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Renten: Bundesanleihen mit weiterem Renditeanstieg
23.03.20 12:30
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Von der immensen Risikoaversion konnten die als sicher geltenden US-amerikanischen Staatsanleihen und auch die deutschen Bundespapiere abermals nicht profitieren, so die Experten von Union Investment.
Angesichts kommender Konjunkturprogramme durch die Staaten, verbunden mit einer erhöhten Staatsverschuldung und entsprechenden künftigen Emissionsvolumen, seien Anleihen weniger gefragt gewesen. Die Anleger hätten Liquidität präferiert. Aufgrund der guten Handelbarkeit an den großen Anleihemärkten sei es zu Abgaben gekommen, denen die Notenbanken mit ihren Ankäufen entgegengestanden hätten.
Am US-Markt habe die Zehnjahresrendite nach einigen Schwankungen mit knapp einem Prozent nahezu auf Vorwochenschluss gelegen. Im Bereich der kürzeren Laufzeiten (ein bis fünf Jahre) sei ein Renditerückgang zwischen zehn und 20 Basispunkten zu beobachten gewesen. Lediglich kurze Papiere seien somit bevorzugt worden.
Am Euro-Markt sei der Bund-Future (ISIN DE0009652644/ WKN 965264) deutlich gefallen. Die bundesdeutsche Zinskurve habe sich um 20 bis zu 30 Basispunkte parallel nach oben verschoben. Die Zehnjahresrendite sei um 15 Basispunkte auf minus 0,3 Prozent gestiegen.
In der Euro-Peripherie hätten zunächst Renditeanstiege das Bild geprägt. In Italien und Griechenland sei die Verzinsung deutlich angezogen. In Griechenland etwa sei die Zehnjahresverzinsung auf rund 3,7 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Mitte Februar habe diese noch bei unter einem Prozent gelegen. Ähnlich die Entwicklung am italienischen Anleihemarkt: 2,4 Prozent seien im Zehnjahresbereich in der Spitze renditeseitig zu erzielen gewesen. Mitte Februar seien es nur 0,9 Prozent gewesen. Mit den verstärkten Ankäufen der EZB hätten die Renditen am Donnerstag und Freitag aber insgesamt wieder etwas nachgegeben. In Italien habe die Rendite am Freitagmittag bei 1,6 Prozent gelegen.
Am Markt für Euro-Unternehmensanleihen habe sich ebenfalls am Freitag das Blatt gewendet. Nach zuletzt deutlichen Einbußen und teils illiquidem Handel habe sich die Lage dort entspannt. Sowohl der Unilever-Konzern als auch der französische Versorger Engie hätten aktuell Neuemissionen angekündigt. Unilever platziere am 20.03.2020 Papiere im Gegenwert von zwei Milliarden Euro. Die Nachfrage im Orderbuch liege aufgrund für die Anleger generöser Risikoaufschläge (Spreads) derzeit bei zehn Milliarden Euro. An den Anleihemärkten der Schwellenländer sei ebenfalls eine Stabilisierung zu beobachten gewesen. (Ausgabe vom 20.03.2020) (23.03.2020/alc/a/a)
Angesichts kommender Konjunkturprogramme durch die Staaten, verbunden mit einer erhöhten Staatsverschuldung und entsprechenden künftigen Emissionsvolumen, seien Anleihen weniger gefragt gewesen. Die Anleger hätten Liquidität präferiert. Aufgrund der guten Handelbarkeit an den großen Anleihemärkten sei es zu Abgaben gekommen, denen die Notenbanken mit ihren Ankäufen entgegengestanden hätten.
Am Euro-Markt sei der Bund-Future (ISIN DE0009652644/ WKN 965264) deutlich gefallen. Die bundesdeutsche Zinskurve habe sich um 20 bis zu 30 Basispunkte parallel nach oben verschoben. Die Zehnjahresrendite sei um 15 Basispunkte auf minus 0,3 Prozent gestiegen.
In der Euro-Peripherie hätten zunächst Renditeanstiege das Bild geprägt. In Italien und Griechenland sei die Verzinsung deutlich angezogen. In Griechenland etwa sei die Zehnjahresverzinsung auf rund 3,7 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Mitte Februar habe diese noch bei unter einem Prozent gelegen. Ähnlich die Entwicklung am italienischen Anleihemarkt: 2,4 Prozent seien im Zehnjahresbereich in der Spitze renditeseitig zu erzielen gewesen. Mitte Februar seien es nur 0,9 Prozent gewesen. Mit den verstärkten Ankäufen der EZB hätten die Renditen am Donnerstag und Freitag aber insgesamt wieder etwas nachgegeben. In Italien habe die Rendite am Freitagmittag bei 1,6 Prozent gelegen.
Am Markt für Euro-Unternehmensanleihen habe sich ebenfalls am Freitag das Blatt gewendet. Nach zuletzt deutlichen Einbußen und teils illiquidem Handel habe sich die Lage dort entspannt. Sowohl der Unilever-Konzern als auch der französische Versorger Engie hätten aktuell Neuemissionen angekündigt. Unilever platziere am 20.03.2020 Papiere im Gegenwert von zwei Milliarden Euro. Die Nachfrage im Orderbuch liege aufgrund für die Anleger generöser Risikoaufschläge (Spreads) derzeit bei zehn Milliarden Euro. An den Anleihemärkten der Schwellenländer sei ebenfalls eine Stabilisierung zu beobachten gewesen. (Ausgabe vom 20.03.2020) (23.03.2020/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,717 € | 125,3577 € | 0,3593 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


