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Renten: Die Zinskurve ist wieder etwas flacher
27.02.26 13:15
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Seit Anfang Februar befinden sich die Renditen von Staatsanleihen auf dem Rückzug, so die Analysten der Helaba.
Dabei sei der Rückgang bei längeren Laufzeiten stärker ausgeprägt als bei kurzen.
Der 10/2-Spread (Zehn- minus zweijährige Anleihen) sei innerhalb eines Monats um etwa 15 Basispunkte bei Bundesanleihen und rund 20 Basispunkte bei US-Treasuries gesunken. Dazu dürfte die geplante Einsetzung von Kevin Warsh als neuer US-Notenbankchef wesentlich beigetragen haben. Er werde im Vergleich zu den anderen Kandidaten als vergleichsweise verantwortungsvoller Geldpolitiker eingestuft und gelte nicht als Verfechter einer lockeren
Geldpolitik um jeden Preis.
Die 10-jährigen Bundesanleihen seien den US-Renditen nach unten gefolgt. Offensichtlich gebe es wieder einen größeren Gleichschritt zwischen den Rentenmärkten. Die US-Notenbank befinde sich noch im Lockerungsmodus, dürfte aber bald einen Seitwärtskurs einschlagen, den die EZB bereits seit Längerem verfolge. Der Korrelationsquotient der Wochenveränderungen, der zur Jahresmitte 2025 noch einen 30-jährigen Tiefstand erreicht habe, sei wieder auf einem normalen Level angekommen. Damit würden sich die Anleihekurse diesseits und jenseits des Atlantiks wieder ziemlich gleich bewegen.
Die sinkenden Renditen bei längeren Laufzeiten seien vermutlich auch den rückläufigen Inflationserwartungen geschuldet. Kurze Laufzeiten seien hingegen zuletzt von etwas steigenden Zinserwartungen bezüglich der Notenbanken belastet worden. Dies sei unter anderem auf die zuletzt tendenziell guten Konjunkturdaten beiderseits des Atlantiks zurückzuführen.
Die Sorge, dass niederländische Pensionskassen aufgrund der neuen gesetzlichen Vorgaben zum Jahresbeginn zügig aus langen Laufzeiten aussteigen könnten, habe sich nicht bestätigt. Schließlich hätten sie noch bis Ende 2027 Zeit, die Reformen umzusetzen. Dies spreche allerdings gegen die Erwartung einer merklich flacheren Zinskurve bei Bundesanleihen. Phasen wie die aktuelle würden von den Pensionskassen vermutlich eher dazu genutzt, sich marktschonend von Anleihebeständen zu lösen. Somit sollte immer für genügend Angebot gesorgt sein - nicht nur vonseiten der verschuldungsfreudigen Staaten. (27.02.2026/alc/a/a)
Dabei sei der Rückgang bei längeren Laufzeiten stärker ausgeprägt als bei kurzen.
Geldpolitik um jeden Preis.
Die 10-jährigen Bundesanleihen seien den US-Renditen nach unten gefolgt. Offensichtlich gebe es wieder einen größeren Gleichschritt zwischen den Rentenmärkten. Die US-Notenbank befinde sich noch im Lockerungsmodus, dürfte aber bald einen Seitwärtskurs einschlagen, den die EZB bereits seit Längerem verfolge. Der Korrelationsquotient der Wochenveränderungen, der zur Jahresmitte 2025 noch einen 30-jährigen Tiefstand erreicht habe, sei wieder auf einem normalen Level angekommen. Damit würden sich die Anleihekurse diesseits und jenseits des Atlantiks wieder ziemlich gleich bewegen.
Die sinkenden Renditen bei längeren Laufzeiten seien vermutlich auch den rückläufigen Inflationserwartungen geschuldet. Kurze Laufzeiten seien hingegen zuletzt von etwas steigenden Zinserwartungen bezüglich der Notenbanken belastet worden. Dies sei unter anderem auf die zuletzt tendenziell guten Konjunkturdaten beiderseits des Atlantiks zurückzuführen.
Die Sorge, dass niederländische Pensionskassen aufgrund der neuen gesetzlichen Vorgaben zum Jahresbeginn zügig aus langen Laufzeiten aussteigen könnten, habe sich nicht bestätigt. Schließlich hätten sie noch bis Ende 2027 Zeit, die Reformen umzusetzen. Dies spreche allerdings gegen die Erwartung einer merklich flacheren Zinskurve bei Bundesanleihen. Phasen wie die aktuelle würden von den Pensionskassen vermutlich eher dazu genutzt, sich marktschonend von Anleihebeständen zu lösen. Somit sollte immer für genügend Angebot gesorgt sein - nicht nur vonseiten der verschuldungsfreudigen Staaten. (27.02.2026/alc/a/a)


