Erweiterte Funktionen

Renditetief verlangt Strategie der ruhigen Hand


28.07.14 17:02
AXA Investment Managers

Köln (www.anleihencheck.de) - AXA Investment Managers äußert sich zur Bedeutung von Transaktionskosten im Renditetief, so die Experten von AXA Investment Managers.

Je niedriger das Zins- und Renditeniveau, desto unangenehmer würden sich Marktvolatilitäten auswirken. Für viele Investoren würden jedoch auch verstärkt die Kosten in den Fokus rücken. "Die wahre Herausforderung besteht darin, Kreditportfolios aufzubauen, die bei möglichst geringen Verwaltungskosten die risikogewichteten Renditen maximieren", so Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers. Dies lasse sich in der Regel am besten mit einer Strategie der ruhigen Hand erreichen: Portfolios, in denen wenige Umschichtungen vorgenommen würden, würden niedrige Transaktionskosten aufweisen.

Dieser kostenorientierte Ansatz lasse sich auch im Investment-Grade-Segment umsetzen, das aktuell ein strukturell schwaches Liquiditätsniveau aufweise: "In der Eurozone werden die Renditen voraussichtlich noch lange niedrig bleiben, sofern sich die Kreditqualität nicht fundamental verschlechtert." Der gegenwärtige Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) sorge in Verbindung mit niedrigen Inflationsraten und signifikanten Kapazitätsüberhängen dafür, dass der Renditeanstieg an den Bondmärkten ausbleiben werde, auch wenn die Zinsen in den USA und Großbritannien steigen würden.

Angesichts sich verengender Spreads hätten sich die attraktiven Anlagegelegenheiten im Investment-Grade-Segment in den vergangenen zwei bis drei Jahren spürbar ausgedünnt. "Investoren sollten sich daher verstärkt in Marktsegmenten engagieren, die möglichst hohe risikogewichtete Renditen versprechen und versuchen, die Umsätze so gering wie möglich zu halten", rate der Anleihen-Experte. Die Gefahr eines Ausverkaufs, der zu einer volatilen Spreadentwicklung führe, sei in diesem Segment gering.

Vorsicht geboten sei dagegen im Hochzinsbereich. "Hier gibt es neben den Spannungen in Russland und dem Nahen Osten auch besorgniserregende Nachrichten aus dem Finanzsektor, etwa der Fall der portugiesischen Bank Espirito Santo oder die drohende Staatspleite in Argentinien. Investoren sollten bedenken, dass das "Renditekissen", das diese Risiken abfedert, nicht gerade dick gepolstert ist", so Iggo. (28.07.2014/alc/a/a)