Erweiterte Funktionen
Renten: Kursverluste an den Staatsanleihemärkten
27.08.21 16:30
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die zuletzt eher risikofreudige Stimmung der Anleger wirkte sich belastend auf die als sicherer Anlagehafen geltenden Staatsanleihen aus den USA und aus Deutschland aus, so die Experten von Union Investment.
In beiden Kern-Rentenmärkten seien die Anleihenotierungen mit Verlusten behaftet gewesen. Die damit einhergehenden Renditeanstiege hätten in beiden Märkten (Bundesanleihen und US-Treasuries) im Zehnjahresbereich jeweils rund acht Basispunkte umfasst. Die US-Zinskurve habe sich ab dem Laufzeitbereich von fünf Jahren etwa in dieser Größenordnung nach oben verschoben. Die Bundkurve habe über die langen Laufzeiten etwas steiler tendiert. So hätten 30-jährige Langläufer elf Basispunkte höher rentiert und damit wieder im (leicht) positiven Renditebereich gelegen.
Vorzeitig aus der Sommerpause sei in der Berichtswoche der Primärmarkt für Euro-Unternehmensanleihen gekommen. Es seien einige Neuemissionen platziert worden, dabei hätten die Anleger teils attraktive Zeichnungsprämien vereinnahmen können. So habe beispielsweise das Immobilienunternehmen Vonovia sehr erfolgreich zur (Vor)Finanzierung der Übernahme von Deutsche Wohnen fünf Anleihetranchen mit verschiedenen Laufzeiten emittiert. Das Anleihevolumen von insgesamt vier Milliarden Euro habe im Orderbuch eine Nachfrage über 19 Milliarden Euro hervorgerufen. Darüber hinaus habe Evonik bei ebenfalls großem Anlegerinteresse eine grüne Hybridanleihe begeben.
Eher verhalten habe sich der Primärmarkt für Anleihen aus den Schwellenländern (Emerging Markets, EM) gezeigt. Die Experten würden aber auch dort mit dem Startschuss spätestens in der übernächsten Woche rechnen, wenn die US-Investoren nach der Sommerpause wieder am Handelsgeschehen teilnehmen würden. In US-Dollar und Euro notierte EM-Bonds hätten auf Indexebene die Risikoprämien betreffend zuletzt stabil gelegen. Die jüngst weltweit zu beobachtenden Mittelabflüsse aus dieser Anlageklasse seien in der Berichtswoche komplett zum Stillstand gekommen.
Die US-Arbeitsmarktdaten mit der Anzahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft (non farm payrolls) seien einer der wichtigsten Datenpunkte in der neuen Handelswoche. Die Beschäftigung dürfte den Schätzungen zufolge langsamer zunehmen, während sich die Arbeitslosenquote in den Staaten aber weiter leicht zurückbilden dürfte.
Die Rede des US-Notenbank-Vorsitzenden Powell im amerikanischen Jackson Hole, die am heutigen Freitag erwartet werde, könnte vielleicht Implikationen für bzw. Nachwirkungen auf die Märkte mit sich bringen. Der Konsens erwarte mit Blick auf die US-Geldpolitik aber eine neutrale Rede. Darüber hinaus gebe es einige Stimmungsindikatoren in Europa und den USA sowie neue Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise sowohl in Deutschland als auch im gesamten Euroraum. (27.08.2021/alc/a/a)
In beiden Kern-Rentenmärkten seien die Anleihenotierungen mit Verlusten behaftet gewesen. Die damit einhergehenden Renditeanstiege hätten in beiden Märkten (Bundesanleihen und US-Treasuries) im Zehnjahresbereich jeweils rund acht Basispunkte umfasst. Die US-Zinskurve habe sich ab dem Laufzeitbereich von fünf Jahren etwa in dieser Größenordnung nach oben verschoben. Die Bundkurve habe über die langen Laufzeiten etwas steiler tendiert. So hätten 30-jährige Langläufer elf Basispunkte höher rentiert und damit wieder im (leicht) positiven Renditebereich gelegen.
Eher verhalten habe sich der Primärmarkt für Anleihen aus den Schwellenländern (Emerging Markets, EM) gezeigt. Die Experten würden aber auch dort mit dem Startschuss spätestens in der übernächsten Woche rechnen, wenn die US-Investoren nach der Sommerpause wieder am Handelsgeschehen teilnehmen würden. In US-Dollar und Euro notierte EM-Bonds hätten auf Indexebene die Risikoprämien betreffend zuletzt stabil gelegen. Die jüngst weltweit zu beobachtenden Mittelabflüsse aus dieser Anlageklasse seien in der Berichtswoche komplett zum Stillstand gekommen.
Die US-Arbeitsmarktdaten mit der Anzahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft (non farm payrolls) seien einer der wichtigsten Datenpunkte in der neuen Handelswoche. Die Beschäftigung dürfte den Schätzungen zufolge langsamer zunehmen, während sich die Arbeitslosenquote in den Staaten aber weiter leicht zurückbilden dürfte.
Die Rede des US-Notenbank-Vorsitzenden Powell im amerikanischen Jackson Hole, die am heutigen Freitag erwartet werde, könnte vielleicht Implikationen für bzw. Nachwirkungen auf die Märkte mit sich bringen. Der Konsens erwarte mit Blick auf die US-Geldpolitik aber eine neutrale Rede. Darüber hinaus gebe es einige Stimmungsindikatoren in Europa und den USA sowie neue Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise sowohl in Deutschland als auch im gesamten Euroraum. (27.08.2021/alc/a/a)


