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Renten: Erhöhte Renditen im Euroraum
06.04.20 11:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Euro-Staatsanleihemärkten (iBoxx Sovereigns) fielen in der Berichtswoche vom 30. März bis 3. April 2020 Verluste an, so die Experten von Union Investment.
Die Diskussion zur Vergemeinschaftung von Staatsschulden bzw. die Schaffung von gemeinsamen Instrumenten zur Bekämpfung der Auswirkungen der Corona-Pandemie habe vor allem auf die Kurse von Bundesanleihen gedrückt. Denn die zur Diskussion stehenden Maßnahmen dürften tendenziell durch die großen Euroländer finanziert werden, die über eine starke Kreditqualität verfügen würden. Die deutsche Zinsstrukturkurve habe flacher tendiert, im Wesentlichen getrieben vom Renditeanstieg in den Laufzeiten von bis zu zehn Jahren (plus 5 Basispunkte). Ultralange Bundesanleihen (30 Jahres) hätten hingegen zwei Renditestellen abgegeben.
Aber auch in der Peripherie (Spanien, Italien, Portugal) hätten sich die Zehnjahresrenditen um bis zu 20 Basispunkte erhöht. Die im Rahmen der Virusbekämpfung zu erwartende Schuldenlast habe gedrückt. Die Spreads gegenüber den Bundesanleihen hätten sich somit in der Berichtswoche etwas ausgeweitet. Am Primärmarkt seien viele Neuemissionen aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien zu verzeichnen gewesen. Darüber hinaus habe Portugal einen Bond über fünf Milliarden Euro emittiert, dies sei die größte Emission in der Geschichte des Landes gewesen. Mit letztlich 0,73 Prozent Zuteilungsrendite sei die Anleihe sehr gefragt gewesen, das Orderbuch habe bei 30 Milliarden Euro gelegen. Das hohe Angebot an neuen Papieren sehe sich einer guten Nachfrage gegenüber. Derzeit hohe Fälligkeiten und Zinskupons möchten angelegt werden. Für Freitagabend (03.04.2020) seien Ratingüberprüfungen von Deutschland, Frankreich und Belgien angekündigt gewesen. Mit Herabstufungen sei nicht gerechnet worden.
Am US-Staatsanleihemarkt habe eine freundliche Tendenz überwogen. Die Zehnjahresrendite sei um gut zehn Basispunkte auf 0,6 Prozent gefallen. Die US-Zinskurve habe insgesamt ebenfalls etwas flacher tendiert. (Ausgabe vom 03.04.2020) (06.04.2020/alc/a/a)
Die Diskussion zur Vergemeinschaftung von Staatsschulden bzw. die Schaffung von gemeinsamen Instrumenten zur Bekämpfung der Auswirkungen der Corona-Pandemie habe vor allem auf die Kurse von Bundesanleihen gedrückt. Denn die zur Diskussion stehenden Maßnahmen dürften tendenziell durch die großen Euroländer finanziert werden, die über eine starke Kreditqualität verfügen würden. Die deutsche Zinsstrukturkurve habe flacher tendiert, im Wesentlichen getrieben vom Renditeanstieg in den Laufzeiten von bis zu zehn Jahren (plus 5 Basispunkte). Ultralange Bundesanleihen (30 Jahres) hätten hingegen zwei Renditestellen abgegeben.
Aber auch in der Peripherie (Spanien, Italien, Portugal) hätten sich die Zehnjahresrenditen um bis zu 20 Basispunkte erhöht. Die im Rahmen der Virusbekämpfung zu erwartende Schuldenlast habe gedrückt. Die Spreads gegenüber den Bundesanleihen hätten sich somit in der Berichtswoche etwas ausgeweitet. Am Primärmarkt seien viele Neuemissionen aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien zu verzeichnen gewesen. Darüber hinaus habe Portugal einen Bond über fünf Milliarden Euro emittiert, dies sei die größte Emission in der Geschichte des Landes gewesen. Mit letztlich 0,73 Prozent Zuteilungsrendite sei die Anleihe sehr gefragt gewesen, das Orderbuch habe bei 30 Milliarden Euro gelegen. Das hohe Angebot an neuen Papieren sehe sich einer guten Nachfrage gegenüber. Derzeit hohe Fälligkeiten und Zinskupons möchten angelegt werden. Für Freitagabend (03.04.2020) seien Ratingüberprüfungen von Deutschland, Frankreich und Belgien angekündigt gewesen. Mit Herabstufungen sei nicht gerechnet worden.
Am US-Staatsanleihemarkt habe eine freundliche Tendenz überwogen. Die Zehnjahresrendite sei um gut zehn Basispunkte auf 0,6 Prozent gefallen. Die US-Zinskurve habe insgesamt ebenfalls etwas flacher tendiert. (Ausgabe vom 03.04.2020) (06.04.2020/alc/a/a)


