Polen: Weitere Leitzinssenkungen 2024 in Sicht


04.12.23 10:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Das Wachstum in Polen lag im dritten Quartal mit 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr erstmal seit zwei Quartalen wieder im positiven Bereich, so die Analysten von Postbank Research.

Die günstige Entwicklung könnte sich fortsetzen, da unter anderem der konstant solide Arbeitsmarkt eine Erholung des privaten Konsums unterstützen dürfte.

Die jährliche Verbraucherpreisinflation sei im Oktober abermals gesunken und habe mit "nur" noch 6,5 Prozent auf dem tiefsten Stand seit zwei Jahren gelegen. Zum Vergleich: Im Februar habe die Inflationsrate noch 18,4 Prozent betragen. Vor allem die geringeren Preissteigerungen bei Lebensmitteln hätten für einen abnehmenden Preisdruck gesorgt.

Mit einem Lohnwachstum von mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr würden die Realeinkommen somit wieder ansteigen, was sich in den kommenden Quartalen positiv auf den Binnenkonsum und das Wirtschaftswachstum auswirken dürfte.

Die Zentralbank habe jüngst die Märkte überrascht, indem sie den Leitzins auf ihrer Sitzung im November unverändert bei 5,75 Prozent belassen habe. In den beiden vorangegangenen Sitzungen habe sie den Zins um insgesamt 100 Basispunkte gesenkt. Begründet worden sei die Entscheidung mit den Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Ausgaben- und Steuerpolitik der neuen Regierung und aufgrund geopolitischer Risiken im Nahen Osten. Für 2024 würden die Analysten eine Wiederaufnahme der Zinssenkungen erwarten.

Die Postbank rechne für die kommenden sechs Monate mit einer moderaten Abwertung des Polnischen Zloty (PLN) auf EUR/PLN 4,65. (Ausgabe Währungsbulletin Dezember 2023) (04.12.2023/alc/a/a)






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