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Rentenmärkte weltweit ganz im Zeichen der Notenbanken
12.08.19 09:36
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Im Juli standen die Rentenmärkte ganz im Zeichen der Notenbanken, so die Experten von Union Investment.
Die Europäische Zentralbank (EZB) habe auf ihrem Treffen am 25. Juli wie erwartet die Lockerung ihrer geldpolitischen Linie angekündigt. Die Zinssätze seien zwar unverändert geblieben, allerdings bereite die EZB ein umfangreiches Paket geldpolitischer Maßnahmen wie Staffelzinsen, Anleiheankäufe und Zinssenkungen für September vor. Dies sei von weiterhin schwachen Konjunkturdaten im Euroraum unterstützt worden. Der europäische Staatsanleihemarkt habe im Juli freundlich tendiert. Auf Indexebene (iBoxx - Sovereigns) habe der Gesamtmarkt um 1,7 Prozent zugelegt. In einigen Märkten seien renditeseitig neue Tiefs zu beobachten gewesen. Peripherieanleihen hätten sich besser als Papiere aus den Kernländern entwickelt.
Am US-Rentenmarkt habe sich im Monatsvergleich sehr wenig getan. Auf ihrer Sitzung am 31. Juli habe die FED zwar die Markterwartungen erfüllt und, erstmals seit zehn Jahren, ihr Leitzinsband um 25 Basispunkte gesenkt. Powell habe jedoch klar gemacht, dass dies nicht der Beginn einer Reihe von Zinssenkungen sei. Der Schritt sei als Prävention gegen konjunkturelle Abwärtsrisiken gedacht. Zusätzlich habe die FED die Reduzierung ihrer Anleihebestände vorzeitig zum 1. August beendet und damit implizit einen weiteren Lockerungsschritt vorgenommen. Die US-Zinsstrukturkurve sei über die kurzen Laufzeiten etwas flacher geworden. Auf Gesamtmarktebene (JP Morgan Global Bond US-Index) hätten sich die US-Renten im Juli aber unverändert gezeigt.
Europäische Unternehmensanleihen hätten von der Aussicht auf weitere Ankäufe seitens der EZB profitiert. Einige Gewinnwarnungen im Rahmen der Berichtssaison seien von den Zentralbanken überlagert worden. Der Gesamtmarkt (ICE BofA Merrill Lynch Euro Corporates, ER00-Index) habe im Juli unter rückläufigen Risikoprämien einen Zuwachs in Höhe von 1,4 Prozent erzielt. Auch die Anleihemärkte aus den Schwellenländern hätten von den Zinssenkungserwartungen gegenüber der US-Notenbank profitieren können. Die Risikoaufschläge seien auch dort rückläufig gewesen. Der Gesamtmarkt (JP Morgan EMBI Global Div.-Index) für in US-Dollar und Euro begebene Hartwährungsanleihen habe um 1,2 Prozent zugelegt. (Ausgabe vom 07.08.2019) (12.08.2019/alc/a/a)
Die Europäische Zentralbank (EZB) habe auf ihrem Treffen am 25. Juli wie erwartet die Lockerung ihrer geldpolitischen Linie angekündigt. Die Zinssätze seien zwar unverändert geblieben, allerdings bereite die EZB ein umfangreiches Paket geldpolitischer Maßnahmen wie Staffelzinsen, Anleiheankäufe und Zinssenkungen für September vor. Dies sei von weiterhin schwachen Konjunkturdaten im Euroraum unterstützt worden. Der europäische Staatsanleihemarkt habe im Juli freundlich tendiert. Auf Indexebene (iBoxx - Sovereigns) habe der Gesamtmarkt um 1,7 Prozent zugelegt. In einigen Märkten seien renditeseitig neue Tiefs zu beobachten gewesen. Peripherieanleihen hätten sich besser als Papiere aus den Kernländern entwickelt.
Am US-Rentenmarkt habe sich im Monatsvergleich sehr wenig getan. Auf ihrer Sitzung am 31. Juli habe die FED zwar die Markterwartungen erfüllt und, erstmals seit zehn Jahren, ihr Leitzinsband um 25 Basispunkte gesenkt. Powell habe jedoch klar gemacht, dass dies nicht der Beginn einer Reihe von Zinssenkungen sei. Der Schritt sei als Prävention gegen konjunkturelle Abwärtsrisiken gedacht. Zusätzlich habe die FED die Reduzierung ihrer Anleihebestände vorzeitig zum 1. August beendet und damit implizit einen weiteren Lockerungsschritt vorgenommen. Die US-Zinsstrukturkurve sei über die kurzen Laufzeiten etwas flacher geworden. Auf Gesamtmarktebene (JP Morgan Global Bond US-Index) hätten sich die US-Renten im Juli aber unverändert gezeigt.
Europäische Unternehmensanleihen hätten von der Aussicht auf weitere Ankäufe seitens der EZB profitiert. Einige Gewinnwarnungen im Rahmen der Berichtssaison seien von den Zentralbanken überlagert worden. Der Gesamtmarkt (ICE BofA Merrill Lynch Euro Corporates, ER00-Index) habe im Juli unter rückläufigen Risikoprämien einen Zuwachs in Höhe von 1,4 Prozent erzielt. Auch die Anleihemärkte aus den Schwellenländern hätten von den Zinssenkungserwartungen gegenüber der US-Notenbank profitieren können. Die Risikoaufschläge seien auch dort rückläufig gewesen. Der Gesamtmarkt (JP Morgan EMBI Global Div.-Index) für in US-Dollar und Euro begebene Hartwährungsanleihen habe um 1,2 Prozent zugelegt. (Ausgabe vom 07.08.2019) (12.08.2019/alc/a/a)


