Erweiterte Funktionen
Private Debt wird riskanter
16.10.25 09:45
MFS Investment Management
Boston (www.anleihencheck.de) - Die allgemeine Stimmung für Private Credit scheint sich geradezu verdüstern, so Benoit Anne, Anleiheexperte bei MFS Investment Management.
Dieser Umschwung dürfte vor allem auf die negativen Schlagzeilen über wachsende Risiken am Finanzmarkt zurückzuführen sein. Bedenken hinsichtlich einer übermäßigen Verschuldung beziehungsweise der finanziellen Stabilität mancher Unternehmen würden dadurch in den Vordergrund rücken - ebenso wie die begrenzten Ausstiegsmöglichkeiten für Anleger. Tatsächlich seien einige Unternehmen, die sich für eine private Finanzierung entschieden hätten, relativ groß.
In den letzten Monaten hätten Investoren offenbar weniger Interesse daran gezeigt, ihre Allokation in Private Debt auszubauen. Das Hauptproblem aus ihrer Sicht: Die Anlageklasse sei inzwischen möglicherweise überlaufen. Zum einen sei es dadurch schwieriger geworden, Kapital passend einzusetzen, da der Wettbewerb um Anlagemöglichkeiten in Private Debt intensiver geworden sei. Somit warte immer mehr bereitgestelltes, aber nicht investiertes "Dry Powder". Und daraus folge zum anderen, dass die erwarteten Renditen dieser Anlageklasse in nächster Zeit gefährdet seien.
In den letzten Jahren sei Private Debt eine Erfolgsgeschichte gewesen: Die angelegten Volumina seien rasant gewachsen und der Markt sei schließlich auch für Privatanleger geöffnet worden. Doch Investoren sollten nicht vergessen, dass der öffentliche Anleihemarkt eine attraktive Alternative zu privat vergebenen Krediten sein könne - ohne deren Fallstricke von Datenintransparenz über niedrige Liquidität bis hin zu Hebelrisiken, die bei einer Verflechtung von Krediten entstehen könnten. (16.10.2025/alc/a/a)
Dieser Umschwung dürfte vor allem auf die negativen Schlagzeilen über wachsende Risiken am Finanzmarkt zurückzuführen sein. Bedenken hinsichtlich einer übermäßigen Verschuldung beziehungsweise der finanziellen Stabilität mancher Unternehmen würden dadurch in den Vordergrund rücken - ebenso wie die begrenzten Ausstiegsmöglichkeiten für Anleger. Tatsächlich seien einige Unternehmen, die sich für eine private Finanzierung entschieden hätten, relativ groß.
In den letzten Monaten hätten Investoren offenbar weniger Interesse daran gezeigt, ihre Allokation in Private Debt auszubauen. Das Hauptproblem aus ihrer Sicht: Die Anlageklasse sei inzwischen möglicherweise überlaufen. Zum einen sei es dadurch schwieriger geworden, Kapital passend einzusetzen, da der Wettbewerb um Anlagemöglichkeiten in Private Debt intensiver geworden sei. Somit warte immer mehr bereitgestelltes, aber nicht investiertes "Dry Powder". Und daraus folge zum anderen, dass die erwarteten Renditen dieser Anlageklasse in nächster Zeit gefährdet seien.
In den letzten Jahren sei Private Debt eine Erfolgsgeschichte gewesen: Die angelegten Volumina seien rasant gewachsen und der Markt sei schließlich auch für Privatanleger geöffnet worden. Doch Investoren sollten nicht vergessen, dass der öffentliche Anleihemarkt eine attraktive Alternative zu privat vergebenen Krediten sein könne - ohne deren Fallstricke von Datenintransparenz über niedrige Liquidität bis hin zu Hebelrisiken, die bei einer Verflechtung von Krediten entstehen könnten. (16.10.2025/alc/a/a)


