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Powell-Rede im Fokus


24.06.25 10:00
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Am Vormittag richtet sich der Blick zunächst auf das ifo Geschäftsklima Deutschland, berichten die Analysten der Helaba.

Die Vorgaben für das hierzulande wohl bekannteste Stimmungsbarometer seien durchweg positiv. So hätten sich nicht nur die Erwartungs- und Lagesalden der sentix- und ZEW-Befragungen verbessert, auch die Einkaufsmanagerindizes hätten mit erneuten Anstiegen überzeugt. Offen sei, ob die geopolitischen Risikofaktoren mit den Angriffen auf den Iran einen negativen Einfluss auf die Geschäftserwartungen hätten. Auszuschließen sei es nicht, nach dem Anstieg der Einkaufsmanagerindizes und angesichts der eher mäßigen Reaktionen der Ölnotierungen scheine dies aber nicht wahrscheinlich. Insofern solle das Szenario untermauert werden, wonach eine konjunkturelle Belebung in Richtung 2026 zu erwarten sei. Damit einhergehend würden die Zinssenkungserwartungen bezüglich der EZB wohl nicht verstärkt. Marktseitig sei eine nochmalige Senkung der Leitzinsen um 25 Basispunkte zwar ab Oktober mehrheitlich, aber nicht vollständig eskomptiert.

In den USA stehe wohl vor allem die Rede von Fed-Chef Powell im Fokus. Der vom US-Präsidenten als "kompletter Idiot" bezeichnete Fed-Chef stehe heute und morgen in den halbjährlichen Anhörungen im US-Kongress Rede und Antwort. Mit Spannung werde erwartet, wie sich Powell dem politischen Druck zu einer geldpolitischen Lockerung erwehren könne. Dass er Hinweise auf eine baldige Zinssenkung der Fed geben werde, erwarteten wir nicht, wenngleich die Tür für eine geldpolitische Lockerung in den kommenden Monaten und Quartalen wohl grundsätzlich offengehalten werde. Die Geldmarktfutures preisten eine Reduktion des Leitzinsbandes per Herbst ein. (24.06.2025/alc/a/a)