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Renten: Die nächste Brückenfinanzierung droht, Balance-Akt der FED
31.07.15 08:30
Baader Bank
Unterschleissheim (www.anleihencheck.de) - Zweckoptimismus in Brüssel und Athen kennzeichnet die Gespräche um das dritte Hilfsprogramm für Griechenland, so Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank.
Bis zum 20. August müsse man schließlich die Verhandlungen in trockenen Tüchern haben. Denn just dann werde wieder eine Rückzahlung an die Europäische Zentralbank (EZB) und andere Notenbanken in Höhe von 3,2 Mrd. EUR fällig. Immerhin seien die Auflagen für Hellas schon zu Verhandlungsbeginn aufgrund des Athener Vorschlags vom 10. Juli genauer umrissen als je zuvor. So habe Athen bereits zugesagt, das Renteneintrittsalter auf 67 Jahre anzuheben, den Vorruhestand unattraktiv zu machen und Selbstständige stärker zur Kasse zu bitten. Hinzu würden Senkungen von Berufsstandards kommen, was zu einer größeren Liberalisierung führen dürfte.
All diese Maßnahmen, die noch näher zu regeln seien, sollten dann in ein "Memorandum of Understanding" gepackt werden, das die "Quadriga", die aus EU-Kommission, EZB, Internationalem Währungsfonds und Europäischem Stabilitätsmechanismus (ESM) bestehe, zusammen mit den Vertretern Griechenlands beschließe.
Aber auch wenn hierbei eine Einigung rechtzeitig gelingen sollte, werde zum 20. August wieder eine Brückenfinanzierung notwendig sein, um die dann fällig werdenden Schulden bei der EZB zu begleichen. Denn die Verabschiedung des dritten Hilfspakets durch diverse Parlamente werde nicht rechtzeitig erfolgen können. In diesem Zusammenhang würden die Analysten hoffen, dass der Song der DDR-Rockband Karat nicht Realität werde!
Ein Land in solchen Fällen auch aus der Währungsunion ausschließen zu können, dafür würden die "Fünf Wirtschaftsweisen" plädieren und eine Insolvenzordnung für Eurostaaten fordern, um private Gläubiger stärker in die Pflicht zu nehmen. Einen europäischen Finanzminister oder gar eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung der Euro-Länder, wie sie das ZEW fordere, würden die "Weisen" allerdings strikt ablehnen. Doch unter Fachleuten herrsche keine einhellige Meinung und es würden sehr unterschiedliche Sichtweisen aufeinander treffen.
So habe der DIW-Präsident Marcel Fratzscher dem "Sachverständigenrat" eine Kehrtwende vorgeworfen und den Vorschlag eines Euro-Austritts als "höchst gefährlich" bezeichnet. Aber die Reaktion habe nicht lange auf sich warten lassen. Einen Austritt aus der Währungsunion dürfe man hingegen nicht tabuisieren, habe Lars Feld, einer der Sachverständigen gesagt. Denn die Europartner wären somit erpressbar und nicht mehr frei handlungsfähig.
In den kommenden Wochen werde sich das Hauptaugenmerk der Börsianer auf die Geldpolitik der US-Notenbank richten. Neue Hinweise auf die weitere Vorgehensweise der FED habe man sich von der gestern zu Ende gegangenen zweitägigen Sitzung der Notenbanker erhofft. Grundsätzlich gebe es bei Zinsentscheidungen nur die Möglichkeiten zu agieren bzw. zu reagieren. Mit der ersten Variante wolle man die Zinsmärkte sehr schnell vor vollendete Tatsachen stellen und Fakten schaffen. Mit der zweiten Variante solle der Markt behutsam auf eine mögliche Zinsänderung vorbereitet werden.
Nach dem bisher gewählten "Wording" scheine man sich in den USA für die zweite Möglichkeit entschieden zu haben. Man versuche also gleichzeitig eine Richtung aufzuzeigen, aber ohne Versprechungen machen zu wollen und sich die Möglichkeit einer Anpassung zu verbauen. Dieser Balance-Akt sei aktuell eine der schwierigsten Aufgaben der US-Notenbankchefin Yanet Yellen.
Eine zeitnahe Änderung werde es aus mehreren Gründen nicht geben. Erstens sei die US-Wirtschaft noch nicht so robust, dass eine Zinswende ohne Komplikationen unmittelbar einzuleiten wäre, und zweitens mache das Geschehen an den chinesischen Finanz- und Immobilienmärkten vorerst eine zögerliche Haltung notwendig. Somit verschiebe sich eine mögliche Zinsanhebung in den USA bis in den September bzw. in den Dezember dieses Jahres.
Ähnlich stelle sich die Situation in Großbritannien dar. Denn auch dort werde die Diskussion um eine Leitzinserhöhung immer intensiver geführt, weil die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einen solchen Schritt bereits in naher Zukunft möglich erscheinen lassen würden. So sei in dem jüngsten Protokoll nachzulesen, dass sich bei einigen Ratsmitgliedern die Meinung zugunsten einer Zinserhöhung verfestigt habe und lediglich die Griechenlandkrise zu dem noch einstimmigen Beschluss einer Nichtanpassung der Leitzinsen geführt habe. Es zeichne sich somit ein Kopf-an-Kopf-Rennen darüber ab, welche Notenbank zuerst die Erhöhung beschließen werde, Alt- oder Neu-England.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) übe Druck auf die Eurozone aus. Angesichts schwacher Konjunkturaussichten habe der IWF die 19 Euroländer zu weiteren Reformen und Konjunkturspritzen aufgefordert. Ein potenzielles mittelfristiges Wachstum von im Schnitt nur einem Prozent reiche nicht aus, um die Arbeitslosigkeit auf ein akzeptables Maß zu senken. Daher sei die Eurozone laut IWF anfällig für negative Schocks.
Vor diesem Hintergrund fordere der IWF die Länder mit finanziellem Spielraum und geringen öffentlichen Schulden auf, jene im Stabilitäts- und Wachstumspakt angelegte Flexibilität für mehr Investitionen zu nutzen und meine damit insbesondere Deutschland. So seien die anhaltend und hohen Leistungsbilanz-Überschüsse des größten Euro-Mitglieds dem IWF ein Dorn im Auge. Würden sie seiner Einschätzung nach doch nicht so sehr aus der hohen Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen resultieren, sondern vor allem aus einer schwachen Inlandsnachfrage. Und die solle nach Überzeugung des IWF mit mehr Investitionen angeregt werden.
"Deutschlands Überschuss geht mit einer bemerkenswert schwachen Inlandsnachfrage einher", schreibe dazu der IWF. In der aktuellen Überschussepisode wachse die reale Binnennachfrage nur halb so stark wie in normalen Zeiten.
Die Frage sei nun zum einen, ob der IWF gemeint habe, Deutschland solle sich zugunsten eines Programms zum Anheizen der Binnenkonjunktur stärker verschulden - und zum anderen, welchen Branchen und vor allem, welchen anderen Ländern dies nutzen würde. Französischen Winzern, griechischen Olivenbauern oder doch der eigenen, deutschen Automobilindustrie?
Die österreichische Regierung habe vor dem Verfassungsgericht in Wien eine schmerzliche Niederlage erlitten. So hätten die Richter das Sondergesetz zum ersten Schuldenschnitt bei der Krisenbank Heta, der Abwicklungsgesellschaft der Hypo Alpe Adria, gekippt.
Mit der vor einem Jahr beschlossenen Maßnahme habe Wien Forderungen im Volumen von 1,6 Mrd. EUR gänzlich gestrichen. Auch das Bundesland Kärnten sei aus der Haftung entlassen worden. Ebenso sei keine Frist zur Sanierung eingeräumt worden. Das Gesetz sei nicht mehr anzuwenden, habe nun der Verfassungsgerichtshof (VfGH) in Wien erklärt. Als Grund für die Aufhebung sei genannt worden, dass innerhalb der Nachranggläubiger differenziert worden sei.
Verbindlichkeiten, die vor 2019 fällig würden, hätten nach dem Sondergesetz als erloschen gegolten, länger laufende seien bestehen geblieben. Diese unterschiedliche Behandlung gleichwertiger Forderungen widerspreche aber dem Grundsatz des Eigentumschutzes, der auch von der Menschenrechtskonvention abgesichert sei, hätten die Richter argumentiert. Des Weiteren sei das Erlöschen der Haftungen verfassungswidrig, weil der Kärntner Schutzschirm für andere Verbindlichkeiten weiterbestehe.
Für betroffene Investoren würden damit die Chancen steigen, zumindest einen Teil ihres Geldes wiederzusehen. Der Beschluss des VfGH koste die Heta nach eigenen Angaben rund 900 Mio. EUR, inklusive Zinseszinsen.
Das in diesem Jahr verhängte Zahlungsmoratorium der Heta sei nicht Gegenstand des Verfahrens gewesen. Der VfGH gehe allerdings davon aus, dass auch dieses früher oder später bei ihm zur Verhandlung kommen werde. Schließlich würden auch hier Milliardenklagen laufen.
Ungeachtet der überraschend positiven Signale, welche der ifo-Index in dieser Woche gesendet habe, stünden für die deutsche Exportwirtschaft zwei Themen auf der Agenda, die sich stärker auf die Konjunktur auswirken dürften als die Griechenland-Krise. Da seien zum einen die Ausfuhren nach Russland, die aufgrund der Sanktionen drastisch zurückgehen würden, und da sei zum anderen die unsichere Situation in China, die sich in einem Kurseinbruch an den Börsen widerspiegele.
So dürften die wirtschaftlichen Strafmaßnahmen gegen Russland in diesem Jahr zu einem Exporteinbruch von 30 auf 20 Mrd. EUR führen, wie der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft hochrechne. Ähnlich betroffen sei das Geschäft mit den Nachbarn Russlands. Kein Wunder also, dass der Ost-Ausschuss die Politik eindringlich auffordere, die Anstrengungen zur Lösung der Ukraine-Krise weiter hochzuhalten. Von der Russland-Krise betroffen sei besonders das Oberklassensegment der Automobilbranche, in dem die deutschen Hersteller marktführend seien.
Dies gelte auch für den chinesischen Markt, wo durch die massive staatliche Intervention an den Börsen die Zweifel an der Entschlossenheit der Regierung genährt würden, dringend notwendige marktwirtschaftliche Reformen umzusetzen. Mehrfach habe Peking in den vergangenen Wochen, meist vergeblich, versucht, den Kurssturz am Aktienmarkt durch Eingriffe zu stoppen. Daher wäre es keine Überraschung, wenn Chinas Börsen noch über Monate größeren Schwankungen ausgesetzt wären. Besonders Hinweise auf einen Rückzug des Staates könnten noch zu weiteren Kursverlusten an den Aktienmärkten führen.
Doch anstatt sich mit weiteren staatlichen Interventionen zu befassen, wäre es in Peking eigentlich an der Zeit, anstehende Reformen voranzutreiben, um den Binnenkonsum zu stärken und die Innovationsfähigkeit der heimischen Unternehmen zu fördern. Passiere dies nicht, drohe nach Ansicht von China-Experten unweigerlich ein Einbruch der Konjunktur. Und dies würde auch zu Lasten der deutschen Exportindustrie gehen.
So kurz vor den lang ersehnten Sommerferien habe sich der ein oder andere Finanzchef noch zur Refinanzierung an den Kapitalmarkt gewagt. Anders als bei den teilweise günstigen Last Minute Angeboten der Reiseveranstalter sei diese Aktivität nicht der Urlaubsplanung, sondern der Sicherung der aktuellen Finanzierungskonditionen geschuldet.
So sei der niederländische Metall- und Bergbaukonzern Urenco Finance NV diesem Trend gefolgt und habe eine 7-jährige Anleihe (ISIN XS1269854870 / WKN A1Z4XT) im Volumen von 500 Mio. EUR mit Laufzeit bis zum 05.08.2022 begeben. Der Emittent zahle dabei einen jährlichen Zins in Höhe von 2,25% an die Anleger. Der Bond sei mit einem Emissionsspread von +168 bps über Mid Swap gepreist worden. Folglich habe der Ausgabepreis 99,40% betragen.
Ebenso aktiv, mit einem Doppelpack an neuen Anleihen, sei die in der Verpackungsindustrie tätige französische Horzion Holding geworden. Das Unternehmen habe 300 Mio. EUR mittels einer 7-jährigen Anleihe (ISIN XS1265903937 / WKN A1Z4UD) mit einer Laufzeit bis zum 01.08.2022 refinanziert. Allerdings habe sich der Emittent drei Sonderkündigungsrechte festschreiben lassen (zum 01.08.2018 mit 102,563%, zum 01.08.2019 mit 101,281% und schließlich nochmal zum 01.08.2020 zu pari). Der Kupon betrage 5,125% jährlich und bleibe während der Laufzeit unverändert. Die Anleihe sei bei 100% und somit bei +482 bps über der vergleichbaren Bundesanleihe gepreist worden.
Der zweite Teil der Dualtranche sei als 225 Mio. EUR schwere 8-jährige Anleihe (ISIN XS1265973047 / WKN A1Z4UB) ausgegeben worden. Der Bond laufe bis zum 01.08.2023, wobei auch hier wieder diverse Sonderkündigungsmöglichkeiten zu Gunsten des Emittenten vereinbart worden seien. So könne die Horizon Holding die Anleihe jeweils zum 01.08.2018 zu 103,625%, zum 01.08.2019 zu 101,813% sowie nochmal zum 01.08.2020 zu 100% kündigen. Der Zinssatz sei über die Laufzeit konstant und betrage 7,25% jährlich. Die Anleihe sei mit +681 bps über der vergleichbaren Bundesanleihe gepreist worden, was einem Emissionspreis von 100% entsprochen habe.
Die Emittenten hätten bei allen genannten Anleihen eine Mindeststückelung von 100.000 EUR gewählt und somit dürften die Anleihen eher für institutionelle Anleger interessant sein.
In dieser Handelswoche habe das Rentenbarometer wieder ganz im Zeichen fallender Notierungen an den Aktienmärkten gestanden und zwischenzeitlich von kurzfristigen Umschichtungen profitieren können. Weitere Themen neben den Verwerfungen an den chinesischen Aktienmärkten seien die gestrige FED-Sitzung, der Beginn der Verhandlungen in Griechenland und nicht zuletzt die diversen geopolitischen Krisenherde gewesen. Doch nach einem freundlichen Wochenauftakt und Kursen bei 154,21% hätten diese Zugewinne nicht vollständig gehalten werden können und der Euro-Bund-Future sei bis auf 153,28% gefallen.
Nach der gestrigen Zinsentscheidung in den USA sei zumindest ein Unsicherheitsfaktor vorübergehend etwas in den Hintergrund gerückt und das Augenmerk der Börsianer richte sich nun wieder auf die verbliebenen Krisenherde. Doch getreu dem Motto "Nach der FED-Sitzung ist vor der FED-Sitzung" werden wir uns sicherlich bereits in wenigen Tagen wieder mit diesem Thema beschäftigen dürfen, so die Analysten der Baader Bank.
Aktuell handele der Euro-Bund-Future bei 153,54% und somit knapp oberhalb der oberen Begrenzungslinie des mittelfristigen Abwärtstrends, die sich täglich um 5 BP ermäßige. In Kombination mit einem kurzfristigen Aufwärtstrend (seit dem 13.07.) ergebe sich daraus eine Dreieckformation. In den kommenden Tagen werde sich zeigen, welcher Trend sich durchsetzen werde.
Aus charttechnischer Sicht verlaufe weiterhin bei 154,24% (Hoch 08.07.) der erste nennenswerte Widerstand und im Bereich von 152,50% zeichne sich eine leichte Unterstützung ab.
In den USA hätten in dieser Woche Refinanzierungen für 193 Mrd. USD auf dem Programm gestanden. Hierbei seien Geldmarkttitel für insgesamt 88 Mrd. USD sowie T-Notes mit Laufzeiten von zwei, fünf und sieben Jahren für 105 Mrd. USD aufgelegt worden. Bei der Laufzeit von zwei Jahren hätten Investoren die Wahl zwischen einer festen Verzinsung und einem Floater gehabt.
In Euroland hätten sich die Niederlande und Italien mit einer Mittelaufnahme von knapp 10 Mrd. EUR begnügt. Den Löwenanteil werde hierbei Italien mittels zweier Anleihen mit Laufzeiten von fünf und zehn Jahren für sich in Anspruch nehmen. Zuvor habe die Niederlande bereits die Altemission (ISIN NL0010881827 / WKN A1ZQE3, 2020) um ca. 3,5 Mrd. EUR aufgestockt.
Bemerkenswert sei in diesem Zusammenhang auch, dass insgesamt in der Eurozone Anleihen im Gegenwert von fast 44 Mrd. EUR endfällig und gleichzeitig auch Zinsen i.H.v. über 15 Mrd. EUR bezahlt worden seien. Dass lediglich nur ca. 16% der benötigten Gelder aufgenommen worden seien, könnte zwar als Hinweis auf gut gefüllte Staatskassen gedeutet werden, sei aber eher lediglich dem guten Schuldenmanagement zu verdanken.
Für alle Fußballfans in Deutschland sei die Leidenszeit, die fußballfreie Zeit, endlich vorbei. Der Ball rolle wieder, aktuell zwar lediglich in der 2. Bundesliga, aber immerhin. Somit gebe es nun ab sofort eine zusätzliche Begründung, sich außer zum Grillen in geselliger Runde zu treffen.
Zum Wochenstart habe die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Greenback auf einem Niveau von 1,0920 USD notiert und sich peu à peu sogar über die Marke von 1,11 USD emporgearbeitet. Als die hierfür treibende Kraft sei wohl der ifo-Geschäftsklima-Index auszumachen gewesen. Der Großteil der Ökonomen habe mit einem leichten Rückgang gerechnet, dagegen habe sich der Index tatsächlich von 107,4 auf 108 verbessert. Einen zusätzlichen Schub habe die Währung der Euroländer durch ein überraschend schwach ausgefallenes US-Verbrauchervertrauen bekommen.
Aber in Erwartung des gestrigen Zinsentscheids der US-Notenbank FED habe der Euro wieder einen Teil seiner Performance abgegeben und sei anschließend infolge der Statements der FED-Chefin sogar unter die Marke von 1,10 USD gerutscht. Aktuell notiere er bei 1,0950 USD.
Analog zur Transferpolitik der Fußballclubs hätten sich viele Privatanleger im Ausland umgesehen und vornehmlich Anleihen lautend auf US-Dollar, Brasilianische Real und Norwegische Kronen nachgefragt.
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Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader und Dieter Brichmann. (Ausgabe vom 30.07.2015) (31.07.2015/alc/a/a)
Bis zum 20. August müsse man schließlich die Verhandlungen in trockenen Tüchern haben. Denn just dann werde wieder eine Rückzahlung an die Europäische Zentralbank (EZB) und andere Notenbanken in Höhe von 3,2 Mrd. EUR fällig. Immerhin seien die Auflagen für Hellas schon zu Verhandlungsbeginn aufgrund des Athener Vorschlags vom 10. Juli genauer umrissen als je zuvor. So habe Athen bereits zugesagt, das Renteneintrittsalter auf 67 Jahre anzuheben, den Vorruhestand unattraktiv zu machen und Selbstständige stärker zur Kasse zu bitten. Hinzu würden Senkungen von Berufsstandards kommen, was zu einer größeren Liberalisierung führen dürfte.
All diese Maßnahmen, die noch näher zu regeln seien, sollten dann in ein "Memorandum of Understanding" gepackt werden, das die "Quadriga", die aus EU-Kommission, EZB, Internationalem Währungsfonds und Europäischem Stabilitätsmechanismus (ESM) bestehe, zusammen mit den Vertretern Griechenlands beschließe.
Aber auch wenn hierbei eine Einigung rechtzeitig gelingen sollte, werde zum 20. August wieder eine Brückenfinanzierung notwendig sein, um die dann fällig werdenden Schulden bei der EZB zu begleichen. Denn die Verabschiedung des dritten Hilfspakets durch diverse Parlamente werde nicht rechtzeitig erfolgen können. In diesem Zusammenhang würden die Analysten hoffen, dass der Song der DDR-Rockband Karat nicht Realität werde!
Ein Land in solchen Fällen auch aus der Währungsunion ausschließen zu können, dafür würden die "Fünf Wirtschaftsweisen" plädieren und eine Insolvenzordnung für Eurostaaten fordern, um private Gläubiger stärker in die Pflicht zu nehmen. Einen europäischen Finanzminister oder gar eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung der Euro-Länder, wie sie das ZEW fordere, würden die "Weisen" allerdings strikt ablehnen. Doch unter Fachleuten herrsche keine einhellige Meinung und es würden sehr unterschiedliche Sichtweisen aufeinander treffen.
So habe der DIW-Präsident Marcel Fratzscher dem "Sachverständigenrat" eine Kehrtwende vorgeworfen und den Vorschlag eines Euro-Austritts als "höchst gefährlich" bezeichnet. Aber die Reaktion habe nicht lange auf sich warten lassen. Einen Austritt aus der Währungsunion dürfe man hingegen nicht tabuisieren, habe Lars Feld, einer der Sachverständigen gesagt. Denn die Europartner wären somit erpressbar und nicht mehr frei handlungsfähig.
In den kommenden Wochen werde sich das Hauptaugenmerk der Börsianer auf die Geldpolitik der US-Notenbank richten. Neue Hinweise auf die weitere Vorgehensweise der FED habe man sich von der gestern zu Ende gegangenen zweitägigen Sitzung der Notenbanker erhofft. Grundsätzlich gebe es bei Zinsentscheidungen nur die Möglichkeiten zu agieren bzw. zu reagieren. Mit der ersten Variante wolle man die Zinsmärkte sehr schnell vor vollendete Tatsachen stellen und Fakten schaffen. Mit der zweiten Variante solle der Markt behutsam auf eine mögliche Zinsänderung vorbereitet werden.
Nach dem bisher gewählten "Wording" scheine man sich in den USA für die zweite Möglichkeit entschieden zu haben. Man versuche also gleichzeitig eine Richtung aufzuzeigen, aber ohne Versprechungen machen zu wollen und sich die Möglichkeit einer Anpassung zu verbauen. Dieser Balance-Akt sei aktuell eine der schwierigsten Aufgaben der US-Notenbankchefin Yanet Yellen.
Eine zeitnahe Änderung werde es aus mehreren Gründen nicht geben. Erstens sei die US-Wirtschaft noch nicht so robust, dass eine Zinswende ohne Komplikationen unmittelbar einzuleiten wäre, und zweitens mache das Geschehen an den chinesischen Finanz- und Immobilienmärkten vorerst eine zögerliche Haltung notwendig. Somit verschiebe sich eine mögliche Zinsanhebung in den USA bis in den September bzw. in den Dezember dieses Jahres.
Ähnlich stelle sich die Situation in Großbritannien dar. Denn auch dort werde die Diskussion um eine Leitzinserhöhung immer intensiver geführt, weil die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einen solchen Schritt bereits in naher Zukunft möglich erscheinen lassen würden. So sei in dem jüngsten Protokoll nachzulesen, dass sich bei einigen Ratsmitgliedern die Meinung zugunsten einer Zinserhöhung verfestigt habe und lediglich die Griechenlandkrise zu dem noch einstimmigen Beschluss einer Nichtanpassung der Leitzinsen geführt habe. Es zeichne sich somit ein Kopf-an-Kopf-Rennen darüber ab, welche Notenbank zuerst die Erhöhung beschließen werde, Alt- oder Neu-England.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) übe Druck auf die Eurozone aus. Angesichts schwacher Konjunkturaussichten habe der IWF die 19 Euroländer zu weiteren Reformen und Konjunkturspritzen aufgefordert. Ein potenzielles mittelfristiges Wachstum von im Schnitt nur einem Prozent reiche nicht aus, um die Arbeitslosigkeit auf ein akzeptables Maß zu senken. Daher sei die Eurozone laut IWF anfällig für negative Schocks.
Vor diesem Hintergrund fordere der IWF die Länder mit finanziellem Spielraum und geringen öffentlichen Schulden auf, jene im Stabilitäts- und Wachstumspakt angelegte Flexibilität für mehr Investitionen zu nutzen und meine damit insbesondere Deutschland. So seien die anhaltend und hohen Leistungsbilanz-Überschüsse des größten Euro-Mitglieds dem IWF ein Dorn im Auge. Würden sie seiner Einschätzung nach doch nicht so sehr aus der hohen Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen resultieren, sondern vor allem aus einer schwachen Inlandsnachfrage. Und die solle nach Überzeugung des IWF mit mehr Investitionen angeregt werden.
"Deutschlands Überschuss geht mit einer bemerkenswert schwachen Inlandsnachfrage einher", schreibe dazu der IWF. In der aktuellen Überschussepisode wachse die reale Binnennachfrage nur halb so stark wie in normalen Zeiten.
Die Frage sei nun zum einen, ob der IWF gemeint habe, Deutschland solle sich zugunsten eines Programms zum Anheizen der Binnenkonjunktur stärker verschulden - und zum anderen, welchen Branchen und vor allem, welchen anderen Ländern dies nutzen würde. Französischen Winzern, griechischen Olivenbauern oder doch der eigenen, deutschen Automobilindustrie?
Die österreichische Regierung habe vor dem Verfassungsgericht in Wien eine schmerzliche Niederlage erlitten. So hätten die Richter das Sondergesetz zum ersten Schuldenschnitt bei der Krisenbank Heta, der Abwicklungsgesellschaft der Hypo Alpe Adria, gekippt.
Mit der vor einem Jahr beschlossenen Maßnahme habe Wien Forderungen im Volumen von 1,6 Mrd. EUR gänzlich gestrichen. Auch das Bundesland Kärnten sei aus der Haftung entlassen worden. Ebenso sei keine Frist zur Sanierung eingeräumt worden. Das Gesetz sei nicht mehr anzuwenden, habe nun der Verfassungsgerichtshof (VfGH) in Wien erklärt. Als Grund für die Aufhebung sei genannt worden, dass innerhalb der Nachranggläubiger differenziert worden sei.
Verbindlichkeiten, die vor 2019 fällig würden, hätten nach dem Sondergesetz als erloschen gegolten, länger laufende seien bestehen geblieben. Diese unterschiedliche Behandlung gleichwertiger Forderungen widerspreche aber dem Grundsatz des Eigentumschutzes, der auch von der Menschenrechtskonvention abgesichert sei, hätten die Richter argumentiert. Des Weiteren sei das Erlöschen der Haftungen verfassungswidrig, weil der Kärntner Schutzschirm für andere Verbindlichkeiten weiterbestehe.
Für betroffene Investoren würden damit die Chancen steigen, zumindest einen Teil ihres Geldes wiederzusehen. Der Beschluss des VfGH koste die Heta nach eigenen Angaben rund 900 Mio. EUR, inklusive Zinseszinsen.
Das in diesem Jahr verhängte Zahlungsmoratorium der Heta sei nicht Gegenstand des Verfahrens gewesen. Der VfGH gehe allerdings davon aus, dass auch dieses früher oder später bei ihm zur Verhandlung kommen werde. Schließlich würden auch hier Milliardenklagen laufen.
Ungeachtet der überraschend positiven Signale, welche der ifo-Index in dieser Woche gesendet habe, stünden für die deutsche Exportwirtschaft zwei Themen auf der Agenda, die sich stärker auf die Konjunktur auswirken dürften als die Griechenland-Krise. Da seien zum einen die Ausfuhren nach Russland, die aufgrund der Sanktionen drastisch zurückgehen würden, und da sei zum anderen die unsichere Situation in China, die sich in einem Kurseinbruch an den Börsen widerspiegele.
So dürften die wirtschaftlichen Strafmaßnahmen gegen Russland in diesem Jahr zu einem Exporteinbruch von 30 auf 20 Mrd. EUR führen, wie der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft hochrechne. Ähnlich betroffen sei das Geschäft mit den Nachbarn Russlands. Kein Wunder also, dass der Ost-Ausschuss die Politik eindringlich auffordere, die Anstrengungen zur Lösung der Ukraine-Krise weiter hochzuhalten. Von der Russland-Krise betroffen sei besonders das Oberklassensegment der Automobilbranche, in dem die deutschen Hersteller marktführend seien.
Dies gelte auch für den chinesischen Markt, wo durch die massive staatliche Intervention an den Börsen die Zweifel an der Entschlossenheit der Regierung genährt würden, dringend notwendige marktwirtschaftliche Reformen umzusetzen. Mehrfach habe Peking in den vergangenen Wochen, meist vergeblich, versucht, den Kurssturz am Aktienmarkt durch Eingriffe zu stoppen. Daher wäre es keine Überraschung, wenn Chinas Börsen noch über Monate größeren Schwankungen ausgesetzt wären. Besonders Hinweise auf einen Rückzug des Staates könnten noch zu weiteren Kursverlusten an den Aktienmärkten führen.
Doch anstatt sich mit weiteren staatlichen Interventionen zu befassen, wäre es in Peking eigentlich an der Zeit, anstehende Reformen voranzutreiben, um den Binnenkonsum zu stärken und die Innovationsfähigkeit der heimischen Unternehmen zu fördern. Passiere dies nicht, drohe nach Ansicht von China-Experten unweigerlich ein Einbruch der Konjunktur. Und dies würde auch zu Lasten der deutschen Exportindustrie gehen.
So kurz vor den lang ersehnten Sommerferien habe sich der ein oder andere Finanzchef noch zur Refinanzierung an den Kapitalmarkt gewagt. Anders als bei den teilweise günstigen Last Minute Angeboten der Reiseveranstalter sei diese Aktivität nicht der Urlaubsplanung, sondern der Sicherung der aktuellen Finanzierungskonditionen geschuldet.
Ebenso aktiv, mit einem Doppelpack an neuen Anleihen, sei die in der Verpackungsindustrie tätige französische Horzion Holding geworden. Das Unternehmen habe 300 Mio. EUR mittels einer 7-jährigen Anleihe (ISIN XS1265903937 / WKN A1Z4UD) mit einer Laufzeit bis zum 01.08.2022 refinanziert. Allerdings habe sich der Emittent drei Sonderkündigungsrechte festschreiben lassen (zum 01.08.2018 mit 102,563%, zum 01.08.2019 mit 101,281% und schließlich nochmal zum 01.08.2020 zu pari). Der Kupon betrage 5,125% jährlich und bleibe während der Laufzeit unverändert. Die Anleihe sei bei 100% und somit bei +482 bps über der vergleichbaren Bundesanleihe gepreist worden.
Der zweite Teil der Dualtranche sei als 225 Mio. EUR schwere 8-jährige Anleihe (ISIN XS1265973047 / WKN A1Z4UB) ausgegeben worden. Der Bond laufe bis zum 01.08.2023, wobei auch hier wieder diverse Sonderkündigungsmöglichkeiten zu Gunsten des Emittenten vereinbart worden seien. So könne die Horizon Holding die Anleihe jeweils zum 01.08.2018 zu 103,625%, zum 01.08.2019 zu 101,813% sowie nochmal zum 01.08.2020 zu 100% kündigen. Der Zinssatz sei über die Laufzeit konstant und betrage 7,25% jährlich. Die Anleihe sei mit +681 bps über der vergleichbaren Bundesanleihe gepreist worden, was einem Emissionspreis von 100% entsprochen habe.
Die Emittenten hätten bei allen genannten Anleihen eine Mindeststückelung von 100.000 EUR gewählt und somit dürften die Anleihen eher für institutionelle Anleger interessant sein.
In dieser Handelswoche habe das Rentenbarometer wieder ganz im Zeichen fallender Notierungen an den Aktienmärkten gestanden und zwischenzeitlich von kurzfristigen Umschichtungen profitieren können. Weitere Themen neben den Verwerfungen an den chinesischen Aktienmärkten seien die gestrige FED-Sitzung, der Beginn der Verhandlungen in Griechenland und nicht zuletzt die diversen geopolitischen Krisenherde gewesen. Doch nach einem freundlichen Wochenauftakt und Kursen bei 154,21% hätten diese Zugewinne nicht vollständig gehalten werden können und der Euro-Bund-Future sei bis auf 153,28% gefallen.
Nach der gestrigen Zinsentscheidung in den USA sei zumindest ein Unsicherheitsfaktor vorübergehend etwas in den Hintergrund gerückt und das Augenmerk der Börsianer richte sich nun wieder auf die verbliebenen Krisenherde. Doch getreu dem Motto "Nach der FED-Sitzung ist vor der FED-Sitzung" werden wir uns sicherlich bereits in wenigen Tagen wieder mit diesem Thema beschäftigen dürfen, so die Analysten der Baader Bank.
Aktuell handele der Euro-Bund-Future bei 153,54% und somit knapp oberhalb der oberen Begrenzungslinie des mittelfristigen Abwärtstrends, die sich täglich um 5 BP ermäßige. In Kombination mit einem kurzfristigen Aufwärtstrend (seit dem 13.07.) ergebe sich daraus eine Dreieckformation. In den kommenden Tagen werde sich zeigen, welcher Trend sich durchsetzen werde.
Aus charttechnischer Sicht verlaufe weiterhin bei 154,24% (Hoch 08.07.) der erste nennenswerte Widerstand und im Bereich von 152,50% zeichne sich eine leichte Unterstützung ab.
In den USA hätten in dieser Woche Refinanzierungen für 193 Mrd. USD auf dem Programm gestanden. Hierbei seien Geldmarkttitel für insgesamt 88 Mrd. USD sowie T-Notes mit Laufzeiten von zwei, fünf und sieben Jahren für 105 Mrd. USD aufgelegt worden. Bei der Laufzeit von zwei Jahren hätten Investoren die Wahl zwischen einer festen Verzinsung und einem Floater gehabt.
In Euroland hätten sich die Niederlande und Italien mit einer Mittelaufnahme von knapp 10 Mrd. EUR begnügt. Den Löwenanteil werde hierbei Italien mittels zweier Anleihen mit Laufzeiten von fünf und zehn Jahren für sich in Anspruch nehmen. Zuvor habe die Niederlande bereits die Altemission (ISIN NL0010881827 / WKN A1ZQE3, 2020) um ca. 3,5 Mrd. EUR aufgestockt.
Bemerkenswert sei in diesem Zusammenhang auch, dass insgesamt in der Eurozone Anleihen im Gegenwert von fast 44 Mrd. EUR endfällig und gleichzeitig auch Zinsen i.H.v. über 15 Mrd. EUR bezahlt worden seien. Dass lediglich nur ca. 16% der benötigten Gelder aufgenommen worden seien, könnte zwar als Hinweis auf gut gefüllte Staatskassen gedeutet werden, sei aber eher lediglich dem guten Schuldenmanagement zu verdanken.
Für alle Fußballfans in Deutschland sei die Leidenszeit, die fußballfreie Zeit, endlich vorbei. Der Ball rolle wieder, aktuell zwar lediglich in der 2. Bundesliga, aber immerhin. Somit gebe es nun ab sofort eine zusätzliche Begründung, sich außer zum Grillen in geselliger Runde zu treffen.
Zum Wochenstart habe die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Greenback auf einem Niveau von 1,0920 USD notiert und sich peu à peu sogar über die Marke von 1,11 USD emporgearbeitet. Als die hierfür treibende Kraft sei wohl der ifo-Geschäftsklima-Index auszumachen gewesen. Der Großteil der Ökonomen habe mit einem leichten Rückgang gerechnet, dagegen habe sich der Index tatsächlich von 107,4 auf 108 verbessert. Einen zusätzlichen Schub habe die Währung der Euroländer durch ein überraschend schwach ausgefallenes US-Verbrauchervertrauen bekommen.
Aber in Erwartung des gestrigen Zinsentscheids der US-Notenbank FED habe der Euro wieder einen Teil seiner Performance abgegeben und sei anschließend infolge der Statements der FED-Chefin sogar unter die Marke von 1,10 USD gerutscht. Aktuell notiere er bei 1,0950 USD.
Analog zur Transferpolitik der Fußballclubs hätten sich viele Privatanleger im Ausland umgesehen und vornehmlich Anleihen lautend auf US-Dollar, Brasilianische Real und Norwegische Kronen nachgefragt.
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