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Polen: Konsum als potenzieller Wachstumstreiber
09.07.24 09:43
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Industrieproduktion in Polen ging im Mai zum Vorjahr um 1,7 Prozent zurück, so die Analysten von Postbank Research.
Nach den starken Produktionsdaten aus dem April (7,8 Prozent) habe unter anderem die variierende Anzahl an Arbeitstagen zur derzeitigen Volatilität beigetragen.
Der Arbeitsmarkt präsentiere sich weiterhin angespannt mit einer Arbeitslosenquote von 5,0 Prozent nahe des Rekordtiefs. Dennoch würden sich erste Anzeichen einer Abkühlung zeigen, hervorgerufen unter anderem durch eine nachlassende konjunkturelle Dynamik, starken Lohnzuwächsen, die die Nachfrage nach Arbeitskräften dämpfen würden und der Zloty Aufwertung, die Gegenwind für die Exportindustrie mit sich bringe.
Die Reallöhne hätten wie im April so auch im Mai gegenüber Vorjahr um 8,7 Prozent deutlich zugelegt. Analysten würden hier die Basis für einen Konjunkturaufschwung dank des privaten Konsums sehen. Jüngste Daten zum ersten Quartal scheinen diesen Trend zu bestätigen. demnach seien der private und öffentliche Konsum auf Jahressicht um 4,6 bzw. 10,9 Prozent gestiegen.
Die Inflation habe im Juni mit 2,6 Prozent leicht angezogen. Sollte sich die Konjunktur weiter aufhellen, dürfte dies Aufwärtsdruck auf die Inflationsrate mit sich bringen, zumal einige Fiskalhilfen wie Energiepreisbremsen zurückgenommen würden. Die Notenbank erwarte Zinssenkungen erst im kommenden Jahr 2025.
Die Deutsche Bank rechne in den kommenden sechs Monaten, für den Zloty mit einer leichten Abwertungstendenz auf EUR/PLN 4,50. (Währungsbulletin Juli 2024) (09.07.2024/alc/a/a)
Nach den starken Produktionsdaten aus dem April (7,8 Prozent) habe unter anderem die variierende Anzahl an Arbeitstagen zur derzeitigen Volatilität beigetragen.
Die Reallöhne hätten wie im April so auch im Mai gegenüber Vorjahr um 8,7 Prozent deutlich zugelegt. Analysten würden hier die Basis für einen Konjunkturaufschwung dank des privaten Konsums sehen. Jüngste Daten zum ersten Quartal scheinen diesen Trend zu bestätigen. demnach seien der private und öffentliche Konsum auf Jahressicht um 4,6 bzw. 10,9 Prozent gestiegen.
Die Inflation habe im Juni mit 2,6 Prozent leicht angezogen. Sollte sich die Konjunktur weiter aufhellen, dürfte dies Aufwärtsdruck auf die Inflationsrate mit sich bringen, zumal einige Fiskalhilfen wie Energiepreisbremsen zurückgenommen würden. Die Notenbank erwarte Zinssenkungen erst im kommenden Jahr 2025.
Die Deutsche Bank rechne in den kommenden sechs Monaten, für den Zloty mit einer leichten Abwertungstendenz auf EUR/PLN 4,50. (Währungsbulletin Juli 2024) (09.07.2024/alc/a/a)


