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Renten: Sichere Anlagehäfen gesucht
15.06.20 11:15
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die erhöhte Risikoaversion lässt sich in der Berichtswoche (KW 24) auch deutlich an den Zinsstrukturkurven ablesen, so die Experten von Union Investment.
Bei den bundesdeutschen Anleihen habe die Kurve über den Renditerückgang in längeren Laufzeiten tendiert, 30-jährige Papiere hätten um 20 Renditestellen (Verzinsung aktuell 0,05 Prozent) nachgegeben. Bei nahezu allen Laufzeiten sei ein rückläufiger Renditetrend zu verzeichnen gewesen, im Zehnjahresbereich sei die Verzinsung um 15 Basispunkte gefallen. Parallel habe sich die Entwicklung am US-Staatsanleihemarkt vollzogen. Der Renditerückgang im Laufzeitbereich von fünf bis 30 Jahren habe zwischen 13 und 30 Basispunkten gelegen.
An den Euro-Peripheriemärkten habe die Risikoaversion der Anleger zu Kursverlusten und damit steigenden Renditen geführt. In Spanien und Italien sei die Verzinsung um acht bzw. zehn Basispunkte angestiegen. Dies auch vor dem Hintergrund umfangreicher Neuemissionen, die in der Berichtswoche etwa aus Spanien, Italien, Griechenland und Portugal angestanden hätten. Auch Irland habe Bonds platziert. Die Nachfrage sei insgesamt gut gewesen, vor allem nach den irischen Papieren. Es hätten sechs Milliarden Euro zur Platzierung angestanden. Das Orderbuch habe zuletzt bei 70 Milliarden Euro gelegen. Spanien habe sich mit den zuletzt platzierten Anleihen bereits zu zwei Dritteln für laufende Jahr am Kapitalmarkt refinanziert, was positiv bewertet werde. Griechenland habe trotz der drei Milliarden Euro schweren Neuemission in der Berichtswoche das Renditeniveau im Zehnjahresbereich halten können und unverändert tendiert. Mit der Entwicklung an den Kern- und den Peripheriemärkten sei eine deutliche Ausweitung der Renditeaufschläge einhergegangen.
Euro-Unternehmensanleihen und auch Staatstitel aus den Schwellenländern hätten im Rahmen der allgemeinen Risikoaversion leichte Spreadausweitungen aufgewiesen. (Ausgabe vom 12.06.2020) (15.06.2020/alc/a/a)
Bei den bundesdeutschen Anleihen habe die Kurve über den Renditerückgang in längeren Laufzeiten tendiert, 30-jährige Papiere hätten um 20 Renditestellen (Verzinsung aktuell 0,05 Prozent) nachgegeben. Bei nahezu allen Laufzeiten sei ein rückläufiger Renditetrend zu verzeichnen gewesen, im Zehnjahresbereich sei die Verzinsung um 15 Basispunkte gefallen. Parallel habe sich die Entwicklung am US-Staatsanleihemarkt vollzogen. Der Renditerückgang im Laufzeitbereich von fünf bis 30 Jahren habe zwischen 13 und 30 Basispunkten gelegen.
An den Euro-Peripheriemärkten habe die Risikoaversion der Anleger zu Kursverlusten und damit steigenden Renditen geführt. In Spanien und Italien sei die Verzinsung um acht bzw. zehn Basispunkte angestiegen. Dies auch vor dem Hintergrund umfangreicher Neuemissionen, die in der Berichtswoche etwa aus Spanien, Italien, Griechenland und Portugal angestanden hätten. Auch Irland habe Bonds platziert. Die Nachfrage sei insgesamt gut gewesen, vor allem nach den irischen Papieren. Es hätten sechs Milliarden Euro zur Platzierung angestanden. Das Orderbuch habe zuletzt bei 70 Milliarden Euro gelegen. Spanien habe sich mit den zuletzt platzierten Anleihen bereits zu zwei Dritteln für laufende Jahr am Kapitalmarkt refinanziert, was positiv bewertet werde. Griechenland habe trotz der drei Milliarden Euro schweren Neuemission in der Berichtswoche das Renditeniveau im Zehnjahresbereich halten können und unverändert tendiert. Mit der Entwicklung an den Kern- und den Peripheriemärkten sei eine deutliche Ausweitung der Renditeaufschläge einhergegangen.
Euro-Unternehmensanleihen und auch Staatstitel aus den Schwellenländern hätten im Rahmen der allgemeinen Risikoaversion leichte Spreadausweitungen aufgewiesen. (Ausgabe vom 12.06.2020) (15.06.2020/alc/a/a)


