RBNZ senkt ihren Leitzins auf das Rekordtief von 2,50%


10.12.15 11:31
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Im 3. Quartal 2015 übertrafen die Arbeitskosten je geleisteter Arbeitsstunde in Deutschland ihr Vorjahresniveau um 2,4% (2. Quartal: +3,0%), so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Seit dem 2. Quartal 2014 liege die Jahresrate jenseits der 2%-Marke und unterstreiche damit die robuste Verfassung der heimischen Binnenkonjunktur. Im Oktober hätten auf saisonbereinigter Basis sowohl die deutschen Exporte als auch die Importe im Monatsvergleich nachgegeben (-1,2% bzw. -3,3%). Der Handelsbilanzüberschuss liege damit auf nominaler Basis bei 20,8 Mrd. EUR. Dies sei nur marginal höher als der monatsdurchschnittliche Wert des 3. Quartals (20,4 Mrd. EUR). Die Expansion der Wirtschaftsaktivität ruhe damit wohl weiterhin vor allem auf der stabilen Binnenkonjunktur.

Neuseelands Notenbank, die RBNZ, habe ihren Leitzins um 25 BP auf 2,50% reduziert. Auf diesem Rekordtief habe dieser schon im Zeitraum von April 2009 bis Juni 2010 bzw. in der Periode von März 2011 bis März 2014 notiert. Im September 2015 hätten die Notenbanker mit einer Jahresinflationsrate von rund 2% ab dem 3. Quartal 2016 kalkuliert. Nun werde dies erst ab dem 4. Quartal 2017 erwartet.

Wie bisher werde mit einem BIP-Wachstumsmomentum auf ansehbare Zeit, d. h. bis zum 3. Quartal 2017, von 0,5% gg. Vq. oder mehr gerechnet. Mit der Zinssenkung solle daher den Abwärtsrisiken für die Inflation Rechnung getragen werden. Sollten die Inflationsprojektionen der Notenbank zutreffen, so würde sie ihr eigenes Inflationsziel (Jahresinflationsrate: 2,0%) sechs Jahre verfehlen. Vor diesem Hintergrund würden die Analysten im 2. Quartal 2016 mit einer weiteren Leitzinsreduktion um 25 BP auf das dann neue Rekordtief von 2,25% rechnen.

Der Euro habe gegenüber dem US-Dollar weiter auf rund 1,10 USD zulegen können. Die Überwindung der 200-Tages-Linie (akt. bei 1,1031 USD) sei aber noch nicht gelungen. Die EZB werde nach Einschätzung der Vize-Präsidenten der griechischen Notenbank, Ioannis Mourmouras, ausloten, ob griechische Banken wieder direkt von der EZB und nicht mehr über die teuren ELA-Kredite mit frischem Zentralbankgeld versorgt werden könnten. Laut Mourmouras würden den Instituten zusätzlich 15 Mrd. EUR an EZB-fähigen Pfändern zur Verfügung stehen, sollte der Abschlag wieder auf die Niveaus des Jahres 2012 gesenkt werden. (10.12.2015/alc/a/a)





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