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Rendite von Bundesanleihen steigt auf Zwei-Jahreshoch
14.06.21 08:30
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Am Euro-Rentenmarkt setzte sich der Renditeanstieg der vergangenen Monate zunächst fort, so die Experten von Union Investment.
Zehnjährige Bundesanleihen hätten zur Monatsmitte kurzzeitig mit -0,1 Prozent rentiert. Dies sei der höchste Stand seit rund zwei Jahren gewesen. Für Verkaufsdruck hätten vor allem die weiter gestiegenen Inflationserwartungen gesorgt. Getrieben von Basiseffekten und höheren Rohstoffpreisen hätten die Teuerungsraten deutlich angezogen. Hinzu gekommen seien immer mehr Nachrichten bezüglich Lieferengpässen bei wichtigen Vorprodukten, sodass sie Sorge zugenommen habe, die höheren Produzentenpreise könnten an die Verbraucher weitergegeben werden. Global treffe derzeit eine steigende Nachfrage auf eine mitunter noch geringe Produktion.
In der zweiten Monatshälfte seien dann wichtige Impulse von den Notenbanken ausgegangen. Die Währungshüter im Euroraum und in den USA hätten mehrfach betont, dass sie nur mit einem vorübergehenden Anstieg der Teuerungsraten rechnen würden. Gleichzeitig wolle man an der expansiven Geldpolitik festhalten, erste Unterschiede in der Kommunikation seien aber bereits auszumachen gewesen. Während die Zentralbanker in den USA erste Überlegungen angestellt hätten, wann man mit der Debatte um eine Reduzierung der Anleihekäufe (Tapering) beginnen sollte, hätten die Mitglieder der Europäischen Zentralbank ihre aktuelle Ausrichtung bekräftigt. Im weiteren Monatsverlauf seien die Inflationssorgen wieder etwas abgeebbt und die Renditen seien ebenfalls wieder zurückgekommen.
Anleihen aus den Peripherieländern seien ebenfalls unter Verkaufsdruck geraten. Gerade in Italien habe die Ausgabe von immer neuen Staatsanleihen eine Belastung dargestellt, wodurch sich die Renditedifferenz zu deutschen Bundesanleihen auf wieder mehr als 120 Basispunkte erhöht habe. Später habe aber auch dort eine Beruhigung eingesetzt. In Summe hätten Peripherieanleihen sogar wieder leicht besser abgeschnitten als Anleihen aus den Kernländern. Gemessen am iBoxx Euro Sovereigns-Index hätten Euro-Staatsanleihen im Mai einen leichten Verlust von 0,1 Prozent verbucht. Der Trend zu leicht steigenden Renditen dürfte jedoch nur pausieren. Die letzten Wochen hätten aber gezeigt, dass die Aufwärtsdynamik etwas abnehme. (Ausgabe vom 11.06.2021) (14.06.2021/alc/a/a)
Zehnjährige Bundesanleihen hätten zur Monatsmitte kurzzeitig mit -0,1 Prozent rentiert. Dies sei der höchste Stand seit rund zwei Jahren gewesen. Für Verkaufsdruck hätten vor allem die weiter gestiegenen Inflationserwartungen gesorgt. Getrieben von Basiseffekten und höheren Rohstoffpreisen hätten die Teuerungsraten deutlich angezogen. Hinzu gekommen seien immer mehr Nachrichten bezüglich Lieferengpässen bei wichtigen Vorprodukten, sodass sie Sorge zugenommen habe, die höheren Produzentenpreise könnten an die Verbraucher weitergegeben werden. Global treffe derzeit eine steigende Nachfrage auf eine mitunter noch geringe Produktion.
In der zweiten Monatshälfte seien dann wichtige Impulse von den Notenbanken ausgegangen. Die Währungshüter im Euroraum und in den USA hätten mehrfach betont, dass sie nur mit einem vorübergehenden Anstieg der Teuerungsraten rechnen würden. Gleichzeitig wolle man an der expansiven Geldpolitik festhalten, erste Unterschiede in der Kommunikation seien aber bereits auszumachen gewesen. Während die Zentralbanker in den USA erste Überlegungen angestellt hätten, wann man mit der Debatte um eine Reduzierung der Anleihekäufe (Tapering) beginnen sollte, hätten die Mitglieder der Europäischen Zentralbank ihre aktuelle Ausrichtung bekräftigt. Im weiteren Monatsverlauf seien die Inflationssorgen wieder etwas abgeebbt und die Renditen seien ebenfalls wieder zurückgekommen.
Anleihen aus den Peripherieländern seien ebenfalls unter Verkaufsdruck geraten. Gerade in Italien habe die Ausgabe von immer neuen Staatsanleihen eine Belastung dargestellt, wodurch sich die Renditedifferenz zu deutschen Bundesanleihen auf wieder mehr als 120 Basispunkte erhöht habe. Später habe aber auch dort eine Beruhigung eingesetzt. In Summe hätten Peripherieanleihen sogar wieder leicht besser abgeschnitten als Anleihen aus den Kernländern. Gemessen am iBoxx Euro Sovereigns-Index hätten Euro-Staatsanleihen im Mai einen leichten Verlust von 0,1 Prozent verbucht. Der Trend zu leicht steigenden Renditen dürfte jedoch nur pausieren. Die letzten Wochen hätten aber gezeigt, dass die Aufwärtsdynamik etwas abnehme. (Ausgabe vom 11.06.2021) (14.06.2021/alc/a/a)


