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Renten: Renditetrend im Vorfeld der EZB weiter abwärts gerichtet


29.07.19 07:15
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Am europäischen Staatsanleihemarkt waren rückläufige Renditen zu beobachten, vor allem im Vorfeld der EZB-Sitzung, so die Experten von Union Investment.

Deutsche Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit seien dann während der Sitzung auf ein historisches Renditetief bei minus 0,42 Prozent gefallen. In Frankreich sei es hinab bis auf minus 0,18 Prozent gegangen. Aber auch dort habe am Donnerstagmittag eine Gegenbewegung eingesetzt. Letztlich habe sich der Gesamtmarkt, gemessen am iBoxx-Sovereigns, aber noch positiv gezeigt. Griechenlands Zehnjahrespapiere hätten mit 1,92 Prozent zwischenzeitlich wieder geringer als laufzeitgleiche US-Treasuries rentiert, die ebenfalls kurzzeitig unter die Zwei-Prozentmarke gerutscht seien. Mit Blick auf die Zinskurven hätten Bundespapiere sowie US-Schatzanweisungen in der Berichtswoche über die langen Laufzeiten etwas flacher tendiert.

Britische Staatsanleihen (Gilts) hätten trotz der Ereignisse in London kein Eigenleben entwickelt, auch dort sei es im Zuge der allgemeinen Marktentwicklung zu leicht rückläufigen Renditen gekommen.

Am Markt für europäische Unternehmensanleihen habe es eher viel Lärm um nichts gegeben. Die EZB dürfte zwar im Falle erneuter Ankäufe umfangreich im Unternehmensanleihesektor tätig werden. Nach einer schwankungsreichen Phase sei der Markt am Freitag aber zur Tagesordnung übergegangen. Im Wochenvergleich hätten leichte Kursgewinne (ICE BofA Merrill Lynch Euro Corps-Index) und rückläufige Risikoprämien (Spreads) das Geschehen geprägt.

Am Markt für in US-Dollar und Euro denominierte Anleihen der Schwellenländer seien ebenfalls leichte Zugewinne (J.P. Morgan EMBI Global Div.-Index) zu verzeichnen gewesen. Die Risikoprämien seien mit 325 Basispunkten per Donnerstagabend auf ein Jahrestief gefallen. (Ausgabe vom 26.07.2019) (29.07.2019/alc/a/a)