Rentenmarkt: Belastet


28.03.22 10:00
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Entspannungssignale bezüglich des Ukraine-Krieges lassen auf sich warten und so bleiben die Finanzmärkte in Alarmbereitschaft, so die Analysten der Helaba.

Zwar könne man sich in der EU nicht auf einen Stopp der Energielieferungen aus Russland einigen, in Rubel wolle man die Rechnungen aber nicht bezahlen und so gebe es weiterhin Sorgen vor einem Importstopp von Öl und Gas.

Die Preise dafür seien zuletzt aber nicht weiter gestiegen und auch die Risikoaversion sei nicht größer geworden. Unabhängig davon setze sich die Schwäche am Rentenmarkt im Trend fort. Es komme zwar immer wieder zu kleinen Erholungen, das Umfeld bleibe mit den erhöhten Inflationserwartungen aber schwierig. In diesem Zusammenhang sei schon jetzt auf die im Wochenverlauf anstehenden Verbraucherpreise hingewiesen, die im März weiter gestiegen sein dürften.

Der Abwärtsimpuls des Bund-Futures (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sei mit dem neuen Kontrakttief bei 157,78 intakt. Auch vonseiten der quantitativen Indikatoren könne keine Entwarnung gegeben werden. Zu einer überverkauften und korrekturbedürftigen Marktlage sei es zudem nicht gekommen. Entsprechend würden die Renditen steigen und die der 3-jährigen Bundesanleihen seien erstmals seit Ende 2014 in positives Terrain vorgedrungen, wobei die EWU-Peripheriespreads zuletzt gesunken seien. Nennenswerte Veränderungen bei der Bundkurve oder dem Transatlantikspread seien nicht zu konstatieren. (28.03.2022/alc/a/a)




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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009652644 965264 131,95 € 124,26 €