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Der Reiz von Schwellenmarktanleihen
08.05.12 13:59
Franklin Templeton
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Anleihen aus den Schwellenmärkten (Emerging Markets, EM) haben sich, gemessen am J.P. Morgan Emerging Market Bond Index Global, der die im 2. Halbjahr 2011 verzeichneten Verluste wieder größtenteils wettmachen konnte, sehr gut entwickelt, so die Experten von Franklin Templeton.
Die neuerliche Begeisterung der Anleger für die Anlageklasse überrasche die Experten nicht, da sich viele der EM-Volkswirtschaften vergleichsweise stark präsentieren und zahlreiche EM-Anleihen derzeit eine erhebliche Mehrrendite gegenüber ihren Pendants aus den Industrieländern bieten würden.
EM-Anleihen würden offenbar bei den Erwägungen der Anleger zunehmend eine Rolle spielen, denn der Anteil der Schwellenmärkte an den Kapitalmärkten hole auf in Relation zu ihrem Beitrag zur Weltwirtschaft, der wiederum laut IWF in Zukunft drastisch ansteigen werde. Beim Wirtschaftswachstum würden die Schwellenländer die Industrieländer kontinuierlich seit dem Jahr 2000 übertreffen, wobei die damit verbundenen Staatseinnahmen vielfach eine vergleichsweise gesunde Fiskalposition zur Folge hätten.
In den letzten zehn Jahren habe sich die Liquidität an den Schwellenmärkten erheblich verbessert, denn sowohl die Vielfalt an Anlagemöglichkeiten als auch die Anlegerbasis habe sich verbreitert. Zudem hätten die von vielen der aufstrebenden Länder gebildeten Devisenreserven ihren Währungen zu einer Aufwertung verholfen, wodurch die Erträge für die Anleger aus den Industrieländern in die Höhe getrieben worden seien. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, bestehe Potenzial für weitere Gewinne.
Es habe einige Zeit gedauert, bis EM-Anleihen im Mainstream-Anlageuniversum angekommen seien. Wiederholte Krisen - wobei vor allem die Asienkrise 1998 zu nennen ist - ermutigten viele der Entwicklungsländer, auf ein exportbasiertes Wachstum zu setzen und von festen zu variablen Wechselkursen überzugehen, sodass sie Devisenreserven anhäufen und die Anfälligkeit für kurzfristige Marktschwankungen reduzieren konnten, so die Experten von Franklin Templeton. Der Erfolg dieser Politik liege nach Erachten der Experten auf der Hand, denn viele der Schwellenländer hätten während der Finanzkrise 2008-2009 eine Rezession abwenden können.
Zudem habe sich die durchschnittliche Kreditqualität von EM-Staatsanleihen seit dem Jahr 2000 kontinuierlich verbessert, im Gegensatz zu den jüngsten Trends in den Industrieländern.
Ein erheblicher Teil der EM-Anleihen verfüge mittlerweile über ein Investment-Grade-Rating, und die Stabilität sowie die verbesserte fundamentale Verfassung zahlreicher EM-Länderemittenten hätten auch den quasistaatlichen und den Emittenten aus dem Bereich der Nicht-Staatsunternehmen Zugang zu den Kapitalmärkten verschafft, sodass sowohl Emissionen von (auf USD, EUR und JPY lautenden) Hart- als auch von Lokalwährungsanleihen kontinuierlich zunehmen würden. Dieser Trend habe die Liquidität der Anlageklasse verbessert und zudem die Entwicklung von Fonds ermöglicht, die ihren Fokus auf EM-Investment-Grade-Emissionen oder auf EM-Unternehmensanleihen legen würden.
Die Finanzkrise scheine die günstige Einschätzung der Schwellenmarktanleihen seitens der Anleger sogar noch verstärkt zu haben, und einige Anleger hätten die Gelegenheit sogar für eine Aufstockung ihrer Engagements genutzt. Die Krise in der Eurozone habe die starke finanzielle Verfassung der EM-Länderemittenten relativ zu einigen hoch verschuldeten Industrienationen sowie ihre bessere Wachstumsdynamik noch stärker zutage treten lassen. Der IWF prognostiziere für 2012 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts der Schwellenländer um 5,7%, womit der Schätzwert von 1,4% für die Industrieländer bei Weitem übertroffen werde.
Die Experten von Franklin Templeton halten Schwellenmarktanleihen für ein potenziell interessantes Marktsegment für Anleger, die eine stärkere Diversifizierung anstreben. Die rechtlichen Rahmenbedingungen im Zuge der Expansion der Anlageklasse hätten sich zwar allgemein verbessert. Manager in diesem Bereich müssten aber dennoch - nicht zuletzt bei Betrachtung der kleineren Märkte - eine detaillierte Bonitätsanalyse und Due-Diligence-Prüfung vornehmen. Das Spektrum der Anlagemöglichkeiten an den EM-Anleihemärkten verbreitere sich, und die Experten würden die Ertragsperspektiven der Anlageklasse - im Vergleich mit den Renditen einiger der größten Staats- und Investment-Grade-Anleihemärkte der Industrieländer - weiterhin attraktiv einschätzen. (Ausgabe Mai 2012) (08.05.2012/alc/a/a)
Die neuerliche Begeisterung der Anleger für die Anlageklasse überrasche die Experten nicht, da sich viele der EM-Volkswirtschaften vergleichsweise stark präsentieren und zahlreiche EM-Anleihen derzeit eine erhebliche Mehrrendite gegenüber ihren Pendants aus den Industrieländern bieten würden.
EM-Anleihen würden offenbar bei den Erwägungen der Anleger zunehmend eine Rolle spielen, denn der Anteil der Schwellenmärkte an den Kapitalmärkten hole auf in Relation zu ihrem Beitrag zur Weltwirtschaft, der wiederum laut IWF in Zukunft drastisch ansteigen werde. Beim Wirtschaftswachstum würden die Schwellenländer die Industrieländer kontinuierlich seit dem Jahr 2000 übertreffen, wobei die damit verbundenen Staatseinnahmen vielfach eine vergleichsweise gesunde Fiskalposition zur Folge hätten.
In den letzten zehn Jahren habe sich die Liquidität an den Schwellenmärkten erheblich verbessert, denn sowohl die Vielfalt an Anlagemöglichkeiten als auch die Anlegerbasis habe sich verbreitert. Zudem hätten die von vielen der aufstrebenden Länder gebildeten Devisenreserven ihren Währungen zu einer Aufwertung verholfen, wodurch die Erträge für die Anleger aus den Industrieländern in die Höhe getrieben worden seien. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, bestehe Potenzial für weitere Gewinne.
Zudem habe sich die durchschnittliche Kreditqualität von EM-Staatsanleihen seit dem Jahr 2000 kontinuierlich verbessert, im Gegensatz zu den jüngsten Trends in den Industrieländern.
Ein erheblicher Teil der EM-Anleihen verfüge mittlerweile über ein Investment-Grade-Rating, und die Stabilität sowie die verbesserte fundamentale Verfassung zahlreicher EM-Länderemittenten hätten auch den quasistaatlichen und den Emittenten aus dem Bereich der Nicht-Staatsunternehmen Zugang zu den Kapitalmärkten verschafft, sodass sowohl Emissionen von (auf USD, EUR und JPY lautenden) Hart- als auch von Lokalwährungsanleihen kontinuierlich zunehmen würden. Dieser Trend habe die Liquidität der Anlageklasse verbessert und zudem die Entwicklung von Fonds ermöglicht, die ihren Fokus auf EM-Investment-Grade-Emissionen oder auf EM-Unternehmensanleihen legen würden.
Die Finanzkrise scheine die günstige Einschätzung der Schwellenmarktanleihen seitens der Anleger sogar noch verstärkt zu haben, und einige Anleger hätten die Gelegenheit sogar für eine Aufstockung ihrer Engagements genutzt. Die Krise in der Eurozone habe die starke finanzielle Verfassung der EM-Länderemittenten relativ zu einigen hoch verschuldeten Industrienationen sowie ihre bessere Wachstumsdynamik noch stärker zutage treten lassen. Der IWF prognostiziere für 2012 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts der Schwellenländer um 5,7%, womit der Schätzwert von 1,4% für die Industrieländer bei Weitem übertroffen werde.
Die Experten von Franklin Templeton halten Schwellenmarktanleihen für ein potenziell interessantes Marktsegment für Anleger, die eine stärkere Diversifizierung anstreben. Die rechtlichen Rahmenbedingungen im Zuge der Expansion der Anlageklasse hätten sich zwar allgemein verbessert. Manager in diesem Bereich müssten aber dennoch - nicht zuletzt bei Betrachtung der kleineren Märkte - eine detaillierte Bonitätsanalyse und Due-Diligence-Prüfung vornehmen. Das Spektrum der Anlagemöglichkeiten an den EM-Anleihemärkten verbreitere sich, und die Experten würden die Ertragsperspektiven der Anlageklasse - im Vergleich mit den Renditen einiger der größten Staats- und Investment-Grade-Anleihemärkte der Industrieländer - weiterhin attraktiv einschätzen. (Ausgabe Mai 2012) (08.05.2012/alc/a/a)


