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Polen-Anleihe: immer noch ein attraktives Investment für den europäischen Staatsanleihen-Sektor
28.08.12 12:13
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN XS0794399674 / WKN A1G57X) von Polen für ein interessantes Investment für den europäischen Staatsanleihen-Sektor.
Die Anleihe, emittiert von der Republik Polen, sei mit einem Kupon von 3,750% ausgestattet, laufe noch bis zum 19.01.2023 und weise eine Stückelung von 1.000 Euro auf. Bei einem aktuellen Kurs von 106,16% biete das Papier eine jährliche Rendite von 3,04%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit der Note von "A2" bewertet, was im mittleren Investment-Grade-Bereich liege.
Die Euro-Schuldenkrise beherrsche weiterhin das Marktgeschehen in Europa. Zwar habe sich nach den angekündigten Fiskalmaßnahmen der FED und EZB die Lage an den Kapitalmärkten spürbar entspannt, doch damit sei nur wieder etwas Zeit gewonnen worden. Denn nur, wenn die eingeleiteten Reformen in den hochverschuldeten Ländern greifen würden, könnte die Schuldenproblematik mittelfristig gelöst werden. Dies sei gegenwärtig aber nicht absehbar, zumal sich viele Länder in der Euro-Zone in der Rezession befänden.
Für Anleger gebe es dennoch die Möglichkeit, ihr Geld über Tagesgeldniveau anzulegen, ohne dabei auf Sicherheit zu verzichten. Denn mit Polen befinde sich ein geeigneter Kandidat für den Anleihe-Sektor quasi direkt vor der Haustür.
Polens Wirtschaft sei eine Ausnahmeerscheinung innerhalb Europas. Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise habe das Land in 2009 ein Abgleiten in die Rezession vermeiden und mit stabilen Wachstumsraten beim Bruttoinlandsprodukt glänzen können. Nach einem Wachstum von 3,9% im Jahr 2010 sei das BIP im vergangenen Jahr mit beschleunigtem Tempo gewachsen. Die Wirtschaftsleistung sei um kräftige 4,3% geklettert, während Volkswirte "nur" mit einem Anstieg um 4,2% gerechnet hätten. Auch wenn sich die Wachstumsrate voraussichtlich im Jahr der Fußball-EM abschwächen werde, liege die Wachstumsprognose immer noch bei gut 2%. Und im Rahmen einer sich langsam erholenden Weltkonjunktur könnte das Plus auch größer ausfallen. Immerhin hätten die Analysten der Raiffeisen Bank International AG jüngst ihre BIP-Prognose für Polen für 2012 von 2,2% auf 2,8% angehoben.
In ihrer Sitzung Anfang Juli habe die polnische Notenbank den Leitzinssatz bei 4,75% belassen. Zuletzt sei das Zinsniveau im Mai 2012 überraschend um 25 Basispunkte auf 4,75% angehoben worden. Die polnische Notenbank beurteile Polens Wirtschaftslage durchaus zuversichtlich und habe mit diesem Schritt die Inflationserwartungen dämpfen wollen. Daten von Juni zufolge sei Polens Kerninflation mit 2,3% stabil geblieben.
Die Verschuldung Polens liege bei lediglich rund 56% des BIP. Das Haushaltsdefizit habe in 2011 zudem wieder deutlich unter die 5%-Marke gesenkt werden können und bereits in diesem Jahr wolle die Regierung die Maastricht-Kriterien erfüllen und einen Wert von 3% oder besser erreichen. Damit zähle das Land zu einem sehr attraktiven Schuldner innerhalb Europas.
Polen sollte bis auf Weiteres seinen beeindruckenden Sonderstatus innerhalb der EU beibehalten. Leider hätten dies in den letzten Monaten mehr und mehr Investoren realisiert und die Anleihe-Kurse von polnischen Staatsanleihen seien stark gestiegen. Somit sei das Renditeniveau für Papiere mit einer Laufzeit von zehn Jahren von knapp 4% auf rund 3% gesunken. Dennoch sei dies immer noch ein überdurchschnittliches Renditeniveau. Vergleichbare Bundesanleihen brächten es lediglich auf eine jährliche Rendite von rund 1,4%. Am Markt gehe man zudem davon aus, dass Polen sein Länderrating im Jahresverlauf 2012 oder in 2013 weiter verbessern könne. Dies dürfte sich positiv auf die Anleiherenditen auswirken. Auch wenn hierzu Moody's aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten in der Eurozone derzeit kaum Chancen für ein Ratingupgrade sehe.
Insgesamt halten die Analysten von Anleihencheck Research die oben genannte Anleihe von Polen nach wie vor für eine sehr attraktive Alternative für den europäischen Staatsanleihen-Sektor. (Analyse vom 28.08.2012) (28.08.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen.
Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Die Anleihe, emittiert von der Republik Polen, sei mit einem Kupon von 3,750% ausgestattet, laufe noch bis zum 19.01.2023 und weise eine Stückelung von 1.000 Euro auf. Bei einem aktuellen Kurs von 106,16% biete das Papier eine jährliche Rendite von 3,04%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit der Note von "A2" bewertet, was im mittleren Investment-Grade-Bereich liege.
Die Euro-Schuldenkrise beherrsche weiterhin das Marktgeschehen in Europa. Zwar habe sich nach den angekündigten Fiskalmaßnahmen der FED und EZB die Lage an den Kapitalmärkten spürbar entspannt, doch damit sei nur wieder etwas Zeit gewonnen worden. Denn nur, wenn die eingeleiteten Reformen in den hochverschuldeten Ländern greifen würden, könnte die Schuldenproblematik mittelfristig gelöst werden. Dies sei gegenwärtig aber nicht absehbar, zumal sich viele Länder in der Euro-Zone in der Rezession befänden.
Für Anleger gebe es dennoch die Möglichkeit, ihr Geld über Tagesgeldniveau anzulegen, ohne dabei auf Sicherheit zu verzichten. Denn mit Polen befinde sich ein geeigneter Kandidat für den Anleihe-Sektor quasi direkt vor der Haustür.
Polens Wirtschaft sei eine Ausnahmeerscheinung innerhalb Europas. Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise habe das Land in 2009 ein Abgleiten in die Rezession vermeiden und mit stabilen Wachstumsraten beim Bruttoinlandsprodukt glänzen können. Nach einem Wachstum von 3,9% im Jahr 2010 sei das BIP im vergangenen Jahr mit beschleunigtem Tempo gewachsen. Die Wirtschaftsleistung sei um kräftige 4,3% geklettert, während Volkswirte "nur" mit einem Anstieg um 4,2% gerechnet hätten. Auch wenn sich die Wachstumsrate voraussichtlich im Jahr der Fußball-EM abschwächen werde, liege die Wachstumsprognose immer noch bei gut 2%. Und im Rahmen einer sich langsam erholenden Weltkonjunktur könnte das Plus auch größer ausfallen. Immerhin hätten die Analysten der Raiffeisen Bank International AG jüngst ihre BIP-Prognose für Polen für 2012 von 2,2% auf 2,8% angehoben.
Die Verschuldung Polens liege bei lediglich rund 56% des BIP. Das Haushaltsdefizit habe in 2011 zudem wieder deutlich unter die 5%-Marke gesenkt werden können und bereits in diesem Jahr wolle die Regierung die Maastricht-Kriterien erfüllen und einen Wert von 3% oder besser erreichen. Damit zähle das Land zu einem sehr attraktiven Schuldner innerhalb Europas.
Polen sollte bis auf Weiteres seinen beeindruckenden Sonderstatus innerhalb der EU beibehalten. Leider hätten dies in den letzten Monaten mehr und mehr Investoren realisiert und die Anleihe-Kurse von polnischen Staatsanleihen seien stark gestiegen. Somit sei das Renditeniveau für Papiere mit einer Laufzeit von zehn Jahren von knapp 4% auf rund 3% gesunken. Dennoch sei dies immer noch ein überdurchschnittliches Renditeniveau. Vergleichbare Bundesanleihen brächten es lediglich auf eine jährliche Rendite von rund 1,4%. Am Markt gehe man zudem davon aus, dass Polen sein Länderrating im Jahresverlauf 2012 oder in 2013 weiter verbessern könne. Dies dürfte sich positiv auf die Anleiherenditen auswirken. Auch wenn hierzu Moody's aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten in der Eurozone derzeit kaum Chancen für ein Ratingupgrade sehe.
Insgesamt halten die Analysten von Anleihencheck Research die oben genannte Anleihe von Polen nach wie vor für eine sehr attraktive Alternative für den europäischen Staatsanleihen-Sektor. (Analyse vom 28.08.2012) (28.08.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen.
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