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Rentenmärkte zum Wochenausklang geschwächelt
07.10.24 08:52
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Aussicht auf weniger starke und schnelle Zinssenkungsschritte der FED ließen indes die Rentenmärkte zum Wochenausklang schwächeln, so die Analysten der Nord LB.
Eine zurückhaltende Lohn-Politik sei Wasser auf die Mühlen der Europäischen Zentralbank (EZB). EZB-Vize Luis de Guindos habe am Freitag die jüngst gemeldeten Inflationsdaten als positive Überraschung bezeichnet (erstmalig seit Mitte 2021 notiere die Inflation in der Euro-Zone unterhalb der Zielmarke von zwei Prozent). Laut de Guindos könne damit zum Ende des Jahres 2025 das Ziel der Preisstabilität erreicht werden. Den Kampf gegen die Inflation für beendet zu erklären, wäre derzeit aber noch verfrüht.
Während die Wirtschaft in Deutschland schwächele, seien in den USA im September 254.000 zusätzliche Beschäftigungsverhältnisse entstanden. Der amerikanische Job-Motor laufe im Vergleich zum Autostandort Deutschland also keineswegs auf drei Töpfen. Diese Nachricht sei damit eindeutig als positive Überraschung zu bewerten. Zudem sei die separat erhobene Arbeitslosenquote auf 4,1% gefallen (durchschnittliche Stundenlöhne hätten um 0,4% M/M angezogen). Es handele sich also um in der Summe ziemlich erfreuliche Zahlen zur Beschäftigungssituation in den USA. Die aktuellen Daten würden aus Sicht der US-Volkswirte gegen zukünftig weiterer, offensiver Zinssenkungen durch die FED sprechen.
In der neuen Woche stünden die Wortmeldungen von Offiziellen der EZB und der FED im Fokus. Zudem dürfte genau auf die Angaben zur Preisentwicklung in den USA zu achten sein. Dabei sollten vor allem die aktuellen Angaben zu den Konsumentenpreisen ins Blickfeld der Marktteilnehmer rücken. Hier sei grundsätzlich mit keinem größeren Gegenwind für die Notenbanker in Washington zu rechnen. Allerdings werde bei dieser Zeitreihe genau auf die Entwicklung der Lebenshaltungskosten im wichtigen Segment Wohnung zu achten sein. An dieser Stelle sei wohl allenfalls mit leichten Besserungstendenzen zu rechnen.
Zudem sollte das FOMC-Sitzungsprotokoll im Auge behalten werden. Dieses Dokument könne den Märkten vielleicht dabei helfen, die Diskussionsprozesse innerhalb der FED etwas besser zu verstehen. (07.10.2024/alc/a/a)
Eine zurückhaltende Lohn-Politik sei Wasser auf die Mühlen der Europäischen Zentralbank (EZB). EZB-Vize Luis de Guindos habe am Freitag die jüngst gemeldeten Inflationsdaten als positive Überraschung bezeichnet (erstmalig seit Mitte 2021 notiere die Inflation in der Euro-Zone unterhalb der Zielmarke von zwei Prozent). Laut de Guindos könne damit zum Ende des Jahres 2025 das Ziel der Preisstabilität erreicht werden. Den Kampf gegen die Inflation für beendet zu erklären, wäre derzeit aber noch verfrüht.
In der neuen Woche stünden die Wortmeldungen von Offiziellen der EZB und der FED im Fokus. Zudem dürfte genau auf die Angaben zur Preisentwicklung in den USA zu achten sein. Dabei sollten vor allem die aktuellen Angaben zu den Konsumentenpreisen ins Blickfeld der Marktteilnehmer rücken. Hier sei grundsätzlich mit keinem größeren Gegenwind für die Notenbanker in Washington zu rechnen. Allerdings werde bei dieser Zeitreihe genau auf die Entwicklung der Lebenshaltungskosten im wichtigen Segment Wohnung zu achten sein. An dieser Stelle sei wohl allenfalls mit leichten Besserungstendenzen zu rechnen.
Zudem sollte das FOMC-Sitzungsprotokoll im Auge behalten werden. Dieses Dokument könne den Märkten vielleicht dabei helfen, die Diskussionsprozesse innerhalb der FED etwas besser zu verstehen. (07.10.2024/alc/a/a)


