Rentenmarkt: Umfeld schwierig


16.06.23 10:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die US-Notenbank und die Europäische Zentralbank haben den Markterwartungen weitgehend entsprochen und auch die Bank von Japan überraschte nicht, so die Analysten der Helaba.

Sie habe heute Morgen entschieden, mit der viel diskutierten Kurskorrektur zu warten und die Geldpolitik nicht zu verändern. Laut BoJ-Chef Ueda könne die lockere Geldpolitik "geduldig" aufrechterhalten werden. Dennoch steige der Druck, wegen der oberhalb des Ziels liegenden Inflation von der ultralockeren Linie abzurücken. Marktteilnehmer würden zunehmend auf die BoJ-Sitzung Ende Juli spekulieren, denn dann würden die neuen Inflationsprognosen vorgestellt.

An den Finanzmärkten dürfte Ruhe einkehren, nachdem die Notenbanken ihre Entscheidungen bekannt gegeben hätten. Zudem gelte es zu berücksichtigen, dass heute keine wichtigen Datenveröffentlichungen auf dem Programm stünden, die das Potenzial hätten, Einfluss auf die Zinserwartungen zu nehmen. Diese seien im Nachgang der EZB-Ratssitzung zunächst gestiegen und hätten am Rentenmarkt für Verluste gesorgt. Zwar sei es zu einer zwischenzeitlichen Erholung als Folge teilweise enttäuschender US-Daten gekommen, per saldo bleibe das Umfeld aber schwierig.

Der Bund-Future (ISIN: DE0009652644, WKN: 965264) habe sich zunächst weiter abgeschwächt und im Tief bei 132,20 notiert. Zu einem Test des markanten Mai-Tiefs bei 132,12 sei es aber nicht gekommen. Vielmehr habe eine zwischenzeitliche Korrektur eingesetzt, wobei kurze Laufzeiten schlechter abgeschnitten hätten. Die Inversion der Bundkurve habe sich verstärkt. Der 10/2-Spread liege unterhalb von -65 Bp. Zur Erinnerung: Im März sei bei knapp -70 Bp. das tiefste Niveau seit über 30 Jahren erreicht worden. (16.06.2023/alc/a/a)




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DE0009652644 965264 131,95 € 124,26 €