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Rentenmärkte: Anleger setzen auf die Notenbanken
11.07.19 10:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Im Juni setzte sich der freundliche Trend an den Rentenmärkten fort, so die Experten von Union Investment.
Mehrheitlich schwache Konjunkturdaten, geringe Inflationsraten und der weiterhin nicht gelöste Handelsstreit zwischen China und den USA hätten Anleger in die sicheren Anlagehäfen getrieben. Die Rendite von zehnjährigen US−Schatzanweisungen habe zwischenzeitlich die Marke von zwei Prozent unterschritten. Laufzeitgleiche Bundesanleihen hätten bei -0,34 Prozent ein Allzeittief markiert. Europäische Staatsanleihen aus den Kernländer hätten sich daher verteuert, gemessen am iBoxx Sovereigns-Index um 2,3 Prozent.
Unterstützung sei auch von der Geldpolitik gekommen. Acht von 17 Mitgliedern der US-Notenbank würden sich mittlerweile für Zinssenkungen aussprechen. Laut ihrem Vorsitzenden Powell sei es das Ziel der FED, den wirtschaftlichen Aufschwung in den USA am Leben zu halten. Um die Wirtschaft sinnvoll zu stimulieren, würden Anleger daher schon bald mit einer Zinssenkung um 50 Basispunkte rechnen. Auch die Europäische Zentralbank habe sich handlungsbereit gezeigt. Wenn nötig sei man bereit die Zinsen zu senken und die Ankaufprogramme wieder aufleben zu lassen, habe EZB-Chef Mario Draghi verkündet.
Von einem neuen Kaufprogramm würden die Anleihen der europäischen Peripherieländer besonders profitieren, weshalb sie auf Indexebene im Juni auch um 3,2 Prozent zugelegt hätten. Die größten Zugewinne hätten dabei Papiere aus Italien verzeichnet, die dann wohl auch bei einem neuerlichen Haushaltstreit mit der Europäischen Union gekauft werden würden. Insgesamt seien die Erwartungen an die Geldpolitik hoch gesteckt. Sollten die Währungshüter nicht liefern, sei das Enttäuschungspotenzial groß.
Von der Suche nach Rendite hätten aber auch die risikobehafteten Anleihesegmente profitiert. Trotz eher mäßiger Nachrichtenlage seien die Kurse europäischer Unternehmensanleihen auf Indexebene um 1,5 Prozent angestiegen. Papieren aus den aufstrebenden Volkswirtschaften sei die Aussicht auf sinkende US-Leitzinsen entgegengekommen. Dadurch würden sich für diese Länder die Refinanzierungskosten verringern. Hartwährungsanleihen aus den Emerging Markets hätten daher im Juli auf den Gesamtmarkt bezogen um 3,4 Prozent zugelegt. (Ausgabe vom 09.07.2019) (11.07.2019/alc/a/a)
Mehrheitlich schwache Konjunkturdaten, geringe Inflationsraten und der weiterhin nicht gelöste Handelsstreit zwischen China und den USA hätten Anleger in die sicheren Anlagehäfen getrieben. Die Rendite von zehnjährigen US−Schatzanweisungen habe zwischenzeitlich die Marke von zwei Prozent unterschritten. Laufzeitgleiche Bundesanleihen hätten bei -0,34 Prozent ein Allzeittief markiert. Europäische Staatsanleihen aus den Kernländer hätten sich daher verteuert, gemessen am iBoxx Sovereigns-Index um 2,3 Prozent.
Von einem neuen Kaufprogramm würden die Anleihen der europäischen Peripherieländer besonders profitieren, weshalb sie auf Indexebene im Juni auch um 3,2 Prozent zugelegt hätten. Die größten Zugewinne hätten dabei Papiere aus Italien verzeichnet, die dann wohl auch bei einem neuerlichen Haushaltstreit mit der Europäischen Union gekauft werden würden. Insgesamt seien die Erwartungen an die Geldpolitik hoch gesteckt. Sollten die Währungshüter nicht liefern, sei das Enttäuschungspotenzial groß.
Von der Suche nach Rendite hätten aber auch die risikobehafteten Anleihesegmente profitiert. Trotz eher mäßiger Nachrichtenlage seien die Kurse europäischer Unternehmensanleihen auf Indexebene um 1,5 Prozent angestiegen. Papieren aus den aufstrebenden Volkswirtschaften sei die Aussicht auf sinkende US-Leitzinsen entgegengekommen. Dadurch würden sich für diese Länder die Refinanzierungskosten verringern. Hartwährungsanleihen aus den Emerging Markets hätten daher im Juli auf den Gesamtmarkt bezogen um 3,4 Prozent zugelegt. (Ausgabe vom 09.07.2019) (11.07.2019/alc/a/a)


