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Rentenmarkt erlebt Déjà-vu
04.03.19 13:30
Alte Leipziger Trust
Oberursel (www.anleihencheck.de) - Schon im Jahr 2015 hatte sich die globale Konjunktur vor allem aus Sorge um die chinesische Wirtschaftsentwicklung eingetrübt und zunächst für Korrekturen an den Zins- und Aktienmärkten gesorgt, so die Experten der Alte Leipziger Trust.
Die Inflationsrate sei seinerzeit deutlich zurückgegangen, und die EZB habe im März 2015 ihr Ankaufprogramm gestartet. 10-jährige Bundrenditen seien von knapp unter 1% auf unter -0,1% im Jahr 2016 gefallen. Doch die globale Konjunktureintrübung habe sich nur von kurzer Dauer erwiesen. Statt Rezession mit Krisenstimmung habe es dann jedoch einen "soft-patch" gegeben. Die Industrieproduktion und der Welthandel hätten sich relativ schnell erholt. Es sei im Anschluss eine Boomphase im Jahr 2017 gefolgt. Auch aktuell werde die Konjunktureintrübung von einem deutlichen Rückgang der Renditen begleitet. US-Renditen seien von 3,1% im Oktober 2018 auf gegenwärtig 2,65% gesunken, während 10-jährige Bundrenditen erneut die 0% anpeilen würden.
Während die FED eine Verschnaufpause bei ihren Zinsanhebungen signalisiere, erwarte der Markt zunehmend Zinssenkungen vor allem im nächsten Jahr. Gleichzeitig greife in der Euro-Zone der Begriff "Japanisierung" um sich. Gemeint seien nicht nur anhaltend negative Zinsen am kurzen Ende, sondern auch eine aktivere Notenbankpolitik über alle Zinslaufzeiten. Zwar liege die deutsche Zinskurve bis zu einer Laufzeit von sieben Jahren bereits deutlich unter der japanischen, jedoch sei sie im Vergleich zur japanischen relativ steil. Japanischen Verhältnissen würde eher eine flachere Kurve mit niedrigen Werten am langen Ende entsprechen. Damit verbunden wären anhaltend negative Zinsniveaus über die gesamte Laufzeit. Ob es dazu komme, würden die kommenden Entwicklungen zeigen. (Ausgabe März 2019) (04.03.2019/alc/a/a)
Die Inflationsrate sei seinerzeit deutlich zurückgegangen, und die EZB habe im März 2015 ihr Ankaufprogramm gestartet. 10-jährige Bundrenditen seien von knapp unter 1% auf unter -0,1% im Jahr 2016 gefallen. Doch die globale Konjunktureintrübung habe sich nur von kurzer Dauer erwiesen. Statt Rezession mit Krisenstimmung habe es dann jedoch einen "soft-patch" gegeben. Die Industrieproduktion und der Welthandel hätten sich relativ schnell erholt. Es sei im Anschluss eine Boomphase im Jahr 2017 gefolgt. Auch aktuell werde die Konjunktureintrübung von einem deutlichen Rückgang der Renditen begleitet. US-Renditen seien von 3,1% im Oktober 2018 auf gegenwärtig 2,65% gesunken, während 10-jährige Bundrenditen erneut die 0% anpeilen würden.
Während die FED eine Verschnaufpause bei ihren Zinsanhebungen signalisiere, erwarte der Markt zunehmend Zinssenkungen vor allem im nächsten Jahr. Gleichzeitig greife in der Euro-Zone der Begriff "Japanisierung" um sich. Gemeint seien nicht nur anhaltend negative Zinsen am kurzen Ende, sondern auch eine aktivere Notenbankpolitik über alle Zinslaufzeiten. Zwar liege die deutsche Zinskurve bis zu einer Laufzeit von sieben Jahren bereits deutlich unter der japanischen, jedoch sei sie im Vergleich zur japanischen relativ steil. Japanischen Verhältnissen würde eher eine flachere Kurve mit niedrigen Werten am langen Ende entsprechen. Damit verbunden wären anhaltend negative Zinsniveaus über die gesamte Laufzeit. Ob es dazu komme, würden die kommenden Entwicklungen zeigen. (Ausgabe März 2019) (04.03.2019/alc/a/a)


