausgaben, Investitionen in Gesundheitswesen, Schulen und Infrastruktur sowie ambitionierte Pläne zur Reduktion von Umweltverschmutzung und Treibhausgasen seien Kernpunkte der Rede von Präsident Putin zur Lage der Nation Ende April gewesen. Größere Anstrengungen sollten unternommen werden, um inländische Investitionen zu fördern, sowohl durch institutionelle Reformen als auch mögliche Veränderungen im Steuersystem. Putin habe angemerkt, dass trotz der Krise 2020 viele russische Unternehmen glänzende Gewinne eingefahren hätten und dass ein größerer Teil davon für neue Investitionen genutzt werden sollte anstatt als Dividenden ausgeschüttet zu werden. Möglicherweise werde man über das Steuersystem entsprechende Anreize schaffen, wobei Putin unter anderem den Tourismussektor als ein lohnendes Gebiet für solche Investitionen genannt habe.
Die Aktienkurse in Moskau hätten sich im April per Saldo nur wenig bewegt und hätten kaum verändert gegenüber dem Stand von Ende März geschlossen. (27.05.2021/alc/a/a)
Für das gesamte erste Quartal 2021 habe die Wirtschaftsleistung nur noch rund 1,4% unter dem Wert des ersten Quartals 2020 gelegen. Damit habe man fast schon wieder das Vor-Pandemie-Niveau erreicht. Für das Gesamtjahr 2021 rechne das Finanzministerium mit einem Wirtschaftswachstum von 3,3%. Russlands Notenbank habe unterdessen den Leitzins abermals angehoben, auf nunmehr 5% von zuvor 4,5%, ein größerer Zinsschritt als vom Markt erwartet. Armutsbekämpfung, höhere Sozialausgaben, Investitionen in Gesundheitswesen, Schulen und Infrastruktur sowie ambitionierte Pläne zur Reduktion von Umweltverschmutzung und Treibhausgasen seien Kernpunkte der Rede von Präsident Putin zur Lage der Nation Ende April gewesen. Größere Anstrengungen sollten unternommen werden, um inländische Investitionen zu fördern, sowohl durch institutionelle Reformen als auch mögliche Veränderungen im Steuersystem. Putin habe angemerkt, dass trotz der Krise 2020 viele russische Unternehmen glänzende Gewinne eingefahren hätten und dass ein größerer Teil davon für neue Investitionen genutzt werden sollte anstatt als Dividenden ausgeschüttet zu werden. Möglicherweise werde man über das Steuersystem entsprechende Anreize schaffen, wobei Putin unter anderem den Tourismussektor als ein lohnendes Gebiet für solche Investitionen genannt habe.
Die Aktienkurse in Moskau hätten sich im April per Saldo nur wenig bewegt und hätten kaum verändert gegenüber dem Stand von Ende März geschlossen. (27.05.2021/alc/a/a)


