Rentenmarkt: Abwärtstrend bestätigt


21.10.22 09:25
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Finanzmärkten ist nach einer Phase der Beruhigung und verstärkter Zuversicht Ernüchterung eingekehrt, so die Analysten der Helaba.

Inflations-, Zins- und Konjunktursorgen würden wieder das Handelsgeschehen dominieren. Entsprechend würden die Kurse an den Aktienmärkten zumeist wieder sinken. Auch der Euro habe an Schwung verloren, ebenso der Rentenmarkt. Der Rücktritt von Liz Truss als britische Premierministerin sei keine große Überraschung gewesen und so hätten sich die Marktreaktionen in Grenzen gehalten.

Das Interesse an deutschen Staatsanleihen sei begrenzt. Vor allem kurze Laufzeiten seien unter Druck gekommen. Entsprechend hätten die Renditen 2-jähriger Papiere die 2%-Marke deutlich übersprungen. Bei 2,18% sei das vorläufig höchste Niveau seit der Finanzkrise 2008 erreicht worden. Auch bei längeren Laufzeiten seien die Renditen auf neue zyklische Hochs gestiegen, wenngleich die Strukturkurve deutlich flacher geworden sei. Immerhin seien die Peripheriespreads vergleichsweise stabil. Die Renditedifferenz zwischen BTPs mit 10-jähriger Laufzeit und vergleichbaren Bunds pendele seit Tagen unter 240 BP.

Hoffnungen auf eine Trendwende beim Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) hätten sich nicht erfüllt. Mit dem neuen Kontrakttief bei 134,47 sei der Abwärtstrend bestätigt worden. Zudem hätten die 21-Tagelinie und das letzte Hoch bei 138,52 nicht überwunden werden können. Dies habe in den letzten Tagen bereits zu Vorsicht gemahnt. Zwar sinke der ADX weiter, was auf eine nachlassende Trendstärke hinweisen könnte, die Gefahr weiterer Verluste sei aber nicht gebannt. (21.10.2022/alc/a/a)




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