Rentenmarkt: Auch technisch belastet


13.02.23 09:07
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Verschiebung der Zinserwartungen sowohl in den USA als auch hierzulande hat sich in der letzten Woche fortgesetzt und wurde nur phasenweise unterbrochen, z.B. von der unter den Erwartungen liegenden deutschen Inflation, so die Analysten der Helaba.

Vor diesem Hintergrund hätten die Rentenmärkte beiderseits des Atlantiks unter Druck gestanden, wie auch der Eurokurs, während sich die Aktiennotierungen im Wochenvergleich knapp hätten behaupten können.

Am Rentenmarkt sei auffällig, dass die zyklischen Renditehochs sowohl in den USA als auch in Deutschland trotz der jüngsten Anstiege noch nicht wieder hätten überwunden werden können. Bei 10-jährigen Bundesanleihen sei das Hoch bei 2,57% Ende Dezember erreicht worden und so scheine noch Luft nach oben vorhanden zu sein. In den USA habe der Wert Ende Dezember bei 3,90% gelegen, das Hoch sei hier bereits im Oktober bei 4,33% markiert worden und sei vom aktuellen Niveau von etwas über 3,70% erheblich entfernt.

Die technische Situation beim Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sei weiterhin als belastend einzustufen. So würden sich MACD und Stochastik unterhalb der Signallinien gen Süden richten und auch der RSI gebe in der Tendenz nach. Der niedrige, unter 20 liegende ADX weise derweil auf eine trendlose Marktverfassung hin. Sollte die Zone 135,62/71 nachhaltig durchbrochen werden, bestehe Raum bis 135,00 oder 134,50. (13.02.2023/alc/a/a)




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