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Rentenmarkt im Krisenmodus
30.07.14 13:20
Bankhaus Ellwanger & Geiger
Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Die geopolitischen Konflikte in der Ukraine und im Gaza-Streifen beruhigen sich nicht, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.
Im Gegenteil, der Abschuss eines Passagierflugzeuges und die täglich steigenden Opferzahlen im Gaza-Konflikt würden zusehends Investoren weltweit verunsichern. Dabei würden die Kämpfe in Libyen und Irak geradezu in den Hintergrund treten und kaum noch beachtet. Abzulesen sei dies an einem sinkenden Ölpreis, der bei schlechten Nachrichten aus dieser Region in den letzten Jahren eigentlich immer reflexartig gestiegen sei.
Die verschärften Sanktionen gegen Russland würden Unternehmen zu belasten beginnen und könnten Einfluss auf die kommenden Wachstumszahlen nehmen. Gestützt würden die Aktienmärkte durch positive Wirtschafts- und Unternehmensquartalszahlen aus den USA, aber auch aus Spanien, das für das zweite Quartal ein Wirtschaftswachstum von +1,2 Prozent habe vermelden können.
So würden sich die Kurse in einem Spannungsfeld geopolitischer Krisen und hoffnungsvoller Wirtschafts- und Konjunkturaussichten bewegen. Ein Gewinner dieser Situation stehe fest - der Rentenmarkt. Veritable Kursgewinne von langlaufenden Anleihen stünden zu Buche, neue Rekordtiefstände der Zinsen in Deutschland würden nun beinahe täglich erreicht.
Selten seien die Rentenmarktakteure so auf dem falschen Fuß erwischt worden wie nach den Vorhersagen zu Beginn des Jahres. Die prognostizierte Zinswende jedenfalls sei bis auf Weiteres abgesagt. Erst wenn die Finanzmärkte den Krisenmodus verlassen würden, dürfte an leichte Zinssteigerungen gedacht werden. (30.07.2014/alc/a/a)
Im Gegenteil, der Abschuss eines Passagierflugzeuges und die täglich steigenden Opferzahlen im Gaza-Konflikt würden zusehends Investoren weltweit verunsichern. Dabei würden die Kämpfe in Libyen und Irak geradezu in den Hintergrund treten und kaum noch beachtet. Abzulesen sei dies an einem sinkenden Ölpreis, der bei schlechten Nachrichten aus dieser Region in den letzten Jahren eigentlich immer reflexartig gestiegen sei.
So würden sich die Kurse in einem Spannungsfeld geopolitischer Krisen und hoffnungsvoller Wirtschafts- und Konjunkturaussichten bewegen. Ein Gewinner dieser Situation stehe fest - der Rentenmarkt. Veritable Kursgewinne von langlaufenden Anleihen stünden zu Buche, neue Rekordtiefstände der Zinsen in Deutschland würden nun beinahe täglich erreicht.
Selten seien die Rentenmarktakteure so auf dem falschen Fuß erwischt worden wie nach den Vorhersagen zu Beginn des Jahres. Die prognostizierte Zinswende jedenfalls sei bis auf Weiteres abgesagt. Erst wenn die Finanzmärkte den Krisenmodus verlassen würden, dürfte an leichte Zinssteigerungen gedacht werden. (30.07.2014/alc/a/a)


