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Rentenmarkt: Wird Italien zum Sargnagel für Europa?
14.03.13 15:56
Baader Bank
Unterschleissheim (www.anleihencheck.de) - Die italienische Tragödie wird immer mehr zum Problem für Euroland und somit auch für Deutschland, so Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank.
Einerseits wolle man hierzulande - historisch bedingt - beweisen, dass man für Europa ein verlässlicher Partner sei. Aber andererseits beherrsche die Angst vor einem wirtschaftlichen Kollaps in verschiedenen Euroländern das Handeln der deutschen Bundesregierung. Denn mit jedem Downgrade der anderen "Euro-Stützpfeiler" würden die angehäuften Risiken weiter aus dem Ruder laufen und die wirtschaftlich schwachen Länder würden sich noch mehr an die "Konjunktur-Lokomotive" Deutschland klammern. Dies sei zwar - neutral bewertet - nachvollziehbar, aber in Deutschland werde mit einem solchen Verhalten in der Folge nationales Gedankengut gefördert.
Somit sei zu befürchten, dass es auch in Deutschland nur noch eine Frage der Zeit sei, bis eine "Anti-Euro-Partei" gegründet werde. Ob dies noch vor der diesjährigen Bundestagswahl passieren werde, dürfe zwar bezweifelt werden, aber durch das Verhalten in den Krisenstaaten sei bereits der gedankliche "Grundstein" dafür gelegt worden. Zeitgleich sei der Bericht der Deutschen Bundesbank zur Vermögensverteilung innerhalb der Eurozone ein hochexplosiver Sprengstoff. Denn es könne nicht sein, dass in Deutschland gezahlte Steuern ins europäische Ausland fließen würden, da diese Staaten nicht in der Lage seien, die festgesetzten Steuern einzutreiben.
In Deutschland hingegen werde an allen Ecken und Enden gespart. Jeder könne das feststellen. So würden etwa viele Autobahnbrücken vor sich hin rosten und seien für Schwertransporte nicht mehr befahrbar. Oftmals stünden auch Schwimmbäder, Bibliotheken, Sportstätten und vieles mehr wegen fehlender Gelder den Bürgern nicht mehr zur Verfügung. Und selbst für den Unterhalt der Universitäten, also einer zentralen Institution des nationalen Projekts "Zukunft", würden die Gelder fehlen.
Wenn dies so weitergehe, könne Europa in naher Zukunft im Chaos der nationalen Bewegungen versinken. Es sei aber nicht auszuschließen, dass sich Italien schon bald vom Euro verabschiede. Sei man bei der Gründung der gemeinsamen Währung noch davon ausgegangen, dass das Motto "bis dass der Tod euch scheidet" für lange Zeit gelte, so bestehe inzwischen die Gefahr, dass sich hoch verschuldete Staaten klammheimlich aus dem gemeinsamen Projekt zurückziehen würden. Eigentlich sollte der Euro als Gegengewicht zum USD installiert werden. Für Deutschland bestehe nun die Gefahr, dass man im Falle eines Scheiterns des europäischen Gedankens der große Verlierer werden könnte und auch ohne Krieg einen Wiederaufbau schultern müsste.
Dennoch dürfen wir uns nicht erpressen lassen, so die Analysten der Baader Bank Nur ein gemeinsamer Überlebenswille sei ein Garant für den Fortbestand Europas und nicht ein erzwungener Staatenbund. Der Zerfall des ehemaligen Jugoslawien sollte stets Mahnung sein, was passieren könne, wenn sich nationale Strömungen ihren Weg bahnen würden.
Des einen Freud, des anderen Leid. Was den Anleger am Rentenmarkt freue, finde der Aktionär betrüblich. Die Commerzbank zahle dem Bankenrettungsfonds Soffin Stille Einlagen über 1,6 Mrd. Euro zurück, was an den Märkten unterschiedlich goutiert werde. Während die Aktie des Instituts kräftige Abschläge bis zu 14% habe hinnehmen müssen, seien die Preise für Commerzbank-Bonds gestiegen.
Von dieser Entwicklung hätten unter anderem Nachranganleihen der Commerzbank mit Laufzeit bis 3/2019 (ISIN DE000CB83CE3 / WKN CB83CE) und einer Rendite von ca. 4,6% sowie mit Laufzeit 3/2021 und rund 6,1% Rendite (ISIN DE000CB83CF0 / WKN CB83CF) profitieren können, die in der Spitze um 2,5 bzw. 2,2 Prozentpunkte zugelegt hätten. Die Rückzahlung der Soffin-Gelder sollte über eine Kapitalerhöhung von 2,5 Mrd. Euro finanziert werden, womit der Staatsanteil an dem Institut auf unter 25% sinke. Mit der vorzeitigen Rückzahlung würden für die Bank auch fällige Zinsen in Höhe von 9% auf die 1,6 Mrd. Euro wegfallen. Gleichzeitig solle eine frühere Finanzspritze der Allianz über 750 Mio. Euro zurückgezahlt werden.
Wolfgang Schäuble sei enttäuscht. Statt der geplanten 1,5 Mrd. Euro überweise die Deutsche Bundesbank dem Bundesfinanzminister nur noch einen Gewinn in der niedrigen Höhe des Vorjahres von 664 Mio. Euro. Die Ursache für den Gewinn, der niedriger als erwartet sei, liege in der erhöhten Risikovorsorge, die die Bundesbank getroffen habe. Mit 14,4 Mrd. Euro habe Bundesbankchef Jens Weidmann diese Position im Vergleich zu 2009 versiebenfacht. Das müsse all jenen, die die Eurokrise schon wieder klein hätten reden wollen, ein Warnsignal sein.
Die Botschaft von Weidmann sei klar: Die Ausfallwahrscheinlichkeiten für die Staatsanleihen hochverschuldeter Euroländer, die Weidmann widerstrebend auf Geheiß der Europäischen Zentralbank habe aufkaufen müssen, hätten sich erhöht. Denn sollten Länder wie Italien oder Spanien ihre Schuldtitel eines Tages nicht zurückbezahlen, müssten die Notenbanken europaweit die Papiere abschreiben. Und dafür dürften im Zweifel die zurückgestellten 14,4 Mrd. Euro kaum reichen, habe doch die Bundesbank seit Mai 2010 für mehr als stattliche 200 Mrd. Euro Staatsanleihen von Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Italien aufgekauft.
Selbst die verbleibenden 664 Mio. Euro Bundesbank-Gewinn dürfe Schäuble nicht für den eigenen Haushalt verwenden. Rund 600 Mio. Euro davon müsse der Finanzminister an Griechenland transferieren. Wie er mit seinen Euro-Ressortkollegen vereinbart habe, sollten die Zinsgewinne, die mit den aufgekauften Hellas-Bonds angefallen seien, wieder nach Athen rücküberwiesen werden.
Mitgefangen, mitgehangen - ein solches Schicksal würden mitunter Anleihen erfahren, die etwa aufgrund eines Downgrades des Herkunftslandes ihrer Emittenten den Status "Investment Grade" verlieren würden. Weitere Ursachen für verschlechterte Bonitätsnoten könnten schwächelnde Geschäftsmodelle, verschlechterte Bilanzstrukturen oder schrumpfende liquide Mittel sein. Dennoch seien diese Bonds nicht mit klassischen Hochzinsanleihen gleichzusetzen, habe Ernst Konrad, Vermögensverwalter bei Eyb & Wallwitz, dieser Tage betont. Während die "Fallen Angels" auf eine Ausfallrate von 1,5% kämen, liege diese Quote für klassische Hochzinsanleihen bei 4,3%. Profi-Investoren in den USA hätten diese Marktnische längst entdeckt.
Doch auch hierzulande sei festzustellen, dass die Anleger immer wieder nach schlecht gerateten Corporate Bonds nachfragen würden, denen man dennoch mehr zutraue, als die Bonitätsnote besage. So hätten in dieser Woche an den Börsen Düsseldorf und München selektiv Titel von ThyssenKrupp mit Laufzeit 8/2018 und ca. 3,6% Rendite sowie von Nokia mit Laufzeit 2/2019 und ca. 5,4% Rendite auf den Kauflisten gestanden. Ebenso seien Anleger auf der Suche nach Unternehmensanleihen von HeidelbergCement, die bis 4/2020 laufen und mit ca. 4% rentieren würden, sowie einem Titel von Lafarge, der bei einer Laufzeit 3/2020 rund 3,7% Rendite abwerfe, gewesen.
Eine "La-Ola-Welle" gehe durchs Land, denn die Bundesregierung plane die niedrigste Neuverschuldung seit Jahrzehnten. Der zweite Teil sei korrekt, aber der erste Teil weit gefehlt. Eine Neuverschuldung in Höhe von 6,4 Mrd. Euro (geplant für 2014) alleine habe keine Aussagekraft. Denn erstens bedeute dies weiterhin, dass mehr Geld ausgegeben werde, als eingenommen werde. Die großen Risiken, die durch die Übernahme von Bürgschaften für Rettungsschirme entstanden seien, würden klein geredet.
Auch die Tatsache, dass jeder Bürger in Deutschland jeden Tag einen Verlust an Lebensqualität registriere, lasse keine Freude aufkommen. Sollten sich in den nächsten Jahren aber auch in Deutschland konjunkturelle Schwächen einstellen und die tatsächlichen Steuereinnahmen nicht mehr den "Planzahlen" entsprechen, dann könne das Konstrukt sehr schnell ins Wanken geraten. Dann wäre der für 2015 anvisierte ausgeglichene Haushalt eine Farce. Aber auch von einer Rückzahlung der Staatsschulden sei man noch weit entfernt.
Trotz der Verschuldung würden sich die Politiker aber noch keine Gedanken zur Altersversorgung machen. Schon bald würden die geburtenstarken Jahrgänge ihre Anträge stellen und dann werde sich das wahre Ausmaß der finanziellen Ausstattung zeigen. Sei 1970 durchschnittlich ca. 11,5 Jahre lang Rente bezogen worden, so seien es inzwischen ca. 18,5 Jahre. Diese Finanzierungslücke und die nach dem Mauerfall erhöhte Anzahl der Bezugsberechtigten lasse Schlimmes erahnen. Das Renteneintrittsalter mit 67 werde bereits in wenigen Jahren nicht mehr Bestand haben und eine weitere Erhöhung auf über 70 Jahre könne nur durch eine höhere Selbstbeteiligung (Bürgerversicherung) vermieden werden.
Diese aus dem Sozialsystem entstandene Finanzierungslücke lasse die Meldung "Bund plant niedrigste Neuverschuldung seit Jahrzehnten" in einem völlig anderen Licht erscheinen.
In der vergangenen Woche habe der niederländische Telekommunikationskonzern KPN eine nachrangige Perpetual-Anleihe (ISIN XS0903872355 / WKN A1HG9D) im Volumen von 1,1 Mrd. Euro emittiert. Die Anleihe habe drei Kündigungstermine, jeweils zum 14. September 2018, 2023 und 2038. Der Kupon betrage bis zum 14. September 2018 6,125%. Werde die Anleihe zu diesem Stichtag seitens des Emittenten nicht gekündigt, berechne sich der Kupon ab diesem Zeitpunkt aus dem dann gültigen Fünf-Jahres Mid Swap Satz +5,202%. Werde die Anleihe am 14. September 2023 bzw. 2038 nicht gekündigt, addiere sich zum dann herrschenden Fünf-Jahres Mid Swap Satz ein Spread von +5,452% bzw. +6,202%.
Am Montag dieser Woche habe die österreichische Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H, eine Bevorratungsgesellschaft für Erdöl und Erdölprodukte, eine 500 Mio. Euro große Anleihe (ISIN XS0905658349 / WKN A1HG88) mit Fälligkeit März 2028 emittiert. Gepreist worden sei die Anleihe bei 99,202%, was einem Spread von +59 BP über Mid Swap bzw. +131,50 BP über Bunds entsprochen habe. Den Investoren zahle das Unternehmen einen Kupon von 2,75%.
Ebenso am Montag habe die Renault Bank (RCI-Bank) eine bis Januar 2018 laufende Anleihe (ISIN XS0905797113 / WKN A1HG85) emittiert. Auf diese Weise seien 600 Mio. Euro über den Kapitalmarkt zu 2,875% aufgenommen worden. Gepeist worden sei die Anleihe bei einem Kurs von 99,765%. Dies habe einem Spread von +244,30 BP über Bunds entsprochen.
Am Dienstag habe der italienische Autobauer Fiat eine Anleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren (ISIN XS0906420574 / WKN A1HHEE, Fälligkeit März 2018) emittiert. Die erste Guidance habe sich im Bereich +605 BP über Mid Swap bewegt, der Kupon sei mit ca. 7% erwartet worden. Gepreist worden sei die Anleihe bei einer Rendite von 6,625% und einem Kurs von 100%. Dies habe einem Spread von +569,4 BP gegen Mid Swap entsprochen (+617 BP gegen Bunds). Das Volumen der Anleihe betrage 1,25 Mrd. Euro. Zuletzt habe die Anleihe bei 101% gehandelt, dies verdeutliche den weiter großen Appetit der Investoren auf Rendite.
Nach dem Rollover in den Juni Kontrakt und nach der EZB-Sitzung am vergangenen Donnerstag sei dem Euro-Bund-Future etwas die Luft ausgegangen. Habe die Rede von EZB-Chef Mario Draghi, gepaart mit erfreulichen US-Arbeitsmarktdaten am Freitag, für steigende Aktienkurse gesorgt, so hätten die Notierungen des Sorgenbarometers an einen mehrstufigen Wasserfall erinnert. Hier sei es von 143,44% über 142,72% bis auf 142,27% abwärts gegangen.
Aber schon zu Beginn dieser Handelswoche sei das Wasser wieder bergauf gelaufen. Allerdings nicht wie bei einem Kinderexperiment durch die Kohäsionskraft, sondern durch schwache Wirtschaftsdaten aus Frankreich und dem Vereinigten Königreich. Aktuell notiere der Euro-Bund-Future knapp unterhalb von 143%, also in der Mitte der charttechnischen Leitplanken. Denn der Bereich um 141,85% (mehrere Januarhochs) stelle eine kräftige Unterstützung dar und die Marke von 143,96% (Hoch vom 04.03.2013) werde vorerst als Widerstand bestehen bleiben.
Im Hinblick auf die anstehenden Entscheidungen in Italien und auf Zypern sei damit zu rechnen, dass sich der Euro-Bund-Future bei hoher Volatilität in dieser Bandbreite bewegen werde. Erst ein Durchbrechen dieser Begrenzungslinien würde eine Neubewertung der Situation erforderlich machen.
Trotz der vielen noch nicht gelösten Probleme seien in dieser Handelswoche die Finanzagenturen diverser europäischer Problemstaaten wieder mutiger geworden und hätten die Gunst der Stunde genutzt. Teilweise seien sogar Refinanzierungen angekündigt worden, die nicht geplant gewesen seien.
So zum Beispiel seitens Irlands, das nach vielen Jahren der Abstinenz wieder eine zehnjährige Anleihe am Kapitalmarkt im Volumen von 5 Mrd. Euro platziert habe. Die Gebote hätten sich sogar auf 12 Mrd. Euro summiert. Während der Finanzkrise hätten zehnjährige Staatsanleihen Irlands noch bei über 15% notiert und somit sei die heute zu erzielende Rendite von 4,15% ein Geschenk für die irische Staatsregierung. Aber auch Spanien habe für heute - nach gelungenen Auktionen für Geldmarktpapiere - die Begebung von länger laufenden Anleihen angekündigt, die in den Jahren 2029, 2040 und 2041 fällig seien.
In Deutschland hätten ebenfalls Aufstockungen zweier Bundeswertpapiere auf der Agenda gestanden. Dabei sei das Volumen der inflationsindexierten Anleihe (ISIN DE0001030542 / WKN 103054) um 1 Mrd. Euro auf insgesamt 9 Mrd. Euro erhöht worden. Die Zuteilung der 1,8fach überzeichneten Anleihe sei bei einer realen Durchschnittsrendite von -0,34% erfolgt. Die zweijährigen Bundesschatzanweisungen (ISIN DE0001137412 / WKN 113741) hingegen seien bei einer 1,7fachen Überzeichnung mit einer Durchschnittsrendite von +0,06% zugeteilt worden. Das Gesamtvolumen der Emission belaufe sich nach der Aufstockung um 5 Mrd. Euro nun auf insgesamt 10 Mrd. Euro.
In dieser Handelswoche habe der Euro gegenüber dem USD weitere Rückschläge hinnehmen müssen. Denn die Marke von 1,30 USD sei unterschritten worden und somit habe der negative Trend nicht gestoppt werden können. Die Herabstufung Italiens und die vielen ungelösten Probleme würden die Devisenhändler also weiterhin verunsichern. In der Vergangenheit habe sich Europa nicht in der Lage gezeigt, Probleme anzugehen und zu lösen. Dieser zögerlichen Haltung werde nun Tribut gezollt. Es sei Zeit, dass Entscheidungen getroffen würden und diese gelte es dann auch umzusetzen. Erst dann sei wieder mit einem Wertzuwachs beim Euro zu rechnen. Aber alles habe bekanntlich zwei Seiten, denn die Diskussionen um "Währungskriege" sei seit etwa zwei Wochen kein Thema mehr im deutschen Fernsehen.
Weiterhin würden sich die Blicke der Anleger auf Alternativwährungen richten, da auch ein Ausscheiden einzelner Staaten aus dem Euroverbund immer wieder diskutiert werde. Somit würden Anleihen auf Australische Dollar und Norwegische Kronen auf den Kauflisten der Euroskeptiker bleiben.
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Einerseits wolle man hierzulande - historisch bedingt - beweisen, dass man für Europa ein verlässlicher Partner sei. Aber andererseits beherrsche die Angst vor einem wirtschaftlichen Kollaps in verschiedenen Euroländern das Handeln der deutschen Bundesregierung. Denn mit jedem Downgrade der anderen "Euro-Stützpfeiler" würden die angehäuften Risiken weiter aus dem Ruder laufen und die wirtschaftlich schwachen Länder würden sich noch mehr an die "Konjunktur-Lokomotive" Deutschland klammern. Dies sei zwar - neutral bewertet - nachvollziehbar, aber in Deutschland werde mit einem solchen Verhalten in der Folge nationales Gedankengut gefördert.
Somit sei zu befürchten, dass es auch in Deutschland nur noch eine Frage der Zeit sei, bis eine "Anti-Euro-Partei" gegründet werde. Ob dies noch vor der diesjährigen Bundestagswahl passieren werde, dürfe zwar bezweifelt werden, aber durch das Verhalten in den Krisenstaaten sei bereits der gedankliche "Grundstein" dafür gelegt worden. Zeitgleich sei der Bericht der Deutschen Bundesbank zur Vermögensverteilung innerhalb der Eurozone ein hochexplosiver Sprengstoff. Denn es könne nicht sein, dass in Deutschland gezahlte Steuern ins europäische Ausland fließen würden, da diese Staaten nicht in der Lage seien, die festgesetzten Steuern einzutreiben.
In Deutschland hingegen werde an allen Ecken und Enden gespart. Jeder könne das feststellen. So würden etwa viele Autobahnbrücken vor sich hin rosten und seien für Schwertransporte nicht mehr befahrbar. Oftmals stünden auch Schwimmbäder, Bibliotheken, Sportstätten und vieles mehr wegen fehlender Gelder den Bürgern nicht mehr zur Verfügung. Und selbst für den Unterhalt der Universitäten, also einer zentralen Institution des nationalen Projekts "Zukunft", würden die Gelder fehlen.
Wenn dies so weitergehe, könne Europa in naher Zukunft im Chaos der nationalen Bewegungen versinken. Es sei aber nicht auszuschließen, dass sich Italien schon bald vom Euro verabschiede. Sei man bei der Gründung der gemeinsamen Währung noch davon ausgegangen, dass das Motto "bis dass der Tod euch scheidet" für lange Zeit gelte, so bestehe inzwischen die Gefahr, dass sich hoch verschuldete Staaten klammheimlich aus dem gemeinsamen Projekt zurückziehen würden. Eigentlich sollte der Euro als Gegengewicht zum USD installiert werden. Für Deutschland bestehe nun die Gefahr, dass man im Falle eines Scheiterns des europäischen Gedankens der große Verlierer werden könnte und auch ohne Krieg einen Wiederaufbau schultern müsste.
Dennoch dürfen wir uns nicht erpressen lassen, so die Analysten der Baader Bank Nur ein gemeinsamer Überlebenswille sei ein Garant für den Fortbestand Europas und nicht ein erzwungener Staatenbund. Der Zerfall des ehemaligen Jugoslawien sollte stets Mahnung sein, was passieren könne, wenn sich nationale Strömungen ihren Weg bahnen würden.
Des einen Freud, des anderen Leid. Was den Anleger am Rentenmarkt freue, finde der Aktionär betrüblich. Die Commerzbank zahle dem Bankenrettungsfonds Soffin Stille Einlagen über 1,6 Mrd. Euro zurück, was an den Märkten unterschiedlich goutiert werde. Während die Aktie des Instituts kräftige Abschläge bis zu 14% habe hinnehmen müssen, seien die Preise für Commerzbank-Bonds gestiegen.
Von dieser Entwicklung hätten unter anderem Nachranganleihen der Commerzbank mit Laufzeit bis 3/2019 (ISIN DE000CB83CE3 / WKN CB83CE) und einer Rendite von ca. 4,6% sowie mit Laufzeit 3/2021 und rund 6,1% Rendite (ISIN DE000CB83CF0 / WKN CB83CF) profitieren können, die in der Spitze um 2,5 bzw. 2,2 Prozentpunkte zugelegt hätten. Die Rückzahlung der Soffin-Gelder sollte über eine Kapitalerhöhung von 2,5 Mrd. Euro finanziert werden, womit der Staatsanteil an dem Institut auf unter 25% sinke. Mit der vorzeitigen Rückzahlung würden für die Bank auch fällige Zinsen in Höhe von 9% auf die 1,6 Mrd. Euro wegfallen. Gleichzeitig solle eine frühere Finanzspritze der Allianz über 750 Mio. Euro zurückgezahlt werden.
Wolfgang Schäuble sei enttäuscht. Statt der geplanten 1,5 Mrd. Euro überweise die Deutsche Bundesbank dem Bundesfinanzminister nur noch einen Gewinn in der niedrigen Höhe des Vorjahres von 664 Mio. Euro. Die Ursache für den Gewinn, der niedriger als erwartet sei, liege in der erhöhten Risikovorsorge, die die Bundesbank getroffen habe. Mit 14,4 Mrd. Euro habe Bundesbankchef Jens Weidmann diese Position im Vergleich zu 2009 versiebenfacht. Das müsse all jenen, die die Eurokrise schon wieder klein hätten reden wollen, ein Warnsignal sein.
Die Botschaft von Weidmann sei klar: Die Ausfallwahrscheinlichkeiten für die Staatsanleihen hochverschuldeter Euroländer, die Weidmann widerstrebend auf Geheiß der Europäischen Zentralbank habe aufkaufen müssen, hätten sich erhöht. Denn sollten Länder wie Italien oder Spanien ihre Schuldtitel eines Tages nicht zurückbezahlen, müssten die Notenbanken europaweit die Papiere abschreiben. Und dafür dürften im Zweifel die zurückgestellten 14,4 Mrd. Euro kaum reichen, habe doch die Bundesbank seit Mai 2010 für mehr als stattliche 200 Mrd. Euro Staatsanleihen von Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Italien aufgekauft.
Selbst die verbleibenden 664 Mio. Euro Bundesbank-Gewinn dürfe Schäuble nicht für den eigenen Haushalt verwenden. Rund 600 Mio. Euro davon müsse der Finanzminister an Griechenland transferieren. Wie er mit seinen Euro-Ressortkollegen vereinbart habe, sollten die Zinsgewinne, die mit den aufgekauften Hellas-Bonds angefallen seien, wieder nach Athen rücküberwiesen werden.
Mitgefangen, mitgehangen - ein solches Schicksal würden mitunter Anleihen erfahren, die etwa aufgrund eines Downgrades des Herkunftslandes ihrer Emittenten den Status "Investment Grade" verlieren würden. Weitere Ursachen für verschlechterte Bonitätsnoten könnten schwächelnde Geschäftsmodelle, verschlechterte Bilanzstrukturen oder schrumpfende liquide Mittel sein. Dennoch seien diese Bonds nicht mit klassischen Hochzinsanleihen gleichzusetzen, habe Ernst Konrad, Vermögensverwalter bei Eyb & Wallwitz, dieser Tage betont. Während die "Fallen Angels" auf eine Ausfallrate von 1,5% kämen, liege diese Quote für klassische Hochzinsanleihen bei 4,3%. Profi-Investoren in den USA hätten diese Marktnische längst entdeckt.
Doch auch hierzulande sei festzustellen, dass die Anleger immer wieder nach schlecht gerateten Corporate Bonds nachfragen würden, denen man dennoch mehr zutraue, als die Bonitätsnote besage. So hätten in dieser Woche an den Börsen Düsseldorf und München selektiv Titel von ThyssenKrupp mit Laufzeit 8/2018 und ca. 3,6% Rendite sowie von Nokia mit Laufzeit 2/2019 und ca. 5,4% Rendite auf den Kauflisten gestanden. Ebenso seien Anleger auf der Suche nach Unternehmensanleihen von HeidelbergCement, die bis 4/2020 laufen und mit ca. 4% rentieren würden, sowie einem Titel von Lafarge, der bei einer Laufzeit 3/2020 rund 3,7% Rendite abwerfe, gewesen.
Eine "La-Ola-Welle" gehe durchs Land, denn die Bundesregierung plane die niedrigste Neuverschuldung seit Jahrzehnten. Der zweite Teil sei korrekt, aber der erste Teil weit gefehlt. Eine Neuverschuldung in Höhe von 6,4 Mrd. Euro (geplant für 2014) alleine habe keine Aussagekraft. Denn erstens bedeute dies weiterhin, dass mehr Geld ausgegeben werde, als eingenommen werde. Die großen Risiken, die durch die Übernahme von Bürgschaften für Rettungsschirme entstanden seien, würden klein geredet.
Auch die Tatsache, dass jeder Bürger in Deutschland jeden Tag einen Verlust an Lebensqualität registriere, lasse keine Freude aufkommen. Sollten sich in den nächsten Jahren aber auch in Deutschland konjunkturelle Schwächen einstellen und die tatsächlichen Steuereinnahmen nicht mehr den "Planzahlen" entsprechen, dann könne das Konstrukt sehr schnell ins Wanken geraten. Dann wäre der für 2015 anvisierte ausgeglichene Haushalt eine Farce. Aber auch von einer Rückzahlung der Staatsschulden sei man noch weit entfernt.
Trotz der Verschuldung würden sich die Politiker aber noch keine Gedanken zur Altersversorgung machen. Schon bald würden die geburtenstarken Jahrgänge ihre Anträge stellen und dann werde sich das wahre Ausmaß der finanziellen Ausstattung zeigen. Sei 1970 durchschnittlich ca. 11,5 Jahre lang Rente bezogen worden, so seien es inzwischen ca. 18,5 Jahre. Diese Finanzierungslücke und die nach dem Mauerfall erhöhte Anzahl der Bezugsberechtigten lasse Schlimmes erahnen. Das Renteneintrittsalter mit 67 werde bereits in wenigen Jahren nicht mehr Bestand haben und eine weitere Erhöhung auf über 70 Jahre könne nur durch eine höhere Selbstbeteiligung (Bürgerversicherung) vermieden werden.
Diese aus dem Sozialsystem entstandene Finanzierungslücke lasse die Meldung "Bund plant niedrigste Neuverschuldung seit Jahrzehnten" in einem völlig anderen Licht erscheinen.
In der vergangenen Woche habe der niederländische Telekommunikationskonzern KPN eine nachrangige Perpetual-Anleihe (ISIN XS0903872355 / WKN A1HG9D) im Volumen von 1,1 Mrd. Euro emittiert. Die Anleihe habe drei Kündigungstermine, jeweils zum 14. September 2018, 2023 und 2038. Der Kupon betrage bis zum 14. September 2018 6,125%. Werde die Anleihe zu diesem Stichtag seitens des Emittenten nicht gekündigt, berechne sich der Kupon ab diesem Zeitpunkt aus dem dann gültigen Fünf-Jahres Mid Swap Satz +5,202%. Werde die Anleihe am 14. September 2023 bzw. 2038 nicht gekündigt, addiere sich zum dann herrschenden Fünf-Jahres Mid Swap Satz ein Spread von +5,452% bzw. +6,202%.
Am Montag dieser Woche habe die österreichische Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H, eine Bevorratungsgesellschaft für Erdöl und Erdölprodukte, eine 500 Mio. Euro große Anleihe (ISIN XS0905658349 / WKN A1HG88) mit Fälligkeit März 2028 emittiert. Gepreist worden sei die Anleihe bei 99,202%, was einem Spread von +59 BP über Mid Swap bzw. +131,50 BP über Bunds entsprochen habe. Den Investoren zahle das Unternehmen einen Kupon von 2,75%.
Am Dienstag habe der italienische Autobauer Fiat eine Anleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren (ISIN XS0906420574 / WKN A1HHEE, Fälligkeit März 2018) emittiert. Die erste Guidance habe sich im Bereich +605 BP über Mid Swap bewegt, der Kupon sei mit ca. 7% erwartet worden. Gepreist worden sei die Anleihe bei einer Rendite von 6,625% und einem Kurs von 100%. Dies habe einem Spread von +569,4 BP gegen Mid Swap entsprochen (+617 BP gegen Bunds). Das Volumen der Anleihe betrage 1,25 Mrd. Euro. Zuletzt habe die Anleihe bei 101% gehandelt, dies verdeutliche den weiter großen Appetit der Investoren auf Rendite.
Nach dem Rollover in den Juni Kontrakt und nach der EZB-Sitzung am vergangenen Donnerstag sei dem Euro-Bund-Future etwas die Luft ausgegangen. Habe die Rede von EZB-Chef Mario Draghi, gepaart mit erfreulichen US-Arbeitsmarktdaten am Freitag, für steigende Aktienkurse gesorgt, so hätten die Notierungen des Sorgenbarometers an einen mehrstufigen Wasserfall erinnert. Hier sei es von 143,44% über 142,72% bis auf 142,27% abwärts gegangen.
Aber schon zu Beginn dieser Handelswoche sei das Wasser wieder bergauf gelaufen. Allerdings nicht wie bei einem Kinderexperiment durch die Kohäsionskraft, sondern durch schwache Wirtschaftsdaten aus Frankreich und dem Vereinigten Königreich. Aktuell notiere der Euro-Bund-Future knapp unterhalb von 143%, also in der Mitte der charttechnischen Leitplanken. Denn der Bereich um 141,85% (mehrere Januarhochs) stelle eine kräftige Unterstützung dar und die Marke von 143,96% (Hoch vom 04.03.2013) werde vorerst als Widerstand bestehen bleiben.
Im Hinblick auf die anstehenden Entscheidungen in Italien und auf Zypern sei damit zu rechnen, dass sich der Euro-Bund-Future bei hoher Volatilität in dieser Bandbreite bewegen werde. Erst ein Durchbrechen dieser Begrenzungslinien würde eine Neubewertung der Situation erforderlich machen.
Trotz der vielen noch nicht gelösten Probleme seien in dieser Handelswoche die Finanzagenturen diverser europäischer Problemstaaten wieder mutiger geworden und hätten die Gunst der Stunde genutzt. Teilweise seien sogar Refinanzierungen angekündigt worden, die nicht geplant gewesen seien.
So zum Beispiel seitens Irlands, das nach vielen Jahren der Abstinenz wieder eine zehnjährige Anleihe am Kapitalmarkt im Volumen von 5 Mrd. Euro platziert habe. Die Gebote hätten sich sogar auf 12 Mrd. Euro summiert. Während der Finanzkrise hätten zehnjährige Staatsanleihen Irlands noch bei über 15% notiert und somit sei die heute zu erzielende Rendite von 4,15% ein Geschenk für die irische Staatsregierung. Aber auch Spanien habe für heute - nach gelungenen Auktionen für Geldmarktpapiere - die Begebung von länger laufenden Anleihen angekündigt, die in den Jahren 2029, 2040 und 2041 fällig seien.
In Deutschland hätten ebenfalls Aufstockungen zweier Bundeswertpapiere auf der Agenda gestanden. Dabei sei das Volumen der inflationsindexierten Anleihe (ISIN DE0001030542 / WKN 103054) um 1 Mrd. Euro auf insgesamt 9 Mrd. Euro erhöht worden. Die Zuteilung der 1,8fach überzeichneten Anleihe sei bei einer realen Durchschnittsrendite von -0,34% erfolgt. Die zweijährigen Bundesschatzanweisungen (ISIN DE0001137412 / WKN 113741) hingegen seien bei einer 1,7fachen Überzeichnung mit einer Durchschnittsrendite von +0,06% zugeteilt worden. Das Gesamtvolumen der Emission belaufe sich nach der Aufstockung um 5 Mrd. Euro nun auf insgesamt 10 Mrd. Euro.
In dieser Handelswoche habe der Euro gegenüber dem USD weitere Rückschläge hinnehmen müssen. Denn die Marke von 1,30 USD sei unterschritten worden und somit habe der negative Trend nicht gestoppt werden können. Die Herabstufung Italiens und die vielen ungelösten Probleme würden die Devisenhändler also weiterhin verunsichern. In der Vergangenheit habe sich Europa nicht in der Lage gezeigt, Probleme anzugehen und zu lösen. Dieser zögerlichen Haltung werde nun Tribut gezollt. Es sei Zeit, dass Entscheidungen getroffen würden und diese gelte es dann auch umzusetzen. Erst dann sei wieder mit einem Wertzuwachs beim Euro zu rechnen. Aber alles habe bekanntlich zwei Seiten, denn die Diskussionen um "Währungskriege" sei seit etwa zwei Wochen kein Thema mehr im deutschen Fernsehen.
Weiterhin würden sich die Blicke der Anleger auf Alternativwährungen richten, da auch ein Ausscheiden einzelner Staaten aus dem Euroverbund immer wieder diskutiert werde. Somit würden Anleihen auf Australische Dollar und Norwegische Kronen auf den Kauflisten der Euroskeptiker bleiben.
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