Rentenmarkt: Unter Druck


30.01.23 09:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In der letzten Woche sind die Zinserhöhungserwartungen wieder gestiegen, denn zum einen gab es eine Reihe von EZB-Vertretern, die darauf hingewiesen haben, dass es zu früh für ein verlangsamtes Zinserhöhungstempo oder gar eine Zinspause sei, zum anderen sind in den USA überraschend gute Wachstumszahlen veröffentlicht worden und auch die Arbeitsmarktentwicklung ist weiterhin solide, so die Analysten der Helaba.

So seien die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung erneut gesunken und lägen mit weniger als 200 Tsd. auf einem sehr niedrigen Niveau. Die in dieser Woche anstehenden Entscheidungen der EZB und der FED dürften daher mit Spannung erwartet werden. Während bei der EZB der Konsens von einem halben Prozentpunkt ausgehe, sei in den USA nur ein Schritt um 25 Basispunkte eingepreist. Das Überraschungspotenzial bei der FED-Sitzung erscheine mithin größer.

In der zweiten Wochenhälfte sei der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) wieder deutlicher unter Druck geraten und habe dabei nicht nur die 55-Tagelinie unterschritten, sondern phasenweise auch den 21-Tagedurchschnitt. Dieser verlaufe heute bei 137,64. Indikatorenseitig habe sich das Bild getrübt und weitere Verluste im Wochenverlauf sollten nicht ausgeschlossen werden. Allerdings würden sich die Marktteilnehmer vor dem Hintergrund der Zentralbankentscheidungen zunächst wohl in Zurückhaltung üben. Die nächste Haltemarke finde sich bei 136,04. Widerstände würden sich an der 55-Tageline (138,34), am Vorwochenhoch bei 139,36 und bei 140,73 zeigen. (30.01.2023/alc/a/a)




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