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Rentenmärkte weltweit: Hohe Nachfrage nach Anleihen
20.02.20 09:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nach dem durchwachsenen Schlussquartal 2019 starteten US-Schatzanweisungen freundlich in das neue Jahr und machten schnell die Verluste aus den Vormonaten wett, so die Experten von Union Investment.
Die Ursachen für die hohe Nachfrage seien jedoch wenig erfreulich gewesen. US-Staatsanleihen hätten vielen Anlegern vielmehr als sicherer Hafen gedient. Die Flucht in Qualität habe zunächst ein US-Angriff im Irak auf den iranischen General Soleimani ausgelöst. Kurzfristig hätten Anleger eine weitere Eskalation der Krise im Nahen Osten gefürchtet. Kaum seien die Ereignisse verdaut worden, habe sich die Nachrichtenlage zum neuartigen Corona-Virus zugespitzt.
Das in China ausgebrochene Virus verbreite sich trotz umfangreicher Gegenmaßnahmen schnell und habe bereits viele Todesopfer, vor allem in China, gefordert. Anleger hätten negative Auswirkungen auf das chinesische Wachstum gefürchtet. Je länger diese Maßnahmen anhalten würden, umso größer sei die Gefahr, dass darunter auch der Welthandel insgesamt leide. Auf Indexebene (JP Morgan Global Bond US-Index) hätten US-Staatsanleihen im Januar Dezember mit 2,6 Prozent deutlich hinzugewonnen.
Kernanleihen aus dem Euroraum hätten eine ganz ähnliche Bewegung vollzogen. Der hohe Anlagenotstand vieler Investoren zu Jahresbeginn einerseits und die positive Nachrichtenlage aus der Region andererseits hätten auch bei Peripherieanleihen zu kräftigen Kursgewinnen geführt. Neuemissionen seien vielfach deutlich überzeichnet gewesen. In Italien hätten Regionalwahlen die Machtverhältnisse innerhalb der Regierung verschoben. Eine daraus befürchtete Regierungskrise habe aber abgewendet werden können. Gemessen am iBoxx Euro Sovereign Index hätten europäische Staatsanleihen im Januar 2,5 Prozent an Wert gewonnen.
Euro-Unternehmensanleihen hätten sich vergleichsweise gut gehalten und seien trotz der höheren Risikoaversion der Marktteilnehmer mit einem Plus von 1,1 Prozent (ICE BofA Merrill Lynch Euro Corporates, ER00-Index) aus dem Handel gegangen. Die hohe Nachfrage und das Kaufprogramm der Europäischen Zentralbank hätten gestützt. Anleihen aus den Schwellenländern hätten sich ebenfalls erfreulich entwickelt. Auf Gesamtmarktebene (JP Morgan EMBI Global Diversified-Index) hätten entsprechende Papiere im Berichtsmonat um 1,5 Prozent zulegen können. (Ausgabe vom 18.02.2020) (20.02.2020/alc/a/a)
Die Ursachen für die hohe Nachfrage seien jedoch wenig erfreulich gewesen. US-Staatsanleihen hätten vielen Anlegern vielmehr als sicherer Hafen gedient. Die Flucht in Qualität habe zunächst ein US-Angriff im Irak auf den iranischen General Soleimani ausgelöst. Kurzfristig hätten Anleger eine weitere Eskalation der Krise im Nahen Osten gefürchtet. Kaum seien die Ereignisse verdaut worden, habe sich die Nachrichtenlage zum neuartigen Corona-Virus zugespitzt.
Kernanleihen aus dem Euroraum hätten eine ganz ähnliche Bewegung vollzogen. Der hohe Anlagenotstand vieler Investoren zu Jahresbeginn einerseits und die positive Nachrichtenlage aus der Region andererseits hätten auch bei Peripherieanleihen zu kräftigen Kursgewinnen geführt. Neuemissionen seien vielfach deutlich überzeichnet gewesen. In Italien hätten Regionalwahlen die Machtverhältnisse innerhalb der Regierung verschoben. Eine daraus befürchtete Regierungskrise habe aber abgewendet werden können. Gemessen am iBoxx Euro Sovereign Index hätten europäische Staatsanleihen im Januar 2,5 Prozent an Wert gewonnen.
Euro-Unternehmensanleihen hätten sich vergleichsweise gut gehalten und seien trotz der höheren Risikoaversion der Marktteilnehmer mit einem Plus von 1,1 Prozent (ICE BofA Merrill Lynch Euro Corporates, ER00-Index) aus dem Handel gegangen. Die hohe Nachfrage und das Kaufprogramm der Europäischen Zentralbank hätten gestützt. Anleihen aus den Schwellenländern hätten sich ebenfalls erfreulich entwickelt. Auf Gesamtmarktebene (JP Morgan EMBI Global Diversified-Index) hätten entsprechende Papiere im Berichtsmonat um 1,5 Prozent zulegen können. (Ausgabe vom 18.02.2020) (20.02.2020/alc/a/a)


