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Rentenmärkte entwickelten sich zunächst positiv, brachen jedoch seit Mai ein
09.07.13 17:11
PEH Wertpapier
München (www.anleihencheck.de) - In den letzten sechs Monaten entwickelten sich die Märkte sehr unterschiedlich: Die US-Börsen und die in Japan starteten durch, die Emerging Markets verloren dagegen um rund 10%, so die Experten von PEH Wertpapier.
Der Goldpreis habe seine Talfahrt fortgesetzt, auch insgesamt hätten sich die Rohstoffmärkte nach unten bewegt. Die Rentenmärkte hätten sich zunächst positiv entwickelt, seien jedoch seit Mai eingebrochen.
Die chaotischen Rettungsbemühungen für die Banken in Zypern hätten ab März für Nervosität gesorgt. Im Gefolge dieser Krise seien Entscheidungen getroffen worden, die das Verhalten der Investoren künftig prägen würden: Die Bestimmungen rund um die Bankenrettung würden verschärft. Nun solle gesetzlich verankert werden, dass die Aktieninhaber die Ersten sein würden, die in einer Krise Geld verlieren würden, dann die Anleihebesitzer, danach die Bankkunden mit mehr als 100.000 Euro Einlagen. Erst am Schluss greife der ESM mit dem Geld der Steuerzahler ein. Im Prinzip sei das nichts Neues - aber jetzt würden die Investoren wissen, was Sache sei.
EZB und FED hätten die Märkte seit langem massiv mit Geld geflutet, um die Konjunktur zu stützen. Diese Liquidität habe Anlageziele gesucht. Seit Jahresbeginn seien zudem in Japan alle Schleusen geöffnet worden - noch radikaler als im Westen. Die Ziele: Wachstum und eine Inflation um 2%. Bislang sei die Strategie erfolgreich gewesen: Die Wirtschaft sei im ersten Quartal annualisiert um 4% gewachsen, die Aktienkurse hätten sich bis in den Mai hinein klar nach oben bewegt.
Bessere US-Wirtschaftsdaten hätten dann Befürchtungen genährt, dass die FED nicht mehr unbegrenzt Liquidität bereitstellen und damit den Börsen Schubkraft entziehen würde. Das habe die Kurse sinken lassen - eine absurde Situation. Im Juni sei es offiziell gewesen: Die Geldfluten würden wieder eingedämmt - allerdings abhängig von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung.
Parallel sei China in den Fokus gerückt: Die staatsgesteuerten Großbanken würden die Wirtschaft nicht mit dem benötigten Geld versorgen, diese weiche deshalb seit langem auf ein nahezu unkontrolliertes System von Schattenbanken aus. Die Regierung habe hier nun regulierend eingegriffen, die Zentralbank habe zudem zeitweise die Liquidität am Interbankenmarkt verknappt.
Die Wachstumszahlen lägen nicht mehr auf dem gewohnt hohen Niveau, und die neue Regierung müsse erst beweisen, dass sie die Herausforderungen meistern könne. Für kurze Zeit habe Panik geherrscht: Investoren hätten nur noch eine Liquiditätsverknappung in zwei der größten Wirtschaften der Welt registriert. Sie hätten alles andere ausgeblendet und seien ins Bargeld geflüchtet. Von den starken Verwerfungen seien nicht nur die Aktien betroffen gewesen, sondern auch Rohstoffe und Renten.
Die globalen Rentenmärkte hätten heftig reagiert, da auch sie sich an die laufende Liquiditätsversorgung gewöhnt hätten. Die Investoren hätten in Cash gewechselt und auf den Anstieg der kurzfristigen Zinsen gewartet – zunächst werde das jedoch nicht eintreten, da bislang nur die FED einen Ausstieg ins Auge fasse. Die Experten würden davon ausgehen, dass eine wirtschaftliche Normalisierung der Zinsen zu Ende des Jahres eintreten dürfte. Die US-amerikanischen Renten könnten die Erwartungen eines nominalen Wachstums in den USA von ca. 3% bis 4 Prozent antizipieren. Die europäischen Renten dürften dem Beispiel aus den USA folgen. Das nominale Wirtschaftswachstum dürfte in der zweiten Jahreshälfte hier jedoch näher an 2% liegen.
Inzwischen habe sich die Lage beruhigt. Und wenn man die Emotionen herausnehme, seien die Aussichten gut, dass die Experten insgesamt mit einer langfristigen Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten rechnen könnten.
In Japan habe der neue Kurs Wirkung gezeigt. Nach dem extrem raschen Anstieg der letzten Zeit seien Gewinnmitnahmen und eine Korrektur zu erwarten gewesen. Wichtig sei: Nach mehr als 20 Jahren Dornröschenschlaf würden sich die Indikatoren jetzt auf breiter Front verbessern, zudem erleichtere der gefallene Kurs des Yen den Export.
Die Regierung in China könne die Liquidität nach Belieben steuern - und sie habe in diesem Jahrzehnt das Bankensystem bereits einmal entschlossen rekapitalisiert. Wie sich gerade zeige, nutze sie auch ihre Kontrolle über die Medien, um die Berichterstattung und damit Reaktionen im Markt einzuschränken.
In den USA erhole sich die Wirtschaft mehr und mehr. Sowohl Dow Jones als auch S&P 500 hätten bereits vor einiger Zeit neue All-Time-Highs erreicht - und gehalten. Die sich stetig verbessernden Fundamentaldaten würden für eine Fortführung des Aufwärtstrends sprechen. Ein wichtiger Faktor sei der Fracking-Boom. Die USA würden sich in kürzester Zeit vom Gas-Importeur zum Exporteur wandeln, energieintensive Industrien hätten günstige Produktionsbedingungen. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass man hier in einigen Jahren rückblickend den Startpunkt für einen Boom erkennen werde.
EZB, Bank of Japan und wohl auch die britische Notenbank würden noch längere Zeit Geld in die Märkte pumpen. Bei einer abnehmenden Liquiditätszufuhr durch die Zentralbanken dürften die Reaktionen zudem nach und nach weniger nervös ausfallen - auch beim Euro würden die Märkte inzwischen deutlich gelassener als vor einigen Jahren auf neue Nachrichten reagieren.
Die wirtschaftlichen Probleme in Europa würden zwar anhalten - doch in den besonders schwer betroffenen Ländern sollte ein Wendepunkt erreicht sein und langsam eine Besserung eintreten. Europäische Titel seien niedrig bewertet, bei Unternehmen aus Krisenstaaten bestehe selbst bei einer leichten Erholung bereits großes Potenzial für Kursgewinne. Die deutsche Wirtschaft komme wieder in Gang, Marktstimmung, Konsum und Export würden sich positiv entwickeln.
Nach einem rund 20-jährigen Anstieg der Aktienmärkte bis 2000 erlebten wir in den letzten 13 Jahren real eine Seitwärtsbewegung bei extrem hohen Schwankungen, so die Experten von PEH Wertpapier. Nun stünden die Indices wieder da, wo sie 2000 und 2007 schon gelegen hätten. Solche All-Time-Highs würden die Frage aufwerfen: Sei das nun der Gipfel gewesen, gehe es wieder ins Tal - oder setze sich der Aufstieg diesmal fort?
Verantwortlich für die positive Entwicklung sei jedenfalls nicht nur das billige Geld der Notenbanken. Bei den letzten Höchstständen seien die Unternehmen deutlich stärker verschuldet gewesen, die Kurs/Gewinn-Verhältnisse seien erheblich schlechter als heute gewesen. In langen Seitwärtstrends würden die Märkte oft ein deutliches Steigerungspotential aufbauen - auch in den 60ern und 70ern sei es insgesamt mit dem DAX nicht voran gegangen, bis Anfang der 80er der Knoten geplatzt sei.
Wenn sich die Konjunktur in den USA und auch bei uns weiter verbessert, sind steigende Zinsen eine logische Folge, so die Experten von PEH Wertpapier. Naheliegend sei dann, dass es zu Umschichtungen komme und die Volatilität an den Aktienmärkten ansteige. Damit müssten Anleger aber seit jeher leben.
Natürlich werde es immer wieder Schwankungen und zeitweilige Rückschläge geben. Die flexiblen Anlagestrategien der Experten seien mit ihrem disziplinierten und systematischen Risikomanagement für diese Herausforderungen sehr gut gerüstet, um die Chancen, die sich in diesem positiven Markttrend bieten würden, in eine nachhaltige Rendite umzusetzen. (Ausgabe vom 30.06.2013) (09.07.2013/alc/a/a)
Der Goldpreis habe seine Talfahrt fortgesetzt, auch insgesamt hätten sich die Rohstoffmärkte nach unten bewegt. Die Rentenmärkte hätten sich zunächst positiv entwickelt, seien jedoch seit Mai eingebrochen.
Die chaotischen Rettungsbemühungen für die Banken in Zypern hätten ab März für Nervosität gesorgt. Im Gefolge dieser Krise seien Entscheidungen getroffen worden, die das Verhalten der Investoren künftig prägen würden: Die Bestimmungen rund um die Bankenrettung würden verschärft. Nun solle gesetzlich verankert werden, dass die Aktieninhaber die Ersten sein würden, die in einer Krise Geld verlieren würden, dann die Anleihebesitzer, danach die Bankkunden mit mehr als 100.000 Euro Einlagen. Erst am Schluss greife der ESM mit dem Geld der Steuerzahler ein. Im Prinzip sei das nichts Neues - aber jetzt würden die Investoren wissen, was Sache sei.
EZB und FED hätten die Märkte seit langem massiv mit Geld geflutet, um die Konjunktur zu stützen. Diese Liquidität habe Anlageziele gesucht. Seit Jahresbeginn seien zudem in Japan alle Schleusen geöffnet worden - noch radikaler als im Westen. Die Ziele: Wachstum und eine Inflation um 2%. Bislang sei die Strategie erfolgreich gewesen: Die Wirtschaft sei im ersten Quartal annualisiert um 4% gewachsen, die Aktienkurse hätten sich bis in den Mai hinein klar nach oben bewegt.
Bessere US-Wirtschaftsdaten hätten dann Befürchtungen genährt, dass die FED nicht mehr unbegrenzt Liquidität bereitstellen und damit den Börsen Schubkraft entziehen würde. Das habe die Kurse sinken lassen - eine absurde Situation. Im Juni sei es offiziell gewesen: Die Geldfluten würden wieder eingedämmt - allerdings abhängig von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung.
Parallel sei China in den Fokus gerückt: Die staatsgesteuerten Großbanken würden die Wirtschaft nicht mit dem benötigten Geld versorgen, diese weiche deshalb seit langem auf ein nahezu unkontrolliertes System von Schattenbanken aus. Die Regierung habe hier nun regulierend eingegriffen, die Zentralbank habe zudem zeitweise die Liquidität am Interbankenmarkt verknappt.
Die Wachstumszahlen lägen nicht mehr auf dem gewohnt hohen Niveau, und die neue Regierung müsse erst beweisen, dass sie die Herausforderungen meistern könne. Für kurze Zeit habe Panik geherrscht: Investoren hätten nur noch eine Liquiditätsverknappung in zwei der größten Wirtschaften der Welt registriert. Sie hätten alles andere ausgeblendet und seien ins Bargeld geflüchtet. Von den starken Verwerfungen seien nicht nur die Aktien betroffen gewesen, sondern auch Rohstoffe und Renten.
Die globalen Rentenmärkte hätten heftig reagiert, da auch sie sich an die laufende Liquiditätsversorgung gewöhnt hätten. Die Investoren hätten in Cash gewechselt und auf den Anstieg der kurzfristigen Zinsen gewartet – zunächst werde das jedoch nicht eintreten, da bislang nur die FED einen Ausstieg ins Auge fasse. Die Experten würden davon ausgehen, dass eine wirtschaftliche Normalisierung der Zinsen zu Ende des Jahres eintreten dürfte. Die US-amerikanischen Renten könnten die Erwartungen eines nominalen Wachstums in den USA von ca. 3% bis 4 Prozent antizipieren. Die europäischen Renten dürften dem Beispiel aus den USA folgen. Das nominale Wirtschaftswachstum dürfte in der zweiten Jahreshälfte hier jedoch näher an 2% liegen.
In Japan habe der neue Kurs Wirkung gezeigt. Nach dem extrem raschen Anstieg der letzten Zeit seien Gewinnmitnahmen und eine Korrektur zu erwarten gewesen. Wichtig sei: Nach mehr als 20 Jahren Dornröschenschlaf würden sich die Indikatoren jetzt auf breiter Front verbessern, zudem erleichtere der gefallene Kurs des Yen den Export.
Die Regierung in China könne die Liquidität nach Belieben steuern - und sie habe in diesem Jahrzehnt das Bankensystem bereits einmal entschlossen rekapitalisiert. Wie sich gerade zeige, nutze sie auch ihre Kontrolle über die Medien, um die Berichterstattung und damit Reaktionen im Markt einzuschränken.
In den USA erhole sich die Wirtschaft mehr und mehr. Sowohl Dow Jones als auch S&P 500 hätten bereits vor einiger Zeit neue All-Time-Highs erreicht - und gehalten. Die sich stetig verbessernden Fundamentaldaten würden für eine Fortführung des Aufwärtstrends sprechen. Ein wichtiger Faktor sei der Fracking-Boom. Die USA würden sich in kürzester Zeit vom Gas-Importeur zum Exporteur wandeln, energieintensive Industrien hätten günstige Produktionsbedingungen. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass man hier in einigen Jahren rückblickend den Startpunkt für einen Boom erkennen werde.
EZB, Bank of Japan und wohl auch die britische Notenbank würden noch längere Zeit Geld in die Märkte pumpen. Bei einer abnehmenden Liquiditätszufuhr durch die Zentralbanken dürften die Reaktionen zudem nach und nach weniger nervös ausfallen - auch beim Euro würden die Märkte inzwischen deutlich gelassener als vor einigen Jahren auf neue Nachrichten reagieren.
Die wirtschaftlichen Probleme in Europa würden zwar anhalten - doch in den besonders schwer betroffenen Ländern sollte ein Wendepunkt erreicht sein und langsam eine Besserung eintreten. Europäische Titel seien niedrig bewertet, bei Unternehmen aus Krisenstaaten bestehe selbst bei einer leichten Erholung bereits großes Potenzial für Kursgewinne. Die deutsche Wirtschaft komme wieder in Gang, Marktstimmung, Konsum und Export würden sich positiv entwickeln.
Nach einem rund 20-jährigen Anstieg der Aktienmärkte bis 2000 erlebten wir in den letzten 13 Jahren real eine Seitwärtsbewegung bei extrem hohen Schwankungen, so die Experten von PEH Wertpapier. Nun stünden die Indices wieder da, wo sie 2000 und 2007 schon gelegen hätten. Solche All-Time-Highs würden die Frage aufwerfen: Sei das nun der Gipfel gewesen, gehe es wieder ins Tal - oder setze sich der Aufstieg diesmal fort?
Verantwortlich für die positive Entwicklung sei jedenfalls nicht nur das billige Geld der Notenbanken. Bei den letzten Höchstständen seien die Unternehmen deutlich stärker verschuldet gewesen, die Kurs/Gewinn-Verhältnisse seien erheblich schlechter als heute gewesen. In langen Seitwärtstrends würden die Märkte oft ein deutliches Steigerungspotential aufbauen - auch in den 60ern und 70ern sei es insgesamt mit dem DAX nicht voran gegangen, bis Anfang der 80er der Knoten geplatzt sei.
Wenn sich die Konjunktur in den USA und auch bei uns weiter verbessert, sind steigende Zinsen eine logische Folge, so die Experten von PEH Wertpapier. Naheliegend sei dann, dass es zu Umschichtungen komme und die Volatilität an den Aktienmärkten ansteige. Damit müssten Anleger aber seit jeher leben.
Natürlich werde es immer wieder Schwankungen und zeitweilige Rückschläge geben. Die flexiblen Anlagestrategien der Experten seien mit ihrem disziplinierten und systematischen Risikomanagement für diese Herausforderungen sehr gut gerüstet, um die Chancen, die sich in diesem positiven Markttrend bieten würden, in eine nachhaltige Rendite umzusetzen. (Ausgabe vom 30.06.2013) (09.07.2013/alc/a/a)


