Rentenmarkt: Europawahl sorgt für Nervosität


22.05.14 16:09
Baader Bank

Unterschleissheim (www.anleihencheck.de) - Im Banne der Europawahl geraten Bonds der Euro-Peripherie unter Druck; bei einem Erfolg anti-europäischer Kräfte könnte der Reformwillen der Euro-Sorgenkinder erlahmen, so Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank.

Die bevorstehende und heute bereits beginnende Europawahl habe für Nervosität unter den Anlegern am Rentenmarkt gesorgt. Deutlich unter Druck geraten seien Staatsanleihen europäischer Krisenländer angesichts von Prognosen, denen zufolge anti-europäische Parteien bei der Wahl besonders stark abschneiden könnten. Bei einem Erfolg dieser Kräfte werde befürchtet, dass so manches Land der Euro-Peripherie sein eingeschlagenes Sparprogramm aufweichen und sich von seinem Sanierungskurs verabschieden könnte.

Vor allem in den krisengeplagten Euroländern Griechenland und Portugal könnten Regierungskoalitionen durch den Ausgang der Europawahl geschwächt werden, sodass es gegebenenfalls zu Neuwahlen kommen könnte. Vor diesem Hintergrund seien die Renditen für Staatsanleihen in diesen Ländern in den vergangenen Tagen spürbar gestiegen und die Kurse entsprechend gefallen - auch wenn es gestern eine leichte Erholung gegeben habe.

Im Zuge dieser Entwicklung sei die Rendite griechischer Anleihen im fünfjährigen Bereich auf rund 5,03% geklettert, wie ein bis 4/2019 laufender Hellas-Bond (ISIN GR0114028534 / WKN A1ZGWQ) zeige. Die Kurse von italienischen Staatspapieren hätten ebenfalls im Banne der Europawahl gestanden und unter Kursverlusten gelitten.

Sogar die Staatspapiere von Portugal, das in der vergangenen Woche mediengerecht den Schutz des EU-Rettungsschirms verlassen habe, hätten vergangene Woche mehrheitlich nachgegeben. So notiere eine bis 6/2019 laufende Staatsanleihe (ISIN PTOTEMOE0027 / WKN A0T7AG) aus Lissabon bei rund 109,45%, was eine Rendite von 2,72% bedeute. Ein zehnjähriger Bond (ISIN PTOTEQOE0015 / WKN A1HKUP), der 2/2024 fällig werde, rentiere dagegen mit 3,79%.

Auch deutsche Staatsanleihen hätten in den vergangenen Tagen nachgegeben, was allerdings eher einer technischen Reaktion geschuldet gewesen sei. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future sei bis zum Handelsschluß auf 145,85% gefallen, während im Gegenzug die Renditen angezogen hätten. Damit hätten zehnjährige Bundesanleihen wieder mit 1,42% rentiert und zusätzlich etwas unter der zögerlichen Nachfrage nach der neuen Benchmark-Anleihe (ISIN DE0001102358 / WKN 110235) gelitten.
FED bastle an neuen Instrumenten; frühestens zur Jahresmitte 2015 dürfte mit einem ersten Zinsschritt der US-Notenbank zu rechnen sein.

Die amerikanische Notenbank FED bastle auch fünf Jahre nach Beginn der Finanzkrise an neuen Strategien zur Steuerung der Geldpolitik. Denn, was früher über die Veränderung des Leitzinses relativ einfach zu steuern gewesen sei, sei heute komplexer geworden.

Durch Zinssenkungen bis nahe Null Prozent habe die Notenbank das Finanzsystem mit 2,6 Bio. US-Dollar überschwemmt. Diese Menge sei aber zu groß, um sie gefahrlos wieder zu reduzieren. Daher erwäge die FED neue Steuerungsinstrumente einzusetzen - etwa die Overnight Reverse Repos. Das seien direkte Handelsgeschäfte der FED mit nahezu 100 Geldmarktfonds und anderen Finanzinstitutionen. Der darauf angewandte Reverse-Reposatz und der Zinssatz, den die Banken für ihre Reserven erhalten würden, könnten die neuen Leitzinsen der amerikanischen Notenbank werden, wie FED-Chefin Janet Yellen bereits angedeutet habe. Ihre Sorge dabei sei aber, dass der Handel mit Overnight Reverse Repos attraktiver werden könnte als der mit den Bankreserven. Das könnte zur Folge haben, dass sich der Markt für Kurzfristkredite von den Banken hin zu den unregulierten Geldmarktfonds verlagere. Am Feinschliff müsse die FED also noch arbeiten.

Wann die US-Notenbank die Zinsen nun erstmalig nach der Finanz- und Bankenkrise anheben werde, sei immer noch offen. Marktbeobachter würden jedoch frühestens zur Jahresmitte 2015 mit einem ersten Zinsschritt rechnen. Die Notenbank habe also noch etwas Zeit, um ihre Instrumente neu zu erfinden.

Von der mit Spannung erwarteten Veröffentlichung der Protokolle der letzten Notenbanksitzung, den so genannten "Minutes", hätten sich Anleger am Abend Aufschluss über die weitere Geldpolitik in den USA erhofft. Dem sei auch so gewesen, denn im Protokoll stehe geschrieben, die intensiv geführte Debatte über Ausstiegsstrategien bedeute nicht, dass die Straffung bald komme.

CoCo-Bonds der Deutschen Bank fänden reißenden Absatz.

Auch bei den CoCo-Bonds gelte die alte Börsenweisheit: Hohe Rendite bedeute hohes Risiko. Die Zinsen auf die Anleihen könne der Emittent als Betriebsausgaben geltend machen.

Nachdem Anfang April das Bundesfinanzministerium die steuerlichen Rahmenbedingungen für Contingent Convertible Bonds (CoCo-Bonds) festgelegt habe, sei es gestern soweit gewesen: Die Deutsche Bank habe über dieses für deutsche Anleger bisher wenig bekannte Vehikel Anleihen in drei unterschiedlichen Währungen mit einem Gegenwert von ca. 3,5 Mrd. Euro platziert.

Dieses Konstrukt eröffne Banken die Möglichkeit, einen Kapitalpuffer aufzubauen, um im Krisenfall über die automatische Umwandlung in Aktien zusätzliches Eigenkapital zu generieren oder durch Abschreibung des Nominalwerts die Finanzinstitute zu entlasten. Die Zinsen auf die Anleihen könnten als Betriebsausgaben geltend gemacht werden und auf Zahlungen an ausländische Investoren werde keine Kapitalertragssteuer erhoben. Vor diesem Hintergrund sei es nicht verwunderlich, dass die Deutsche Bank von einer weit über den Erwartungen liegenden Nachfrage überrollt worden sei. Ursprünglich seien für das Gesamtjahr 5 Mrd. Euro an Hybridkapital angedacht gewesen, und das Volumen dieser Anleihe sei mit 1,5 Mrd. Euro veranschlagt gewesen.

Die drei Tranchen der jüngsten Platzierung seien gewesen: 1,75 Mrd. Euro mit einem Kupon von 6,00%, 1,25 Mrd. US-Dollar mit einem Kupon von 6,25%, 650 Mio. GBP mit einem Kupon von 7,125%.

Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass insbesondere in der aktuellen Niedrigzinsphase solche Kupons bei vielen Investoren Begehrlichkeiten wecken würden. Aber zu verschenken habe der deutsche Banken-Primus nichts und somit gelte auch bei CoCo-Bonds die alte Börsenweisheit: "Hohe Rendite bedeutet hohes Risiko". Diese Warnung sei sicherlich nicht unbegründet, denn auch die Präsidentin der Finanzaufsicht BaFin, Elke König, habe darauf hingewiesen, dass die neuartigen Anleihen nicht für alle Anleger geeignet seien.

Russische Staatsanleihen würden zulegen.

Man stelle sich die Frage, ob sich China im Konflikt zwischen dem Westen und Russland als der lachende Dritte entpuppe. Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise stärke Russland nämlich seine Bande zum Reich der Mitte. Nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich möchten die beiden Länder künftig enger kooperieren. Wladimir Putin, der sich unabhängiger von europäischen Gasabnehmern machen wolle, sei deshalb extra nach Shanghai gereist. So solle der Handel zwischen China und Russland 2015 erstmals einen Wert von mehr als 100 Mrd. US-Dollar erreichen - knapp 13% mehr als 2013.

So manchen Anlegern, die das riskante Investment eingegangen seien, gefalle diese Entwicklung, hätten doch russische Anleihen durch die Bank zugelegt. Ein Bond der russischen Föderation auf US-Dollar mit Laufzeit 7/2018 sei auf ein Niveau von 131,00% gestiegen, was einer Rendite von ca. 3,00% entspreche. Ein Langläufer wie die russische Staatsanleihe (ISIN XS0971721450 / WKN A1HQXY) mit Fälligkeit 9/2023 und 4,60% Rendite, die ebenfalls in US-Dollar begeben sei, notiere bei ca. 101,75%.

Anleihen in Brasilianischem Real (BRL) vorsichtig nachgefragt; von einer WM-Hausse sei nichts zu spüren.

Auch wenn für das südamerikanische Land von einer WM-Hausse nichts zu spüren sei, wage sich der BRL im Vorfeld der Fußball-WM zaghaft aus der Deckung. Derzeit müsse man 3,03 BRL für 1 Euro bezahlen, Mitte Februar seien dies noch 3,29 BRL gewesen.

Diese Entwicklung spiegele sich auch in einem steigenden Interesse an Anleihen wider, die in BRL notiert seien. So habe der Kurs eines in BRL begebenen Bonds (ISIN XS0754679669 / WKN A1K0WU) der KfW bis gestern auf 98,08% nach 97,00% Mitte Februar angezogen. Das bis März 2015 laufende Papier rentiere aktuell mit ca. 9,60% - ohne Berücksichtigung des Währungsrisikos. Auch eine Medium Term Note (ISIN XS1014703851/ A1ZB8E) der Europäischen Investitionsbank EIB in BRL habe auf 101,44% zugelegt. Mitte März habe der Titel noch bei 98,895% notiert. Das Papier laufe bis 12/2017 und weise eine Rendite von 9,91% auf.

Angesichts der wirtschaftlichen Probleme, vor denen Brasilien stehe, sei dem Land und auch den in- und ausländischen Fußballfans während der WM eine gewisse Stabilität der Währung und natürlich auch der dortigen Verhältnisse zu wünschen. Viva Brasil.

Haushaltspolitik in Deutschland auf wackeligen Füßen; Bundesbank mahne Umdenken an.

Es sei noch nicht allzu lange her, da seien Deutschlands Finanzpolitiker nicht müde geworden, sich für das Projekt "ausgeglichener Haushalt" feiern zu lassen. Eine gute Konjunktur und steigende Steuereinnahmen hätten nur allzu gut in dieses Bild gepasst. Aber dann habe sich die Ukraine-Krise zugespitzt und es sei zum Streit mit Russland mit all seinen wirtschaftlichen Folgen für deutsche Unternehmen gekommen.

Und nun entfalte zusätzlich eine Reihe von Sondereffekten negative Auswirkungen auf den Bundeshaushalt. So reiße zum Beispiel die Diskussion um die Brennelemente-Steuer für Betreiber der Kernkraftwerke ein nicht unerhebliches Loch in den Staatshaushalt. Sollte das Urteil des Finanzgerichts Hamburg rechtskräftig werden, dann müsste der Bund den Konzernen die bereits gezahlten 2,3 Mrd. Euro zurückerstatten und die 800 Mio. Euro für das Jahr 2014 auf der Einnahmenseite streichen.

Aber auch das Ergebnis der Tarifverhandlungen der Angestellten und Beamten des Bundes sei teurer gewesen, als erwartet bzw. geplant. Somit werde von der dafür vorgesehenen Rückstellung wenig übrig bleiben und das Ziel des ausgeglichenen Haushaltes werde weiter in die Zukunft verschoben. Sollte dies allerdings dennoch erreicht werden, dann könnte das Ergebnis auch dem kleinen Wort "strukturell" geschuldet sein. Denn bei dieser Berechnungsmethode würden die konjunkturell bedingten Effekte herausgerechnet.

Die Risiken der Haushaltspolitik seien anscheinend auch Vertretern der Deutschen Bundesbank, die sich kritisch zur Finanzpolitik der Bundesregierung geäußert hätten, ein Dorn im Auge. Diese würden eine striktere Haushaltspolitik empfehlen, um der hohen Staatsverschuldung und der demographischen Entwicklung gerecht zu werden.

Noch schlimmer stelle sich die Lage bei den Kommunen dar. Dort steige in den meisten Fällen nur noch der Nachholbedarf bei Investitionen an, aber nicht die Einnahmenseite. Den inzwischen aufgestauten Rückstand würden Experten auf rund 120 Mrd. Euro beziffern und der Trend "Klamme Kommunen werden immer klammer" verstärke sich von Monat zu Monat.

Corporate Bonds: Konzerne für Nahrungsmittel würden an den Markt drängen; Carlsberg platziere Anleihe für 1 Milliarde Euro, Kellogg bringe 500 Millionen Euro unter.

Mit Kellogg und Carlsberg seien in dieser Woche zwei Unternehmen aus dem Bereich der Nahrungsmittelindustrie an den Markt gegangen. So habe der Frühstücksflocken-Hersteller Kellogg eine 500 Mio. Euro schwere Müsli-Anleihe (ISIN XS1070075988 / WKN A1ZJK9) mit einer Laufzeit von sieben Jahren (Fälligkeit 5/2021) emittiert, deren Kupon bei 1,75% liege. Gepreist worden sei die Anleihe bei +68 bps über Mid Swap, womit der Emissionspreis bei 99,511% gelegen habe.

Carlsberg, der viertgrößte Brauereikonzern der Welt, habe eine 10-jährige Anleihe (ISIN XS1071713470 / WKN A1ZJZQ) mit Fälligkeit 5/2024 platziert. Das Volumen des Bonds, der mit einem Kupon von 2,50% ausgestattet sei, liege bei 1 Mrd. Euro. Gepreist worden sei die Anleihe bei +102 bps über Mid Swap, was einem Emissionspreis von 98,991% gleichgekommen sei.

Alta Velocidad, der Markenname der spanischen Eisenbahngesellschaft Renfe für das Hochgeschwindigkeitsnetz, habe ebenfalls eine Anleihe (ISIN XS1072141861 / WKN A1ZJZN) mit einer Laufzeit von zehn Jahren (5/2024) an den Kapitalmarkt gebracht. Der Kupon betrage 3,50%, das Volumen 1 Mrd. Euro und gepreist worden sei die Anleihe bei 99,552%.

Gestern sei ein 12-jähriger Bond (6/2026) von Prologis, einem globalen Eigentümer, Betreiber und Entwickler von Logistikimmobilien, im Volumen von 500 Mio. Euro emittiert worden. Die Anleihe sei mit einem Kupon von 3,00% ausgestattet und bei einem Spread von +125 bps über Mid Swap begeben worden.

Euro-Bund-Future: Rentenhändler würden den Zauberwürfel entdecken; am 5. Juni werde es heißen: Alea iacta sunt.

In dieser Woche habe der wohl berühmteste Würfel der Welt Geburtstag gefeiert. Seit mittlerweile über 40 Jahren bringe der Zauberwürfel seine Anwender zur Verzweiflung. Viele Börsianer würden das mathematische Geduldsspiel als Trainingsutensil nutzen. Denn Geduld müssten die Anleger am Rentenmarkt aufbringen, da sich der Euro-Bund-Future in den vergangenen Handelstagen ziemlich nervös präsentiert habe. Zum Wochenausklang sei das Sorgenbarometer in luftige Höhen gestiegen und habe mit 146,76% eine neue Höchstmarkte im laufenden Kalenderjahr erreicht, um anschließend durch Gewinnmitnahmen unter die Marke von 146,00% zu rutschen. Somit pendle der Juni-Kontrakt in einer engen Range zwischen 146,58% und 145,67% und notiere aktuell bei 145,95%.

Gemäß der Chartanalyse seien das Hoch vom vergangenen Freitag bei 146,76% bzw. die psychologisch wichtige Marke bei 147% als nächster Widerstand auszumachen. Da das Sorgenbarometer den Aufwärtstrendkanal nach oben verlassen habe, wirke die obere Begrenzungslinie dieses Kanals als Unterstützungslinie. Diese verlaufe aktuell bei ca. 145,50% - Tendenz steigend! Und die bisherigen "Fangnetze" bei 145,25% sowie 144,97% (Hoch vom 02.05.) seien weiterhin noch existent.

Bis zum 5. Juni werde die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) das beherrschende Thema an den Kapitalmärkten sein. Aber dann könnte es heißen "die Würfel sind gefallen!"

TIC-Daten mit Überraschung; Bund verschulde sich für zehn Jahre mit 1,41%.

Fallende Renditen, die zu Wochenbeginn das Marktgeschehen geprägt hätten, hätten dazu geführt, dass auch in dieser Woche verschiedene supranationale Institutionen und Staaten zur Refinanzierung diverser Projekte den Kapitalmarkt in Anspruch genommen hätten. So hätten sowohl Belgien als auch Finnland jeweils zwei Altemissionen aufgestockt und in Deutschland sei planmäßig eine neue zehnjährige Anleihe (ISIN DE0001102358 / WKN 110235) begeben worden. Die mit einem Kupon von 1,50% ausgestattete Benchmark-Anleihe sei mit einer Durchschnittsrendite von 1,41% zugeteilt worden. Die Tatsache der technischen Unterzeichnung des anvisierten 5 Mrd. Euro Emissionsvolumens habe allerdings die wenigsten Marktbeobachter überrascht.

Überrascht hätten sich diese allerdings von den jüngst vom US-Finanzministerium veröffentlichten Zahlen (TIC-Data) für den März 2014 gezeigt. Ein Nettokapitalabfluss von 126,1 Mrd. US-Dollar verdeutliche, wie schwierig es im aktuellen Umfeld für die USA sei, Kapital anzulocken. Im Verlauf der vergangenen zwölf Monate kumuliere sich der Nettokapitalzufluss aber immer noch auf 163,9 Mrd. US-Dollar. Aber eine andere Zahl habe noch mehr verblüfft. Weiterhin seien neben der amerikanischen Notenbank China mit 1,27 Bio. US-Dollar und Japan mit 1,21 Bio. US-Dollar die größten Gläubiger der USA. Auf Rang drei habe sich allerdings inzwischen Belgien mit 381,4 Mrd. US-Dollar etabliert. Über die Hintergründe könne nur gemutmaßt werden, denn das BIP Belgiens habe sich im Jahre 2013 auf lediglich 483,7 Mrd. US-Dollar belaufen. Dass innerhalb von sieben Monaten ca. die Hälfte der Anleihen erworben worden sei, hinterlasse bei den Marktbeobachtern viele fragende Gesichter und verlangt Aufklärung.

Währungsanleihen: GBP profitiere von Zinserhöhungs-Fantasie; Euro/US-Dollar im Niemandsland

Es scheine so, dass nun endlich der Sommer auch in München angekommen sei. Mit einem Sprung von 5 auf in der Spitze 29 Grad Celsius bewege sich die örtliche Temperatur aktuell in einer äußerst breiten Range. Wesentlich entspannter sei es in der vergangenen Handelswoche dem Euro im Vergleich zum Greenback ergangen. Zwar sei die Gemeinschaftswährung bis auf 1,3648 US-Dollar abgerutscht und habe hierbei ein neues Zweieinhalb-Monats-Tief markiert, doch fast im selben Atemzug sei es wieder über die Marke von 1,37 US-Dollar gegangen. Dem Kursrutsch vorausgegangen sei die Veröffentlichung von Konjunkturdaten der Eurozone, die enttäuschend ausgefallen seien. Aktuell sei der Euro aufgrund anhaltender Spekulationen zur künftigen Geldpolitik der EZB wieder etwas abgerutscht und bewege sich um die 1,3670 US-Dollar.

Dem GBP habe der Euro auch in dieser Handelswoche nichts entgegensetzen können und sich weiterhin dem englischen Wetter geschlagen geben müssen. So habe sich der seit Ende März intakte Abwärtstrend der Gemeinschaftswährung fortgesetzt. Verstärkt worden sei die Dynamik durch Spekulationen auf eine näher rückende Zinserhöhung im Vereinigten Königreich. Der Euro sei daher von 0,8183 GBP bis auf 0,8082 GBP gefallen und verharre auch zur Stunde in diesem Bereich.

Auf der Sonnenseite der Handelsaktivitäten hätten in dieser Woche insbesondere Fremdwährungs-Anleihen auf Brasilianische Real, Türkische Lira und US-Dollar gestanden.

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