Erweiterte Funktionen
Renten: An der Geldpolitik der EZB wird sich vorerst nichts ändern
09.03.17 09:45
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Die Rentenmärkte hatten gestern von Beginn an einen schweren Stand, so die Analysten der National-Bank AG.
Die Aufstockung der Obl sei sehr schleppend verlaufen und habe die Rentenkurse unter Druck gesetzt. Die politischen Probleme im Euroraum hätten ihr Übriges getan. Am frühen Nachmittag sei der ADP-Bericht für den US-Arbeitsmarkt veröffentlicht worden. Mit fast 300 Tsd. neuen Stellen hätten die Erwartungen weit übertroffen werden können. Das habe letztlich auch die Kurse der US-Staatsanleihen unter Druck gebracht, denn der ADP-Bericht werde gern als Schätzer für den morgen zur Veröffentlichung anstehenden US-Arbeitsmarktbericht herangezogen. Allerdings habe sich der ADP-Bericht nicht immer als zutreffend erwiesen.
Nichtsdestotrotz würden die Investoren nun davon ausgehen, dass die Erhöhung der FED Funds Zielzone am 15. März gesetzt sei. Es gehe inzwischen eher darum, wie sich die FED für das restliche Jahr positioniere. Schließlich wären jetzt auch vier Zinserhöhungen für das Gesamtjahr problemlos möglich. Dass die Daten zur Produktivität in Q4 sowie die Lohnstückkosten nicht sonderlich gut ausgefallen seien, habe gestern Nachmittag dann niemanden mehr interessiert. Vielmehr habe sich die Stimmungslage negativ auf die Aufnahmebereitschaft der Investoren für die Aufstockung der 10-jährigen T-Notes ausgewirkt.
Heute Morgen seien zwiespältige Daten zur chinesischen Preisentwicklung veröffentlicht worden. Die Erzeugerpreise seien kräftig angestiegen, sogar etwas stärker als erwartet. Die chinesischen Unternehmen dürften also die Abwertung der Währung sowie die Verteuerung der Rohstoffe deutlich spüren. Die Konsumentenpreise hätten dagegen weit weniger stark zugelegt, als es erwartet worden sei. Scheinbar seien die Unternehmen also nicht in der Lage, ihre höheren Einstandspreise weiterzugeben, was wiederum die Frage nach der Stärke des privaten Verbrauchs aufwerfe. Allerdings sollte der Wert vom aktuellen Rand nicht überbewertet werden.
Möglicherweise werde sich in den kommenden Monaten wieder ein anderes Bild zeigen. Und genau das werde auch das zentrale Thema der Tagung des EZB-Rats mit anschließender Pressekonferenz sein. Preisentwicklung. Nun sei eingetreten, was man aufgrund der Verteuerung der Energiepreise habe schätzen können. Die Konsumentenpreise würden steigen, zusätzlich getrieben durch die Nahrungsmittelpreise. Dennoch werde eine deutliche Mehrheit im EZB-Rat für die Beibehaltung des eingeschlagenen geldpolitischen Kurses plädieren.
Aufgrund der Überkapazitäten in den meisten europäischen Arbeitsmärkten sei die Preisdynamik der Kernrate schwach. Dementsprechend werde der EZB-Chef immer wieder deutlich machen, dass es derzeit keinen Anpassungsbedarf bei der Geldpolitik über die bekannten Schritte hinaus gebe. Evtl. müsse die EZB jedoch noch ein paar technischen Änderungen bei dem QE-Programm vornehmen. Ob das aber bereits heute erfolge, sei unwahrscheinlich. Und zu den diversen politischen Themen, zu denen Mario Draghi bestimmt wieder Fragen gestellt würden, werde er nichts sagen. Die Pressekonferenz könnte also durchaus zu einem non-event werden. Die Investoren würden jedoch auch nach der Pressekonferenz zurückhaltend bleiben. Schließlich werde morgen der "richtige" US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte gut behauptet in den Tag starten. Die Investoren würden jedoch kaum Aktivität entfalten. Damit sei erst wieder morgen Nachmittag zu rechnen. Der Bund-Future sollte sich zwischen 159,95 und 161,30 bewegen, wobei die beiden irischen Aufstockungen problemlos aufgenommen werden sollten, was für die Aufstockung der 30-jährigen US-T-Bonds am Abend nicht gelte. Sie dürften nur schwer Abnehmer finden. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,49 und 2,64% schwanken. (09.03.2017/alc/a/a)
Die Aufstockung der Obl sei sehr schleppend verlaufen und habe die Rentenkurse unter Druck gesetzt. Die politischen Probleme im Euroraum hätten ihr Übriges getan. Am frühen Nachmittag sei der ADP-Bericht für den US-Arbeitsmarkt veröffentlicht worden. Mit fast 300 Tsd. neuen Stellen hätten die Erwartungen weit übertroffen werden können. Das habe letztlich auch die Kurse der US-Staatsanleihen unter Druck gebracht, denn der ADP-Bericht werde gern als Schätzer für den morgen zur Veröffentlichung anstehenden US-Arbeitsmarktbericht herangezogen. Allerdings habe sich der ADP-Bericht nicht immer als zutreffend erwiesen.
Nichtsdestotrotz würden die Investoren nun davon ausgehen, dass die Erhöhung der FED Funds Zielzone am 15. März gesetzt sei. Es gehe inzwischen eher darum, wie sich die FED für das restliche Jahr positioniere. Schließlich wären jetzt auch vier Zinserhöhungen für das Gesamtjahr problemlos möglich. Dass die Daten zur Produktivität in Q4 sowie die Lohnstückkosten nicht sonderlich gut ausgefallen seien, habe gestern Nachmittag dann niemanden mehr interessiert. Vielmehr habe sich die Stimmungslage negativ auf die Aufnahmebereitschaft der Investoren für die Aufstockung der 10-jährigen T-Notes ausgewirkt.
Möglicherweise werde sich in den kommenden Monaten wieder ein anderes Bild zeigen. Und genau das werde auch das zentrale Thema der Tagung des EZB-Rats mit anschließender Pressekonferenz sein. Preisentwicklung. Nun sei eingetreten, was man aufgrund der Verteuerung der Energiepreise habe schätzen können. Die Konsumentenpreise würden steigen, zusätzlich getrieben durch die Nahrungsmittelpreise. Dennoch werde eine deutliche Mehrheit im EZB-Rat für die Beibehaltung des eingeschlagenen geldpolitischen Kurses plädieren.
Aufgrund der Überkapazitäten in den meisten europäischen Arbeitsmärkten sei die Preisdynamik der Kernrate schwach. Dementsprechend werde der EZB-Chef immer wieder deutlich machen, dass es derzeit keinen Anpassungsbedarf bei der Geldpolitik über die bekannten Schritte hinaus gebe. Evtl. müsse die EZB jedoch noch ein paar technischen Änderungen bei dem QE-Programm vornehmen. Ob das aber bereits heute erfolge, sei unwahrscheinlich. Und zu den diversen politischen Themen, zu denen Mario Draghi bestimmt wieder Fragen gestellt würden, werde er nichts sagen. Die Pressekonferenz könnte also durchaus zu einem non-event werden. Die Investoren würden jedoch auch nach der Pressekonferenz zurückhaltend bleiben. Schließlich werde morgen der "richtige" US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte gut behauptet in den Tag starten. Die Investoren würden jedoch kaum Aktivität entfalten. Damit sei erst wieder morgen Nachmittag zu rechnen. Der Bund-Future sollte sich zwischen 159,95 und 161,30 bewegen, wobei die beiden irischen Aufstockungen problemlos aufgenommen werden sollten, was für die Aufstockung der 30-jährigen US-T-Bonds am Abend nicht gelte. Sie dürften nur schwer Abnehmer finden. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,49 und 2,64% schwanken. (09.03.2017/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,3206 € | 125,717 € | -0,3964 € | -0,32% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


