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Renten: Sichere Anleihen in der Krise gesucht
07.03.22 11:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Am Rentenmarkt setzte sich die negative Korrelation von Aktien und Renten fort, so die Experten von Union Investment.
Rückläufigen Aktienkursen hätten steigende Notierungen bei den als sicher geltenden Staatsanleihen aus Deutschland und den USA gegenübergestanden. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sei am Freitag auf die Null-Prozentmarke zurückgefallen (Vorwochenschluss 0,23 Prozent) und sei bereits am Donnerstag zuvor schon wieder negativ gewesen. Mit Blick auf die deutsche Zinskurve habe sich diese ab einer Laufzeit von einem Jahr aufwärts nach unten verschoben. Besonders deutlich hätten die kürzeren Fälligkeiten reagiert, dort habe das Auspreisen erwarteter Leitzinserhöhungen durch die EZB mit rückläufigen Renditen von bis zu 30 Basispunkten besonders deutlich zu Buche geschlagen.
Auch in der Europeripherie sei an allen großen Staatsanleihemärkten ein entsprechender Renditerückgang zu beobachten gewesen. Der iBoxx Euro Sovereign-Index habe bis Donnerstagabend 1,4 Prozent hinzugewonnen.
Am US-Markt sei die Zehnjahresrendite von 1,96 auf 1,79 Prozent zurückgefallen. Auch dort seien im Laufzeitbereich von einem bis zu zehn Jahren die größten Renditerückgänge zu verzeichnen gewesen.
Euro-Unternehmensanleihen mit Investment Grade-Rating hätten zumindest bis Donnerstagabend auf Gesamtmarktebene (ICE BofA Euro Corp.-Index, ER00) leicht hinzugewinnen können. Am Freitag habe im Einklang mit den Aktienbörsen zumindest im synthetischen Bereich (iTraxx-Indizes) eine etwas leichtere Tendenz geherrscht. Am Donnerstag sei am Primärmarkt sehr erfolgreich eine Euro-Neuemission des Unternehmens Boston Scientific gepreist worden, die sehr gut nachgefragt und sogar dreifach überzeichnet gewesen sei. Insgesamt hätten sich die Unternehmensanleihemärkte recht liquide und gut handelbar gezeigt.
Titel aus den Schwellenländern hätten im Rahmen anhaltender Mittelabflüsse hingegen weiter unter Druck gelegen. Gemessen am J.P. Morgan EMBI Global Diversified Sovereign Index seien die Risikoaufschläge von EM-Anleihen um knapp weitere 30 auf 480 Basispunkte angestiegen. (Ausgabe vom 04.03.2022) (07.03.2022/alc/a/a)
Rückläufigen Aktienkursen hätten steigende Notierungen bei den als sicher geltenden Staatsanleihen aus Deutschland und den USA gegenübergestanden. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sei am Freitag auf die Null-Prozentmarke zurückgefallen (Vorwochenschluss 0,23 Prozent) und sei bereits am Donnerstag zuvor schon wieder negativ gewesen. Mit Blick auf die deutsche Zinskurve habe sich diese ab einer Laufzeit von einem Jahr aufwärts nach unten verschoben. Besonders deutlich hätten die kürzeren Fälligkeiten reagiert, dort habe das Auspreisen erwarteter Leitzinserhöhungen durch die EZB mit rückläufigen Renditen von bis zu 30 Basispunkten besonders deutlich zu Buche geschlagen.
Am US-Markt sei die Zehnjahresrendite von 1,96 auf 1,79 Prozent zurückgefallen. Auch dort seien im Laufzeitbereich von einem bis zu zehn Jahren die größten Renditerückgänge zu verzeichnen gewesen.
Euro-Unternehmensanleihen mit Investment Grade-Rating hätten zumindest bis Donnerstagabend auf Gesamtmarktebene (ICE BofA Euro Corp.-Index, ER00) leicht hinzugewinnen können. Am Freitag habe im Einklang mit den Aktienbörsen zumindest im synthetischen Bereich (iTraxx-Indizes) eine etwas leichtere Tendenz geherrscht. Am Donnerstag sei am Primärmarkt sehr erfolgreich eine Euro-Neuemission des Unternehmens Boston Scientific gepreist worden, die sehr gut nachgefragt und sogar dreifach überzeichnet gewesen sei. Insgesamt hätten sich die Unternehmensanleihemärkte recht liquide und gut handelbar gezeigt.
Titel aus den Schwellenländern hätten im Rahmen anhaltender Mittelabflüsse hingegen weiter unter Druck gelegen. Gemessen am J.P. Morgan EMBI Global Diversified Sovereign Index seien die Risikoaufschläge von EM-Anleihen um knapp weitere 30 auf 480 Basispunkte angestiegen. (Ausgabe vom 04.03.2022) (07.03.2022/alc/a/a)


