Erweiterte Funktionen

Renten: Kurse im Rückwärtsgang - leichter Renditeanstieg


28.06.21 12:15
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Rentenmärkten in den USA und auch in Deutschland waren in der Berichtswoche rückläufige Anleihenotierungen zu beobachten, so die Experten von Union Investment.

Gute Konjunkturdaten und die Erwartung steigender Preise hätten damit einhergehend zu ansteigenden Renditen geführt. Mit Blick auf die Zinskurven hätten diese klassisch einen nahezu steileren Verlauf über die langen Laufzeiten angenommen. Der Renditeanstieg sei in beiden Märkten allerdings überschaubar gewesen. Bei den Langläufern mit Fälligkeit in 30 Jahren sei die Verzinsung um sechs (Bund) beziehungsweise acht (US-Treasuries) Basispunkte angestiegen. In den kürzeren Laufzeiten sei der Renditeanstieg in entsprechend geringerem Maße erfolgt. Deutsche Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit würden sich aktuell mit minus 0,2 Prozent verzinsen.

In der südlichen Euro-Peripherie seien die Risikoprämien gegenüber Bundesanleihen um wenige Basispunkte abwärtsgerichtet gewesen. Insgesamt sei die Peripherie wieder bei den Anlegern gefragt, wie die in der Berichtswoche neu emittierte spanische Staatsanleihe mit zehn Jahren Laufzeit zeige. Die acht Milliarden Euro umfassende Emission habe im Orderbuch eine Nachfrage von 72 Milliarden Euro verzeichnet. Die Anleger seien angesichts der Renditeaufschläge für Anlagen in der südlichen Euro-Peripherie nach einer Pause mittlerweile wieder positiver gestimmt.

Der US-Arbeitsmarkt stehe in der neuen Woche im Blickpunkt der Anleger. Die Zahl der im Juni außerhalb der Landwirtschaft neu geschaffenen Stellen solle dem Konsens zufolge bei 695.000 liegen. Die US-Notenbank werde hier genau hinschauen, knüpfe diese doch ihre aktuelle geldpolitische Ausrichtung vor allem an die Entwicklung des Arbeitsmarktes. Darüber hinaus dürfte die Preisentwicklung im Euroraum von herausragender Bedeutung sein. Am Mittwoch würden die Verbraucherpreise inklusive der um die schwankungsreichen Energie- und Nahrungsmittelpreise bereinigten Kernrate bekannt gegeben. Zudem stehe bereits am Dienstag das EU-Verbrauchervertrauen auf der Agenda. Die deutschen Einzelhandelsumsätze am Montag sowie chinesische Einkaufsmanagerindices am Dienstag und Mittwoch würden die interessantesten Konjunkturdaten in der neuen Woche abrunden. (Ausgabe vom 25.06.2021) (28.06.2021/alc/a/a)