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Rentenmarkt 2013: Potenzial bei Peripherie- und Schwellenländern
27.12.12 13:07
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Am Rentenmarkt gibt es Alternativen zu Bundesanleihen, sagt Dr. Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Geschäftskunden der Deutschen Bank.
Auf Sicherheit bedachte Privatanleger stünden vor einer Herausforderung: Die expansive Geldpolitik vieler Zentralbanken, verbunden mit einer Flucht aus dem Risiko, habe die Verzinsung sicherer Staatsanleihen auf Tiefstände getrieben. Selbst bei moderater Inflation könnten sich so Kapitalverluste ergeben. So würden zehnjährige deutsche Bundesanleihen bei einer Inflation von aktuell knapp zwei Prozent eine negative Realrendite erbringen. Viele Privatanleger seien angesichts dieser Finanzrepression unter Inkaufnahme höherer Risiken die Renditeleiter hinaufgestiegen und hätten 2012 zum Beispiel mit Unternehmensanleihen Gewinne erzielt. "Ich erwarte, dass sich diese Dynamik im kommenden Jahr abschwächt", so Stephan.
"Dennoch sind am Rentenmarkt noch attraktive Segmente zu finden", betone Stephan. Die Gesamtperformance von Unternehmensanleihen im Investment Grade dürfte 2013 nur noch zwischen zwei und drei Prozent liegen. Privatanleger mit einer gewissen Risikobereitschaft sollten daher Papiere mit niedrigen Ratings, aber immer noch mit Investment Grade, in Erwägung ziehen. Unternehmens- und Staatsanleihen der europäischen Peripherie könnten interessant sein, wobei kurze Laufzeiten zu bevorzugen seien.
Zusätzliches Renditepotenzial bei höherem Risiko würden Anleihen der Schwellenländer bieten. In diesem Segment erwarte Stephan, dass sich Papiere in Lokalwährung besser entwickeln würden als in Euro und Dollar denominierte Anleihen. "Der direkte Erwerb von Anleihen ist für die meisten Privatanleger wenig praktikabel, da dies aufwendige Kreditanalysen voraussetzt. Es gibt aber zahlreiche Fondslösungen, mit denen sich das persönliche Risikoprofil bequem abbilden lässt", so Stephan. (27.12.2012/alc/a/a)
Auf Sicherheit bedachte Privatanleger stünden vor einer Herausforderung: Die expansive Geldpolitik vieler Zentralbanken, verbunden mit einer Flucht aus dem Risiko, habe die Verzinsung sicherer Staatsanleihen auf Tiefstände getrieben. Selbst bei moderater Inflation könnten sich so Kapitalverluste ergeben. So würden zehnjährige deutsche Bundesanleihen bei einer Inflation von aktuell knapp zwei Prozent eine negative Realrendite erbringen. Viele Privatanleger seien angesichts dieser Finanzrepression unter Inkaufnahme höherer Risiken die Renditeleiter hinaufgestiegen und hätten 2012 zum Beispiel mit Unternehmensanleihen Gewinne erzielt. "Ich erwarte, dass sich diese Dynamik im kommenden Jahr abschwächt", so Stephan.
"Dennoch sind am Rentenmarkt noch attraktive Segmente zu finden", betone Stephan. Die Gesamtperformance von Unternehmensanleihen im Investment Grade dürfte 2013 nur noch zwischen zwei und drei Prozent liegen. Privatanleger mit einer gewissen Risikobereitschaft sollten daher Papiere mit niedrigen Ratings, aber immer noch mit Investment Grade, in Erwägung ziehen. Unternehmens- und Staatsanleihen der europäischen Peripherie könnten interessant sein, wobei kurze Laufzeiten zu bevorzugen seien.
Zusätzliches Renditepotenzial bei höherem Risiko würden Anleihen der Schwellenländer bieten. In diesem Segment erwarte Stephan, dass sich Papiere in Lokalwährung besser entwickeln würden als in Euro und Dollar denominierte Anleihen. "Der direkte Erwerb von Anleihen ist für die meisten Privatanleger wenig praktikabel, da dies aufwendige Kreditanalysen voraussetzt. Es gibt aber zahlreiche Fondslösungen, mit denen sich das persönliche Risikoprofil bequem abbilden lässt", so Stephan. (27.12.2012/alc/a/a)


